Top 9

Die besten Serien vor historischer Kulisse bei Netflix

Füße hoch vor dem Fernseher
Auch für Fans von historisch inspirierten Serien hat Netflix einiges zu bieten
Foto: Getty Image

Netflix ist einer der größten Anbieter auf dem umkämpften Streaming-Markt. Vor allem im Bereich der Serien tut sich der amerikanische Anbieter besonders hervor. Für alle, die gerne historische Serien schauen oder sich auch einfach so inspirieren lassen wollen, hat die TECHBOOK-Redaktion besonders sehenswerte Serien vor historischer Kulisse zusammen gesucht.

Historische Dramen können unfassbar vielseitig sein. Neben einer spannenden Handlung vermitteln sie einen Eindruck historischer Gegebenheiten und wenn wir ehrlich sind, dann ist ein Dreiecksbeziehung umgeben von Rittern, Schwertern und vor historisch-mystischer Kulisse auch gleich viel unterhaltsamer. TECHBOOK hat deswegen eine Liste besonders sehenswerter historischer Serien auf Netflix zusammengesucht.

Interessieren Sie sich mehr für Science-Fiction-, Comedy-, Crime– oder Horror-Serien? Dann lassen Sie sich von unserer Netflix-Auswahl inspirieren!

Inhaltsverzeichnis

Outlander
Reign
The Last Kingdom
Basar des Schicksals
Vikings
Alias Grace
Spartacus
The Crown
Ku‘damm

Outlander (4 Staffeln)

Wer möchte nicht gerne einmal in die bewegte schottische Vergangenheit zurückversetzt werden, in die prächtigen Highlands? So romantisch wie man sich das vorstellt, kommt es für die Krankenschwester Claire (Catriona Balfe) dann doch nicht. Als sie mit ihrem Mann im Jahr 1945 zweite Flitterwochen in Schottland verbringt, stößt sie auf einen geheimnisvollen Steinkreis, der sie ins Jahr 1743 zurückschickt. Dort ist die junge Frau von Krieg, Feindschaft und Gewalt umgeben, lernt aber auch schnell den schottischen Krieger Jamie Fraser (Sam Heughan) kennen und lieben. Fortan ist sie hin und her gerissen zwischen ihren zwei Leben in zwei unterschiedlichen Zeiten. Zugegebenermaßen gibt die Serie wohl nicht wirklich originalgetreu die historischen Geschehnisse wieder, sehenswert ist sie allein wegen der beeindruckenden Kulisse und der interessanten Charaktere trotzdem.

Reign (4 Staffeln)

Mit kaum einer Frauenfigur wurde sich so oft kreativ beschäftigt wie mit Maria Stuart. Das Leben und vor allem der Tod der schottischen Königin aus dem 16. Jahrhundert beschäftigten unter anderem schon Friedrich Schiller, Tom Ford und Jousie Rourke. Namhafte Schauspielerinnen verkörperten sie, darunter Katharine Hepburn, Vanessa Redgrave, Clémence Poésy und Saoirse Ronan. In der vier Staffeln umfassenden Serie „Reign“ wird die junge Adelige von Adelaide Kane gespielt und der Plot beschäftigt sich nicht mit ihren Jahren in Gefangenschaft, sondern mit der Zeit davor, die sie vor allem in Frankreich verbrachte. Zwischen Intrigen, Mord und ominösen Prophezeiungen muss sich die junge Frau behaupten und gerät dabei zwischen die Brüder Francis (Toby Regbo), den ebenso jungen Thronfolger Frankreichs, und Sebastian (Torrance Combs), einen Bastard des Königs.

