Ab 539 Euro

Der beste 55-Zoll-Fernseher in jeder Preisklasse

Frau vor dem Fernseher
Ein guter Fernseher muss nicht teuer sein
Foto: Getty Image

Die aktuellen Fernseher werden immer größer. Dennoch gehören die 55-Zoll-Modelle immer noch zu den beliebtesten TVs. Kein Wunder, ist diese Größe doch ideal für kleinere und größere Wohnzimmer. TECHBOOK nennt die besten 55-Zoll-Fernseher in jeder Preisklasse.

82 Zentimeter oder 32 Zoll – das war die maximale Größe der guten alten Röhrenfernseher. Mehr war technisch gar nicht möglich, oder wäre viel zu teuer gewesen. Mittlerweile haben unsere TV-Geräte einen Wachstumsschub wie ein Teenager in der Pubertät hingelegt. 32 Zoll sind heutzutage „mini“. Und 55 Zoll oder 1,40 Meter hat sich als neue Lieblingsgröße in den deutschen Wohnzimmern durchgesetzt.

Da die 55-Zoll-Bildschirme in Asien millionenfach vom Fließband purzeln, sind auch die Preise bezahlbar. Und Angst, dass 55 Zoll zu groß fürs eigene Wohnzimmer sind, muss kaum jemand haben. Denn bei Fernsehern mit UHD- bzw. 4K-Bildauflösung, wie sie heutzutage Standard sind, befinden sich bei gleicher Bilddiagonale viermal so viele Pixel wie bei Full HD im Display. Und deshalb kann man deutlich näher vor dem TV sitzen, ohne Kopfweh zu bekommen. Bei 55 Zoll reichen bereits 1,10 Meter Abstand aus. TECHBOOK stellt die besten Fernseher in Deutschlands Lieblingsgröße und in allen Preislagen vor.

LG 55SM82007LA (539 Euro)

Die Stiftung Warentest hat im Frühjahr 2020 TV-Geräte getestet, bei denen sich ein Modell aus der Masse hervortat. Der LG 55SM82007LA erreichte die Testnote „gut“ (1,8) und damit ein Ergebnis, das dem der oft über 1000-Euro teuren Modelle sehr nah kam. Am Ende überzeugte der günstige LG-TV nicht nur durch sein gutes Bild selbst bei Verwendung der Standardeinstellungen, der LG 55SM82007LA war auch einer der günstigsten Fernseher im Test. Schon für deutlich unter 600 Euro ist er aktuell zu haben. 

LG verwendet im Smart-TV WebOS 4.5, das für seine übersichtliche Oberfläche und der Vielzahl an verfügbaren Apps bekannt ist. Der TV bringt, wie es sich für ein aktuelles Gerät gehört, einen Triple-Tuner mit und lässt sich damit sowohl am Kabel, über DVB-T2 als auch Satellit betreiben. Dank integriertem AirPlay 2 können Inhalte direkt auf den Fernseher gespiegelt werden. Außerdem stehen diverse Ports wie 4x HDMI 2.0, 2x USB 2.0, ein CI+-Slot und weitere zum Anschluss verschiedener Geräte bereit. Die Verbindung zum Internet lässt sich beim LG-TV wahlweise über Kabel (Ethernet) oder WLAN herstellen.

Vorteile:

  • gutes Bild auch bei Standardeinstellungen
  • WebOS 4.5 einfach zu bedienen
  • AirPlay 2
  • Magic Remote (40 Euro) für die Sprachsteuerung via Amazon Alexa und Google Assistant im Preis inbegriffen

Nachteile:

  • könnte mit jährlichem Stromverbrauch von 151 etwas stromsparender sein
  • Ton etwas flach (Soundbar empfehlenswert)

Philips 55PUS7303 (599 Euro)

Der große Trumpf der günstigsten 4K-Modellreihe von Philips ist auf den ersten Blick zu sehen. Die Ambilight-Beleuchtung wirft die Farben des TV-Bilds seitlich und oben an die Wand hinter dem Fernseher. Bei blauem Himmel leuchtet es blau, beim Fußball strahlt die Wand in Grün – und die Besitzer von Samsung, LG & Co. schauen grün vor Neid. Ein spektakulärer Effekt, den es nur bei den Holländern gibt. Ansonsten bietet die Philips-Mittelklasse aktuelle Technik, die sich sehen und hören lassen kann. HDR, Sprachsteuerung, Streamingdienste – alles an Bord. Dass das Schwarz auf dem Schirm eher nach Dunkelgrau aussieht, ist der Kompromiss, mit dem Käufer in dieser Preisklasse leben müssen.

