Kurz erklärt

So testet TECHBOOK

Gruppe schaut aufs Smartphone und Tablet
Wir erklären, wie TECHBOOK testet
Foto: Getty Image

Ob Smartphones, Kopfhörer, Kaffeemaschinen oder Fernseher – TECHBOOK testet regelmäßig aktuelle Hardware. Dabei gehen wir stets nach einem bestimmten Schema vor, um die Testergebnisse vergleichbar zu machen. Wie TECHBOOK testet, erklären wir hier.

Obwohl die verschiedenen Produkte im Test mitunter sehr verschieden sind, das Vorgehen im Test startet stets gleich. Hier spaltet sich der Testparcours auf. Denn Smartphones werden von uns nach einem anderen Schema untersucht als beispielsweise Staubsaugerroboter.

Testgeräte: Woher sie kommen und was mit ihnen passiert

TECHBOOK erhält viele Testgeräte direkt von den Herstellern. Diese werden uns für einen festgelegten Zeitraum von zumeist zwei bis drei Wochen zur Verfügung gestellt. Wir testen stets mit der aktuellsten Software, die für die Geräte zur Verfügung steht, um einen möglichst aktuellen Eindruck geben zu können. Nachdem ein Gerät den Test durchlaufen hat, schicken wir es an den Anbieter zurück.

In einigen Fällen kauft TECHBOOK bestimmte Produkte aber auch selbst – beispielsweise dann, wenn Hersteller keine Test-Kontingente zur Verfügung haben oder wenn wir zeitnah ein Vergleichsgerät benötigen. Diese Geräte bestellen wir über einen Account im Internet, der TECHBOOK nicht zugeordnet werden kann. So erhalten wir genau die Geräte, die auch an Kunden ausgeliefert werden. Auch der Kauf im freien Handel ist möglich.

Collage von TECHBOOK-Testbildern

So testet TECHBOOK
Foto: TECHBOOK

So testet TECHBOOK – Smartphones

Unsere Smartphone-Tests haben wir standardisiert und in insgesamt sechs Teilkategorien unterteilt, die wiederum verschiedene Unterpunkte enthalten. Pro Unterpunkt vergeben wir Punkte, die wir für die Bewertung der jeweiligen Teilkategorie zusammenrechnen. Diese Teilbewertung fließt wiederum in einem festgelegten Verhältnis in die Endnote ein.

Bei der Bewertung der einzelnen Teilkategorien orientieren wir uns an dem aktuellen technischen Standard. Ein- bis zweimal im Jahr passt TECHBOOK daher die Bewertungsmaßstäbe an die neuesten Entwicklungen an. Während die technischen Eckpunkte wie Pixeldichte, Prozessor und Speicher objektiv nach den jeweiligen Spezifikationen des Testgeräts bewertet werden, erfolgt der Test hinsichtlich der Bedienung, Haptik, des Designs, der Foto-Qualität oder der Audio-Merkmale nach subjektiven Eindrücken. Aus dieser Mischung aus objektiven und subjektiven Eindrücken entsteht eine allgemeine Testnote, die dennoch die Eindrücke des Testers widerspiegelt.

TECHBOOK testet: So schlägt sich das günstige Flaggschiff Honor 20

Die Teilkategorien mit ihren Unterpunkten

  • Verarbeitung und Design – 10 Prozent der Gesamtnote

Material, Verarbeitung, Verhältnis Gehäusediagonale zu Displaydiagonale, Haptik, Lieferumfang

Hier wird vor allem der erste Eindruck bewertet. Wie fühlt sich das Gerät an und aus welchen Materialien ist es gefertigt? Macht es einen stabilen Eindruck oder gibt es vielleicht Verarbeitungsfehler? Auch die Größe und das Gewicht begutachten wir im Hinblick auf die Bedienbarkeit. Ebenfalls schauen wir uns an, welches Zubehör das Smartphone mitbringt und ob eventuell wesentliche Komponenten wie Adapter oder Kopfhörer fehlen.

  • Display – 15 Prozent der Gesamtnote

PPI (Pixels per Inch), Helligkeit, Blickwinkelstabilität, mögliche Displayeinstellungen, Kontrast, Nacht-Modus, Besonderheiten (Edge-Display etc.)