The Last Kingdom (4 Staffeln)

Uthred von Bebbanburg (gespielt von Alexander Dreymon), eigentlich Sohn angelsächsischer Adeliger, wird als Kind von Wikingern entführt und wächst von da an als einer von ihnen auf. Nachdem sein Ziehvater ermordet wird, will er seinen Anspruch auf dessen Rang geltend machen. Fortan muss er sich als Kind zweier Welten entscheiden: Ist er auf der Seite seiner Blutsverwandten oder auf der der Menschen, bei denen er aufgewachsen ist? Die Serie basiert auf der Romanvorlage „Die Uthred-Saga“ von Bernard Cornwell. Über den fiktiven Charakter Uthred wird der Zuschauer in ein dunkles Kapitel der Geschichte geführt, in dem sich im Nord- und Ostseeraum die seefahrenden Wikinger und die Angelsachsen erbittert bekämpften. Gelobt wird unter anderem das durchaus realistische Setting der Serie, die Kostüme und die schauspielerische Leistung.

Basar des Schicksals (1 Staffel)

Die insgesamt acht Folgen umfassende Miniserie „Basar des Schicksals“ beschäftigt sich mit einer realen historischen Begebenheit. Am 4. Mai 1898 brennt es im Pariser Basar, Opfer sind vor allem Frauen, die sich in der entstehenden Massenpanik nicht gegen die männlichen Flüchtenden durchsetzen können und entweder niedergetrampelt werden oder im Feuer sterben, weil sie es nicht rechtzeitig nach draußen schaffen. Vor dieser Kulisse wird das Schicksal dreier Frauen in der Serie behandelt: Die eine lernt durch den Brand ihre große Liebe kennen, die andere wird schwer verletzt und entstellt und muss sich eine neue Existenz in einem fremden Leben aufbauen, die dritte versucht, durch den Brand ihren Tod vorzutäuschen und so ihrem grausamen Ehemann zu entkommen. Die französische Dramaserie spinnt dabei gekonnt die einzelnen Geschichten zu einem großen Ganzen zusammen und zeichnet ein beeindruckendes Bild vom Paris Ende des 19. Jahrhunderts.

Vikings (6 Staffeln)

Wikinger als historischer Serienstoff – das funktioniert einfach gut. Die Serie „Vikings“ nutzt als Ausgangspunkt die reale historische Figur des skandinavischen Eroberers Ragnar Lodbrok (gespielt von Travis Fimmel). Der altnordische Wikinger-Held unternahm ausgedehnte Plünderungs- und Eroberungsfeldzüge nach England, Dänemark und Frankreich. In der Serie geht es zum einen um diesen Kontakt unterschiedlicher Kulturen, zum anderen um die internen Konflikte der Wikinger. Neben dem Cast, der hauptsächlich aus mehr oder weniger bekannten skandinavischen Schauspielern besteht, machen auch das blutige Setting (Game of Thrones lässt grüßen), die aufwendigen Flechtfrisuren und die zuweilen wirklich tiefgründigen Dialoge die Serie absolut sehenswert.

Alias Grace (1 Staffel)

Ein Dienstmädchen bringt im Jahr 1843 ihren Dienstherren und dessen Haushälterin um und wird schließlich, nach vielen Jahren im Zuchthaus, doch noch freigesprochen. So weit so wahr. Die bemerkenswerte Geschichte des Dienstmädchens Grace Marks wurde von Margaret Atwood literarisch aufgearbeitet. Der Roman ist nun wiederum Vorlage für die ebenfalls bemerkenswerte Netflix-Miniserie. Neben Grace (absolut fantastisch gespielt von Sarah Gadon) ist der Psychologe Dr. Simon Jordan (der ebenfalls großartig besetzte Edward Holcroft) – praktisch ein Prototyp von Sigmund Freud – zweiter Protagonist, der retroperspektiv versucht, die wirre Geschichte aufzuklären. In langen Gesprächen enthüllt ihm Grace ihre Lebensgeschichte und den Weg zum Verbrechen. Dabei ist sie als Erzählerin allerdings äußerst unzuverlässig und der Zuschauer muss stets alles hinterfragen, was sie einen wissen lässt.