Vorteile:

  • praktische Fernbedienung mit Tastatur auf der Rückseite
  • umfangreiche App-Auswahl über Android TV
  • schneller USB-3.0-Anschluss für Aufnahmen auf einer externen
  • Festplatte alle vier HDMI-Anschlüsse 4K-fähig

Nachteile:

  • unübersichtliche Bedienung mit Android TV
  • Bildschärfe bei schnellen Bewegungen nicht optimal

Sony KD-55XG8505 (694 Euro)

Die Japaner werfen bei ihrem neuen 4K-Modell wie gewohnt mit rätselhaften Fachbegriffen um sich. 4K X-Reality Pro soll für ein besonders klares und detailreiches Bild sorgen. Dank Motionflow XR mit 400 Hz Wiederholrate verspricht Sony eine extrem flüssige Wiedergabe. Dazu kommen das Triluminos-Display für die Farben und Acoustic Multi-Audio für den Sound. Für den (verwirrten) Nutzer ist aber nur das Endergebnis interessant: Der Sony glänzt tatsächlich mit starken Kontrasten, einer hohen Bildhelligkeit und natürlichen Farben. Top: Aufgrund der schnellen Reaktionszeiten von knapp 14 Millisekunden ist der 55XG8096 in dieser Preisklasse der ideale PlayStation-Fernseher.

Vorteile:

  • gute Bildqualität
  • Gute Kommunikation mit Android-Smartphones von Sony
  • ideal für Gamer, dank schneller Reaktionszeit

Nachteile:

  • wird noch mit Android TV 8 ausgeliefert
  • Klang eher mäßig
  • unübersichtliche Bedienung mit vielen überflüssigen Android-Funktionen

Auch interessant: Fernseh-Quiz! Wie hießen diese TV-Sender früher?

LG OLED 55C97LA (1.230 Euro)

Der LG darf sich als aktuelle Nummer 1 bei Warentest (Note 1,5 / Test 02/2020) „Deutschlands bester Fernseher“ nennen. Wer ihn einschaltet, sieht sofort, wieso: Die OLED-Bildschirmtechnik ist den LCD-Fernsehern unter 1.000 Euro immer noch deutlich überlegen. Rabenschwarzes Schwarz, und ein Weiß wie frisch gestärkte Bettwäsche – weil OLED-Displays ohne störende Hintergrundbeleuchtung auskommen, ist die Bildqualität des LG atemberaubend. Aber auch der Rest überzeugt: Bedienung, Streaming-Funktionen und Anschlüsse sind top. Im Vergleich zu halb so teuren Fernsehern spielt der LG tatsächlich in einer anderen Liga.

Vorteile:

  • exzellente Unterstützung für Netflix, Amazon Prime Video oder DAZN
  • Doppelter Triple-Tuner für gleichzeitiges Anschauen und Aufnehmen von zwei verschiedenen Sendungen
  • schnelle und flüssige Bedienung mit Mauszeiger

Nachteile:

  • Bildschirm nicht allzu lichtstark
  • neuer Bildstandard HDR10+ fehlt

Samsung GQ55Q90R (1500 Euro)

QLED statt OLED – die Bildschirmtechnik, auf die Samsung bei seinen Top-Fernsehern setzt, klingt beinahe so wie bei Erzrivale LG. Technisch ist QLED zwar nur ein mit vielen technischen Tricks aufgebohrtes LCD. Doch die aufwändige Steuerung der Hintergrundbeleuchtung funktioniert so exzellent, dass viele Experten QLED heute für genauso gut wie OLED halten – mindestens! Der Oberklasse-Samsung brilliert mit extremer Helligkeit, wie sie OLED nicht bieten kann. Und das Bild bleibt selbst aus den „seitlichsten“ Blickwinkeln perfekt. Ausstattungs-Highlight ist Apple TV, das als App erstmals auch ohne Apples Fernsehbox verfügbar ist.

Vorteile:

  • Strom- und Datenversorgung mit einem einzigen sichtbaren Kabel
  • einfache Einrichtung mit dem Smartphone und Samsungs SmartThings-App

Nachteile:

  • mit der Werkseinstellung wirkt das Bild teilweise künstlich
  • hoher Stromverbrauch mit 212 kWh im Jahr
  • Samsung-Assistent Bixby bisher wenig nützlich

Panasonic TX-55GZW2004 (2380 Euro)

Mit einem Preis von über 2000 Euro ist der Panasonic TX-55GZW2004 alles andere als günstig. Das Unternehmen spielt seit Jahren in der obersten Liga der TV-Hersteller mit. Von den Medien wird vor allem der OLED-Fernseher TX-55GZW2004 in den höchsten Tönen gelobt, sodass sich die Anschaffung wirklich bezahlt macht. Für das Geld erhalten Käufer eine hervorragende Bildqualität sowie einen überzeugenden Klang dank integrierter Soundleiste. Natürlich bringt der Panasonic-TV aktuelle Ausstattung mit: Von Sprachsteuerung über Amazon Alexa oder Google Home, Easy Mirroring, diverse Menüsprachen, HDR10+, Dolby Atmos und Quad-Tuner ist alles dabei.

Vorteile:

  • hochwertige Verarbeitung
  • hervorragende Bild- und Klang-Qualität (integrierte Soundleiste)
  • Sprachsteuerung und Easy Mirroring

Nachteile:

  • hoher Stromverbrauch mit 180 kWh im Jahr
  • Smart-TV-OS von Panasonic etwas eingeschränkt