„Monsieur Cuisine“ bei Lidl

Das taugen Thermomix-Alternativen vom Discounter

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Der Thermomix (Hier Modell TM-5) ist der Platzhirsch in der Kategorie der Kochmaschinen.
Foto: TECHBOOK

Die Kult-Küchenmaschine Thermomix ist nicht nur unglaublich beliebt, sondern hat mit über 1.000 Euro auch einen unglaublich hohen Preis. Doch aufatmen: Es gibt mehrere Alternativen vom Discounter, schon ab 200 Euro. Eine davon, den „Monsieur Cuisine“ von Lidl, gibt es ab 5. Dezember 2019 im Angebot. Was die Thermomix-Klone können, verrät TECHBOOK.

Der Thermomix von Vorwerk ist ein echtes Phänomen: Obwohl die Kult-Küchenmaschine einen wenig schmackhaften Preis von 1.359 Euro hat, reißen sich die Leute so sehr darum, dass das Wuppertaler Unternehmen in der Vergangenheit teilweise mit der Produktion kaum hinterherkam. Was macht ihn so beliebt? Er vereint über ein Dutzend Küchengeräte in einer Maschine: Er mixt, kocht, wiegt, mahlt, brät – und verhilft so auch Kochmuffeln zu essbaren Gerichten. Das Besondere am Modell TM6: Hobbyköchen stehen im kostenpflichtigen Portal Cookidoo 132.000 Rezepte zur Verfügung. Auf dem Display gibt es dann eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für verschiedene Gerichte, die Temperatur und die Garzeit regelt das Gerät selbst.

TECHBOOK stellt die besten Alternativen vor.

Quigg Küchenmaschine bei Aldi

Quigg Küchenmaschine Aldi


Foto: Quigg / Aldi

Das Gerät stammt aus dem Hause Quigg und war vor Kurzem bei Aldi Nord für 229 Euro im Angebot (Baugleiches Pendant unter dem Namen Ambiano bei Aldi Süd). TECHBOOK testete die Küchenmaschine bereits. Dort überzeugten vor allem die umfangreiche Ausstattung und die WLAN-Funktion. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt bei diesem Gerät.

Unser Testvideo sehen Sie hier:

Hier geht’s zum Testartikel.

Das einzige Problem ist, dass sich das Gerät derzeit nicht im Sortiment von Aldi befindet. Auf Ebay gibt es neue Gerät für knapp 300 Euro.

Silvercrest „Monsieur Cuisine Connect“ bei Lidl

Foto: Silvercrest

Lidls Silvercrest ist das Pendant zu Aldi-Zulieferer Quigg, der ebenfalls einen Thermomix-Klon im Angebot hat. Das Modell „Monsieur Cuisine Connect“ von Silvercrest erinnert äußerlich stark an das Original von Vorwerk und kommt zum Beispiel ebenfalls mit einer WLAN-Funktion, Waage und Rezeptedatenbank. Besonders herausragend ist das 7-Zoll-Farbdisplay.

Der „Monsieur Cuisine“ kommt mit zehn Funktionen in die Küche. Obwohl das Original zwar 17 Funktionen listet, schneidet Silvercrest-Klon nicht  viel schlechter ab. Das liegt daran, dass er die wichtigen Kernaufgaben meistert. Sogar die Anbraten-Funktion, die erst im neuesten Thermomix TM6 erstmal integriert ist, kann der „Monsieur Cuisine“ bereits. Das hat er den anderen Klonen voraus, denen es genau an dieser Funktion fehlt. Fans von Röstaromen kommen also nur bei dieser Thermomix-Alternative auf ihre Kosten.

Das Gerät können Sie ab Donnerstag, den 5. Dezember 2019, für 349 Euro bei Lidl erwerben. Es handelt sich dabei um ein Set mit zusätzlichen Zubehörteilen.

„Monsieur Cuisine“ von Hackern ins Visier genommen

Zuletzt machte die Küchenmaschine negative Schlagzeilen. Im vergangenen Juni verschafften sich zwei Hacker Zugriff auf ein Gerät und machten das YouTube öffentlich. Sie brachten sogar das alte Computerspiel Doom darauf zu laufen. Böse Absichten hatten die Computer-Spezialisten aber nicht. Sie wollten lediglich zeigen, wie einfach es wäre. Im schlimmsten Fall könnten Fremde sich über die vernetzte Küchenmaschine Zugang zum gesamten Netzwerk verschaffen und massiven Schaden anrichten beziehungsweise die ahnungslosen Besitzer überwachen. Der Grund für die Schwachstelle: Hersteller Silvercrest setzte bei der Software wohl eher auf Funktionalität, als auf Sicherheit, wie die Kollegen von BILD.de herausfanden. Das kann aber potentiell jeder Maschine passieren.

Medion Küchenmaschine MD16361

Ein heißes Geschenk für Hobbyköche kommt von Aldi-Zulieferer Medion: Ein Thermomix-Klon für gerade einmal 199 Euro – ein Bruchteil des Preises für das Vorwerk-Original. Was kann der Medion MD16361? Der Lieferumfang unterscheidet sich kaum vom Thermomix: Laut Medion liegen Kochaufsatz (2 Liter), Dampfgarer, Messbecher, Reinigungsbürste, Teigspachtel, Reinigungsbürste und ein Rezeptbuch im Karton.

Auch sonst beherrscht der Medion die Grundfunktionen des Thermomix: Geschwindigkeit, Temperatur und Garzeit lassen sich in verschiedenen Stufen einstellen. Zudem mixt, kocht, zerkleinert oder püriert der MD16361. Ein saftiges Steak rösten klappt allerdings nicht – eine Bratfunktion fehlt wie beim Thermomix auch hier.

TECHBOOK hat das Gerät im Test gegen den Thermomix antreten lassen. Auf viele angenehme Extras muss der Käufer beim Medion verzichten: Dem MD16361 fehlt etwa eine integrierte Waage, den praktischen Rezept-Chip oder Internetfunktionen hat er auch nicht. Auch die Verarbeitung ist nicht so hochwertig wie beim Original. Trotzdem: Beim Probekochen gab es am Ende kaum Unterschiede zwischen den beiden Geräten. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie mal dieses Video an:

Auch interessant: Für wen lohnt sich der Kauf eines Thermomix?

TECHBOOK meint

„Lohnt es sich nun also, einem Billig-Kochgerät den Vorzug zu geben? Ja, aber natürlich mit Einschränkungen – die Erwartungen sollten bei nur einem Viertel des Thermomix-Preises heruntergeschraubt werden. So ist die Verarbeitung nicht so gut wie beim Original und nicht immer alle Funktionen vorhanden. Doch die neueren Geräte der Discounter, wie die Quigg-Küchenmaschine oder der „Monsieur Cuisine Connect“, verkürzen den Abstand zum Thermomix immer weiter. Neue Kochmodi, WLAN-Funktion und Rezeptdatenbanken machen sie zu echten Alternativen.“ – Andreas Filbig, Redaktionsleiter