Spartacus (3 Staffeln)

Auch wenn die Serie „Spartacus“ zugegebenermaßen zu einem nicht unerheblichen Teil von der Attraktivität seines niemals gänzlich bekleideten Casts lebt, ist sie dennoch auch unter historischen Gesichtspunkten sehenswert. Vor dem Hintergrund des berühmten dritten Sklavenaufstands, der vom Sklaven und Gladiator Spartacus angeführt wurde, spinnt die Serie die Lebensgeschichte des Titelhelden. Sowohl über die Figur als auch über den Aufstand an sich gibt es wenige gesicherte Fakten, aber dass das Römische Reich ordentlich Stoff für filmische Umsetzungen liefert, ist bekannt. Die Serie zeigt den Weg Spartcus‘ vom thrakischen Militärführer zum Sklaven, Gladiator und schließlich zum aufständischen Rächer. Aufgrund der Krebserkrankung und des Todes von Hauptdarsteller Andy Whitfield wurde eine Miniserie um den ebenfalls prominenten Gladiator Gannicus zwischengeschoben, die den Titel „Spartacus: Gods oft the Arena“ trägt. Diese ist ebenfalls sehenswert und Hauptcharakter Gannicus (Dustin Clare) wird ab Staffel 2 auch in die Mutterserie eingeführt.

The Crown (3 Staffeln)

Monarchien sind immer wieder Gegenstand von Filmen und Serien. „The Crown“ stellt die britische Königsfamilie, vor allem die junge Königin Elisabeth II., in den Mittelpunkt. Von ihrer Hochzeit mit Prinz Philip, Prinz von Griechenland und Dänemark, bis zu den 70ern reicht die Handlung der bereits erschienenen drei Staffeln, weitere sind in Planung. Dabei wird die junge Königin mit einer selten freundlich gesinnten politischen Umgebung sowie privaten Machtkämpfen innerhalb der Familie konfrontiert. In jungen Jahren von Claire Foy, später von Olivia Colman, gespielt, entfaltet die Figur der Königin Elisabeth eine besondere Faszination, kennen wir sie doch in erster Linie als gesetzte und staatsmännische Dame. Auch wenn die Serie es sicher nicht allzu genau mit den realen privaten Gegebenheiten des britischen Königshauses nimmt, zeigt sie doch auf, wie schwer es eine Frau in der Politik des noch nicht weit fortgeschrittenen 20. Jahrhunderts zwischen großen Namen wie Churchill und Co. gehabt haben muss.

Ku’damm (2 Staffeln)

Die Serie „Ku’damm“ beweist, dass Deutsche Geschichte auch abseits des 2. Weltkriegs spannend ist. Die Serie wurde ursprünglich als deutscher Fernsehfilm produziert und besteht aus den zwei Staffeln „Ku’damm 56“ und „Ku’damm 59“, die jeweils drei Folgen umfassen. Am Beispiel der Familie Schöllack wird die Nachkriegszeit und das Wirtschaftswunder in Deutschland und speziell Berlin ausgeleuchtet. Die strenge Caterina (Claudia Michelsen) betreibt am Ku’damm eine Tanzschule, ihr Mann gilt seit 1944 vermisst. Die drei Töchter Helga, Eva und Monika könnten dabei nicht unterschiedlicher sein. Während Helga (Maria Ehrich) frisch verheiratet ist und eine perfekte Hausfrau sein möchte, arbeitet Eva (Emilia Schüle) in einer Klinik und möchte sich einen wohlhabenden Mann mit Doktortitel angeln. Monika (Sonja Gerhard) hingegen entdeckt ihre Leidenschaft für den damals hochgradig anrüchigen Rock ‚n‘ Roll. Die authentische Serie behandelt die 50er, politische Unruhen, die Stellung der Frau und schwelende Konflikte zwischen Ost und West.

Falls Sie noch andere sehenswerte Historische Serien auf Netflix kennen, die unbedingt auf unsere Bestenliste gehören, schicken Sie uns ihre Serien-Favoriten gern an info@techbook.de.

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