Die Bewertung des Displays eines Smartphones ist wesentlich. Immerhin ist es der Teil des Geräts, auf den Nutzer am meisten schauen und über das zum großen Teil die Bedienung erfolgt. Anhand der Displaydiagonale und der Auflösung wird die Pixeldichte (PPI – Pixels per Inch) automatisch berechnet. Je höher sie ausfällt, desto besser ist die Darstellung. Hierbei spielt auch die Display-Technologie eine Rolle, die den Kontrast beeinflusst. OLEDs sind beispielsweise für ihren stromsparenden Betrieb, ihr sattes Schwarz und knalligen Farben bekannt. Die günstigeren LCDs sind hingegen etwas natürlicher in der Farbdarstellung. Gleichzeitig checken wir, ob der Bildschirm glatt, durch 3D-Glas leicht erhaben oder sogar gebogen ist und ob sich die Ansicht mittels Optionen individuell anpassen lässt. Aber auch die Blickwinkelstabilität schauen wir uns an, indem wir prüfen, wie gut sich der Bildschirm bei schräger Sicht noch ablesen lässt.

  • Ausstattung und Leistung – 20 Prozent der Gesamtnote

Benchmark-Test AnTuTu, Arbeitsspeicher, interner Speicher, Speichererweiterung, Bedienung, Gaming, Telefonate, Dual-SIM

Um die Leistung zu beurteilen, reicht es nicht aus, sich die reinen Prozessor- und Speicherdaten anzusehen. Vielmehr kommt es darauf an, wie gut die Komponenten zusammenarbeiten. Genau dies ermitteln Benchmark-Tests wie AnTuTu, die neben der Prozessor-Leistung auch die Schreibgeschwindigkeit des Speichers und Grafik-Performance untersucht. Durch den hier ausgegebenen Wert lässt sich die Leistung verschiedener Smartphones sehr gut vergleichen. Wir schauen uns aber auch an, wie viel interner Speicher dem Nutzer zur Verfügung steht und ob sich dieser erweitern lässt. Sollte sich die Speicherkarte den Platz mit dem zweiten SIM-Slot (Hybrid-SIM) teilen, fließt das in die Teilbewertung mit ein. Anhand diverser Testtelefonate im 3G-Netz der Anbieter prüfen wir zudem die Telefonie-Qualität. Dabei telefonieren wir nicht nur mit dem Handy am Ohr, sondern nutzen auch die Freisprecheinrichtung.

  • Kamera – 15 Prozent der Gesamtnote

Auflösung, Blende, Anzahl der Sensoren, Frontkamera, Einstellungen, Kamerasoftware, Fotoqualität innen und außen, Videoqualität, Bildstabilisator

Die Kamera wird im Smartphone-Segment immer wichtiger. Zuerst schauen wir uns an, wie viele Kamera-Sensoren ein Smartphone mitbringt und wie hoch diese jeweils auflösen. Extra Punkte gibt es für spezielle Tele- oder Weitwinkel-Objektive sowie für lichtstarke Blenden, die für bessere Aufnahmen bei wenig Licht sorgen. Hierbei sind auch spezielle Modi wie beispielsweise ein Nachtmodus oder ein spezieller Porträtmodus wichtig. Um zu klären, wie gut die Bildergebnisse am Ende wirklich sind, machen wir verschiedene Testaufnahmen im Freien, im Innenraum sowie bei Kunstlicht und bei Nacht. Hierbei achten wir auf eventuell auftretendes Bildrauschen, auf Verwacklungen sowie auf Unschärfe und schauen, wie natürlich die Farbwiedergabe ist.

