TECHBOOK rechnet nach

Ab wann lohnt sich der Kauf eines Thermomix?

Thermomix von Vorwerk kostet viel Geld. TECHBOOK rechnet, wann sich ein Gerät lohnt.
TECHBOOK hat für Sie ausgerechnet, wann sich ein Thermomix von Vorwerk lohnt
Foto: picture alliance

Obwohl die Küchenmaschine Thermomix stolze 1.200 Euro kostet, ist sie für Hersteller Vorwerk ein echter Verkaufsschlager – immerhin spart sie Zeit und Kosten beim Kochen, so das Argument vieler Käufer. TECHBOOK hat einmal nachgerechnet und sagt, wann und für wen sich die Investition wirklich lohnt.

Kochen mit „Gelinggarantie“ – so umwirbt das Wuppertaler Unternehmen Vorwerk seinen Thermomix TM-5. Die Kochmaschine soll acht einzelne Küchengeräte unnötig machen. Eine Waage ist enthalten ebenso wie ein Mixer und Dampfgarer, außerdem gibt es per Rezept-Chip eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für einzelne Rezepte (einen ausführlichen Test zum Gerät finden Sie hier). Der hohe Preis schreckt viele Käufer allerdings ab und die Frage kommt auf, ob man neben Zeit tatsächlich auch Geld spart.

Beispielrechnung: Lohnt sich ein Thermomix für 1.200 Euro?

TECHBOOK hat einmal nachgerechnet und orientiert sich in dieser Beispielformel an einer vierköpfigen Familie, die fünfmal pro Woche gemeinsam isst:

  • Für den Thermomix muss die Familie einmalig 1.200 Euro investieren
  • Hinzu kommen die Kosten für die Zutaten. Bei 3 Euro pro Mahlzeit und Person sind das 60 Euro pro Woche

Unsere Beispielfamilie ohne Thermomix hat pro Woche deutlich höhere Kosten:

  • An zwei Abenden pro Woche wird Essen bestellt; das macht bei etwa 7,50 Euro pro Person eine Summe von 60 Euro pro Woche
  • An drei Abenden wird gekocht. Die Lebensmittel kosten 3 Euro pro Person. Das ergibt Gesamtkosten in Höhe von 36 Euro pro Woche
  • Hinzu kommt die zusätzliche Zeit beim Kochen, etwa eine Stunde, die ein Familienmitglied außerdem investieren muss

Bestellungen und Lebensmittel ergeben also wöchentliche Kosten in Höhe von 96 Euro für die ganze Familie – 36 Euro mehr als mit dem Thermomix.  Wer durch den Thermomix viele Besuche im Restaurant einspart und sonst berufstätig ist, kann innerhalb von 8 Monaten den Kauf lohnenswert machen. Zusätzlich gewinnen Sie noch wertvolle Zeit, die nicht beim Kochen verloren geht – ein Wert, den jeder für sich selbst beziffern muss.

Lohnt sich der Thermomix für Paare?

Ein Haushalt mit zwei Personen hat nur einen wöchentlichen Vorteil von 18 Euro. Damit sich der Thermomix lohnt, müsste man an mindestens 335 Abenden mit dem Gerät kochen. Wer alleine lebt, müsste dementsprechend sogar 2 Jahre durchgehend mit dem Gerät kochen, um die Kosten zu amortisieren.

Aber: Ein Küchengerät wie der Thermomix hilft dabei, weniger Dinge fertig im Supermarkt zu kaufen – etwa mit selbstgebackenem Brot, frischen Soßen oder selbstgemachter Eiscreme. Damit verzichten Sie auch auf unnötige Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker, die in vielen Alltagslebensmitteln enthalten sind. Wie ungesund diese sind und wie Sie mit „Clean Eating“ bewusster essen, erklären die Kollegen von FITBOOK in diesem Artikel.

Wer Rezepte will, zahlt 135 Euro extra

Die oben genannte Beispielrechnung gilt jedoch nur, wenn Sie den Thermomix selbst bedienen. Wer Zugriff auf die große Rezeptdatenbank mit „Guided Cooking“ haben möchte, zahlt einmalig 99 Euro für die WLAN-Antenne und noch einmal 36 Euro jährlich für das Rezepte-Abonnement. Unsere Beispielfamilie müsste also noch einmal vier Wochen länger durchgehend mit dem Gerät kochen.

Günstige Alternativen ab 200 Euro

Die Grafik von Statista zeigt: In den letzten Jahren sind die Umsätze mit dem Thermomix  gestiegen, inzwischen scheint der Hype aber etwas abzuflauen. Im Jahr 2017 gab es wieder rückläufige Umsätze.

 

Das liegt vielleicht auch an den immer günstigeren Alternativen, die es oft im Angebot bei Aldi oder Lidl gibt und die teilweise nur 200 Euro kosten. TECHBOOK hat sich die Thermomix-Konkurrenz genau angeschaut. Das Fazit: Wer auf smartes Schnick-Schnack wie den Rezept-Chip verzichten kann, ist auch mit einem Gerät vom Discounter gut bedient.