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Bis zu 37 Prozent günstiger

OLED-TVs im Preissturz! Lohnt sich der Kauf wirklich schon?

Frau vor OLED-Fernsehern
OLED-Fernseher sehen besonders in dunklen Umgebungen eindrucksvoll ausFoto: Getty Images

Noch vor wenigen Monaten waren OLED-Fernseher noch Luxus, 2500 Euro musste man selbst für ein „günstiges“ 55-Zoll-Modell hinblättern. In den letzten Wochen sind die Preise aber deutlich gesunken, aktuell bietet ein großer Elektromarkt ein LG-Gerät für 1.111 Euro an. Sollte man jetzt schnell zuschlagen und ist OLED tatsächlich das Nonplusultra bei Fernsehern?

Die Preisentwicklung für OLED-Fernseher lässt sich beispielhaft am Modell LG OLED55C8 in den letzten Monaten sehr gut beobachten:


Grafik: Idealo.de

Noch im April mussten Kunden 2.500 Euro für das 55-Zoll-Gerät bezahlen, aktuell sind es nur noch 1.572 Euro. Ein Preisverfall von 37 Prozent! Woher kommt das? OLED ist noch eine relativ junge Technik, die Produktion – ein hochkomplizierter chemischer Prozess – war für die Hersteller besonders in den Anfangstagen ziemlich teuer und der Ausschuss enorm hoch: 2013 war von zehn produzierten OLED-Bildschirmen gerade einmal einer brauchbar, wie Analyst und Display-Experte Jerry Kan gegenüber dem Portal „Reviewed“ verriet. Verluste, die den Preis für die funktionierenden Geräte in die Höhe trieb. Doch die Technik hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und die Produktion wurde effizienter, heute sind neun von zehn produzierte OLED-Fernseher brauchbar.

Der Fernseher-Markt ist zudem hart umkämpft, was die Preise drückt: Jedes Jahr stellen Hersteller wie Samsung neue Bildtechnologien vor, die sich damit brüsten, fast so gut wie OLED zu sein, nur deutlich günstiger (QLED). Hersteller wie LG – der Marktführer bei OLED-Bildschirmen – müssen mit konkurrenzfähigen Preisen dagegenhalten. Das machen sie etwa mit weniger Ausstattung: 2017 brachte der Hersteller das Modell B7 auf den Markt, das nicht wie die superteuren Top-Modelle E7 und W7 mit einer eigenen Soundbar und mit einer reduzierteren Fernbedienung kommt.

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Ist das OLED-Bild wirklich besser als das von LCD-TVs?

Grundsätzlich kann man sagen: Ja, nur auf das Bild bezogen sind OLED-Geräte besser als die LCD-Konkurrenz. Das liegt daran, dass OLEDs (Organische Leuchtdioden) selbst leuchten und die Fernseher keine eigene Hintergrundbeleuchtung in Form von LEDs im Gehäuse brauchen, wie es bei LCD-Fernsehern der Fall ist. Jeder einzelne Pixel am TV kann an- und ausgeschaltet werden, was für komplett dunkle Schwarztöne und somit für einen sehr hohen Kontrast sorgt. Das ist bei LCD-Panels so nicht möglich. Außerdem reagieren die OLEDs besonders schnell auf den Wechsel von Bildern und ziehen bei schnellen Bewegungen keine unscharfen Linien mit sich.

Es gibt aber auch Nachteile: OLEDs haben nur eine beschränkte „Lebensdauer“, die sich aber in den letzten Jahren ebenfalls deutlich erhöht hat. LG gibt für seine Displays eine Haltbarkeit von etwa 100.000 Betriebsstunden an. Das nicht viel weniger als bei üblichen LCD-Fernsehern auch – zumal die Angabe nicht bedeutet, dass der Fernseher dann ausgeht. LG garantiert damit nur, dass sich die Intensität der Helligkeit bis dahin nicht ändert. Der größte Kritikpunkt an OLED-TVs ist die im Vergleich zu LCD-Geräten geringere Helligkeit. Hier punkten LCD-Modelle mehr, wer ein lichtdurchflutetes Haus hat könnte hier tatsächlich im Sommer Probleme bekommen.

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