Für 200 statt 1200 Euro

Das sind die 5 besten Thermomix-Alternativen

quigg küchenmaschine
Die Quigg-Küchenmaschine kommt erstmals auch mit WLAN-Funktionen zu Aldi
Foto: TECHBOOK

Die Kult-Küchenmaschine Thermomix ist nicht nur unglaublich beliebt, sondern hat mit über 1.000 Euro auch einen unglaublich hohen Preis. Doch aufatmen: Es gibt zahlreiche Alternativen, teils sogar um die 200 Euro. Was die können, verrät TECHBOOK.

Der Thermomix von Vorwerk ist ein echtes Phänomen: Obwohl die Kult-Küchenmaschine einen wenig schmackhaften Preis von 1.200 Euro hat, reißen sich die Leute so sehr darum, dass das Wuppertaler Unternehmen mit der Produktion kaum hinterherkommt. Die Folge: Teils wochenlange Wartezeiten und frustrierte Kunden, zumal der Thermomix nicht im Fachhandel erhältlich ist, sondern nur bei Vorwerk direkt geordert werden kann.

Was macht ihn so beliebt? Er vereint zwölf Küchengeräte in einer Maschine: Er mixt, kocht, wiegt, mahlt – und verhilft so auch Kochmuffeln zu essbaren Gerichten. Das Besondere am Modell TM5: Hobbyköche können kleine Rezept-Chips kaufen, die an das Gerät andocken. Auf dem Display gibt es dann eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für verschiedene Gerichte, die Temperatur und die Garzeit regelt das Gerät selbst. Alternativ lädt sich der Küchen-Koloss (8 Kilogramm) Rezepte aus dem Internet.

TECHBOOK stellt die besten Alternativen vor.

Quigg Küchenmaschine von Aldi

Quigg Küchenmaschine Aldi


Foto: Quigg / Aldi

Das neueste Gerät in der Liste stammt aus dem Hause Quigg und war vor Kurzem bei Aldi Nord für 229 Euro im Angebot (Baugleiches Pendant unter dem Namen Ambiano bei Aldi Süd). TECHBOOK testete die Küchenmaschine von Quigg selbst. Dort überzeugten vor allem die umfangreiche Ausstattung und die WLAN-Funktion. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt bei diesem Gerät.

Den kompletten Test inklusive Video sehen Sie hier:

Das einzige Problem ist, dass sich das Gerät derzeit nicht im Sortiment von Aldi befindet. Auf Ebay gibt es neue Gerät für knapp 300 Euro.

Medion Küchenmaschine MD16361

Ein heißes Geschenk für Hobbyköche kommt von Aldi-Zulieferer Medion: Ein Thermomix-Klon für gerade einmal 199 Euro – ein Bruchteil des Preises für das Vorwerk-Original. Was kann der Medion MD16361? Der Lieferumfang unterscheidet sich kaum vom Thermomix: Laut Medion liegen Kochaufsatz (2 Liter), Dampfgarer, Messbecher, Reinigungsbürste, Teigspachtel, Reinigungsbürste und ein Rezeptbuch im Karton.

Auch sonst beherrscht der Medion die Grundfunktionen des Thermomix: Geschwindigkeit, Temperatur und Garzeit lassen sich in verschiedenen Stufen einstellen. Zudem mixt, kocht, zerkleinert oder püriert der MD16361. Ein saftiges Steak rösten klappt allerdings nicht – eine Bratfunktion fehlt wie beim Thermomix auch hier.

TECHBOOK hat das Gerät im Test gegen den Thermomix antreten lassen. Auf viele angenehme Extras muss der Käufer beim Medion verzichten: Dem MD16361 fehlt etwa eine integrierte Waage, den praktischen Rezept-Chip oder Internetfunktionen hat er auch nicht. Auch die Verarbeitung ist nicht so hochwertig wie beim Original. Trotzdem: Beim Probekochen gab es am Ende kaum Unterschiede zwischen den beiden Geräten. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie mal dieses Video an:

Den Medion MD16361 gibt es im Online-Shop von Medion zu kaufen. Bei Aldi wird er vorerst nicht verkauft – der Discounter hatte 2015 schon einmal eine ähnliche Küchenmaschine im Angebot. Die Folge: In einer Filiale in Baden-Württemberg prügelten sich Kunden um das Gerät, Aldi musste die Polizei rufen.

Jupiter ThermoMaster Plus

 

Statt Rezept-Chip legt Hersteller Jupiter ein Rezeptbuch dazu – man kann für 250 Euro eben nicht alles haben ...


Foto: Jupiter

Jupiter liefert mit dem ThermoMaster Plus das Nachfolgemodell des ThermoMasters. Der Vorgänger war bereits eine solide Küchenmaschine zu einem günstigen Preis. Ein klappriger Aufbau und der Rückruf eines Rezeptes trübten das Gesamtbild des Geräts. Der aktuelle Preis liegt bei schmalen 200 Euro. Mit dabei ist auch reichlich Zubehör und ein Kochbuch. Eine Steuerung über eine App wie beim Quigg-Gerät ist nicht möglich.

 

Silvercrest Monsieur Cuisine Connect

Foto: Silvercrest

Lidls Silvercrest ist das Pendant zu Aldi-Zulieferer Quigg, der ebenfalls einen Thermomix-Klon im Angebot hat. Das Modell „Monsieur Cuisine Connect“ von Silvercrest erinnert dabei stark an die Küchenmaschine von Quigg und kommt zum Beispiel ebenfalls mit einer WLAN-Funktion, Waage und Rezeptedatenbank. Besonders herausragend ist das 7-Zoll-Farbdisplay. Das Gerät können Sie für 300 Euro online im Shop von Monsieur Cuisine erwerben.

Ab wann lohnt sich der Kauf eines Thermomix?

Krups Prep & Cook

Miss IFA und der Prep & Cook von Krups. Foto: Messe Berlin

Mit 500 Euro ist die Kochmaschine von Krups zwar günstiger als der Platzhirsch, aber von günstig weit entfernt. Leider macht sich der Preis nicht im Funktionsumfang bemerkbar: Im Gegensatz zum 200-Euro-Modell von Lidl hat der „Prep & Cook“ weder Thermometer noch Waage eingebaut. Rezepte liefert Krups zwar reichlich (mehr als 200 im Lieferumfang), eine Internetanbindung hat die Kochmaschine selbst aber nicht.

Positiv fällt die Bedienung und Verarbeitung ins Gewicht: Die Anzeigen und Knöpfe sind verständlich, der Aufbau ist gut wie beim Thermomix.

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TECHBOOK meint

„Lohnt es sich nun also, einem Billig-Kochgerät den Vorzug zu geben? Ja, aber mit Einschränkungen – die Erwartungen sollten bei nur einem Viertel des Thermomix-Preises heruntergeschraubt werden. In erster Linie ersetzten Klone ein paar Haushaltsgeräte wie Mixer oder Pürierstab und sparen beim Kochen etwas Zeit – da etwa Zutaten nicht immer mit dem Messer geschnitten werden müssen oder man die Gerichte direkt kochen kann. Der Thermomix wiederum führt Kochverweigerer dank Finessen wie den Rezept-Chip komplett durch ganze Gerichte – solche Extras haben die meisten günstigen Alternativen nicht. Zudem lässt die Verarbeitung häufig zu Wünschen übrig. Gerade die neueren Geräte wie die Quigg-Küchenmaschine oder der Monsieur Cuisine Connect verkürzen den Abstand zum Thermomix, weil sie zum Beispiel bereits über eine WLAN-Funktion verfügen.“ – Andreas Filbig, Redakteur