  • Software und Multimedia – 20 Prozent der Gesamtnote

OS-Version, Nutzeroberfläche, Anzahl Drittanbieter-Apps, Sicherheitspatch-Version, Personalisierungsmöglichkeiten, Lautsprecher, Headset

Eine aktuelle Software bietet Nutzern nicht nur die neuesten Funktionen, sie sorgt auch für mehr Sicherheit. Daher ist es wichtig, dass Smartphones ab Werk mit einer aktuellen Version laufen. Auch wichtig ist die Bedienung, die stark durch die Nutzeroberfläche beeinflusst wird. Wie stark hat sie der Hersteller angepasst und sind diese Anpassungen sinnvoll? Gibt es außerdem Apps von Drittanbietern, die vorinstalliert sind, und lassen sich diese vollständig vom Gerät löschen? Auch die Multimedia-Qualitäten des Testgeräts begutachten wir in dieser Kategorie. Hierbei hören wir uns Musik über die mitgelieferten Kopfhörer sowie die Lautsprecher an und klären, ob sich die Wiedergabe durch Equalizer beeinflussen lässt.

  • Akku – 20 Prozent der Gesamtnote

Kapazität, Schnellladefunktion, Netzteil im Paket, kabelloses Laden, Energiespar-Optionen

Ein Gerät ist nur so gut wie sein Akku. Denn geht ihm zu schnell die Puste aus, nutzen auch alle Innovationen nichts. Daher wirft TECHBOOK im Test einen genauen Blick auf die Akkukapazität und eventuelle Stromspar-Optionen. Auch die Technologien zum Laden schauen wir uns an. Unterstützt das Smartphone Fast Charging, also schnelles Laden, und gehört ein entsprechendes Netzteil zum Lieferumfang? Oder lässt es sich kabellos aufladen und kann gar andere Geräte mit Strom versorgen?

Andere Geräte im Test

Natürlich testet TECHBOOK auch andere Produkte abseits der Smartphones, etwa auch TV-Geräte, KaffeevollautomatenStaubsaugerroboter oder Kopfhörer, um nur einige Beispiele zu nennen. Je nach Geräteklasse fällt das Testverfahren dabei unterschiedlich aus. Wie bereits erwähnt ist das Vorgehen aber ähnlich. Nach der ersten äußerlichen Begutachtung von Design, Verarbeitung und Verpackungsinhalt folgt ein Funktionstest. Dabei wird geklärt, ob die Geräte tun, was sie sollen, wie einfach sie sich bedienen lassen und wie einfach die Reinigung ist.

Staubsaugerroboter, Wischroboter oder Dampfbesen testen wir beispielsweise auf einem dem Gerät passenden Boden wie Teppich oder PVC. Für den Test verteilen wir Schmutz in Form von Reiskörnern sowie Staubpartikeln und reiben den Boden gegebenenfalls mit etwas Schmiere oder Lebensmittelresten ein (beim Test von Wischrobotern). Dann beginnen wir mit der Reinigung, wobei wir die Ergebnisse nach jedem Durchlauf kontrollieren. Wir prüfen außerdem, wie sich die Geräte bedienen lassen und wie gut sie zu reinigen sind.

Bei Hygiene-Artikeln wie Rasierern oder Bürsten steht neben der Bedienung und dem Geräte-Design auch die Verträglichkeit im Fokus. Reizen die Geräte beispielsweise die Haut und erreichen sie alle wichtigen Stellen?

Die Tests von Fernsehern oder Audio-Produkten unterteilen sich jeweils in einen technischen Part und einen subjektiven Eindruck. Zunächst einmal klären wir die technischen Eckdaten und setzen diese mit dem Preis der Geräte ins Verhältnis. Wie schlagen sie sich im Vergleich mit anderen, ähnlichen Geräten? Im Anschluss begutachten wir die Bild- bzw. Tonqualität. Bei Fernsehern: Wie werden Farben dargestellt, verändert sich das Bild bei schräger Sicht auf das TV-Gerät, welchen Ton geben die integrierten Lautsprecher aus und wie gut gelingt die Navigation durch die Menüs? Bei Kopfhörern oder Lautsprechern stehen hingegen der Ton und der Tragekomfort im Fokus. Da diese jeder etwas anders wahrnimmt, versuchen wir, recht allgemein zu bewerten. Dabei begutachten wir besonders die Höhen und Tiefen, die Qualität der Stimmwiedergabe bei Gesang, die Stärke des Basses und das Noise Cancelling, soweit dies angeboten wird.