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Vergleichstest

So schlägt sich die Billig-Konkurrenz gegen den Thermomix

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Der Thermomix (Hier Modell TM-5) ist der Platzhirsch in der Kategorie der Kochmaschinen. Foto: TECHBOOK

Küchenmaschinen sind aktuell die Trendgeräte in der Küche. Platzhirsch Thermomix kommt sogar mit smarten Funktionen und WLAN. Doch macht ihn das besser als den Thermomix-Klon MD 16361 von Aldi? TECHBOOK macht den Test.

Wenn eine Maschine jemals den Koch in der Küche ablösen kann, dann wahrscheinlich der Thermomix TM-5 von Vorwerk. Das smarte Haushaltsgerät mit Kochfunktion kann ziemlich viel: Garen, rühren, kneten – eigentlich fast alles außer backen und braten. Das Gerät hat seinen Preis und inzwischen auch mächtig Konkurrenz. Aldi-Zulieferer Medion hat mit dem MD 16361 einen Thermomix-Klon auf dem Markt. TECHBOOK hat sich beide angeschaut und miteinander verglichen.

Was kostet ein Thermomix?

Bei der Antwort dieser Frage werden einige Interessenten tief schlucken: 1200 Euro kostet der Thermomix TM-5 in der Standard-Ausführung. Für die WLAN-Antenne „Cook-Key“ werden noch einmal 100 Euro extra fällig, wenn Sie es in Kombination kaufen. Apropos kaufen: Das ist beim Thermomix besonders kompliziert. Der Kauf erfolgt direkt über den Hersteller Vorwerk. Man meldet sich bei einem Vorwerk-Repräsentanten, die in ganz Deutschland vertreten sind, und bekommt dann einen Termin für ein Probekochen, bevor der Kauf tatsächlich möglich ist.

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Der Thermomix-Klon ist günstiger und sofort verfügbar

Die Kochmaschine von Medion (MD16361) ist bei diversen Online-Händlern für circa 199 Euro erhältlich. Obwohl Medion bekannt für seine Aldi-Geräte ist, wird der Thermomix-Klon dort vorerst nicht in den Regalen stehen.

Der Medion MD16361 bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie der Thermomix, ist jedoch erheblich günstiger. Foto: TECHBOOKFoto: TECHBOOK

1000 Euro Preisunterschied? Das macht sich bemerkbar

Was kann der Thermomix, was das Medion-Gerät nicht kann? Zum einen fehlt der günstigen Küchenmaschine die eingebaute Waage. Jede Zutat muss vorher abgewogen werden. Im Thermomix ist diese integriert. Mit „Guided Cooking“ (geführtem Kochen) hat der Thermomix außerdem eine Geling-Garantie. Aus einer Online-Datenbank können Sie aus vielen Rezepten wählen und der Thermomix führt dann Schritt für Schritt den Kochvorgang durch. Viel kann man da nicht falsch machen.

Doch hinter dem „Cookidoo-Portal“ stecken noch weitere Komfort-Funktionen, die Kochen idiotensicher machen. Die Rezepte können Sie online in einen Wochenplan eintragen und sich dort eine Einkaufsliste für die nächsten Tage generieren. Diese landet mit einem Klick auf dem Smartphone – genial! Da sieht das Medion-Gerät ziemlich blass aus.

Die Cookidoo-Rezeptedatenbank überträgt die Wunschrezepte direkt an den Thermomix. Foto: TECHBOOK

Klar, der „Medion-Mix“ hat weder Internetverbindung noch eine Anleitung. Auch ein Linkslauf fehlt. Doch sonst macht die 200-Euro-Küchenmaschine eine sehr gute Figur. Beim Vergleichskochen (siehe Video oben) von echter Mousse au Chocolat kam am Ende ein nahezu identisches Produkt heraus. Das Discounter-Gerät kann sich mit gutem Recht als Thermomix-Alternative bezeichnen.

Fazit: 200 Euro oder doch lieber 1000 Euro mehr?

David gegen Goliath – und beide haben ihre Berechtigung. Für ungeübte Köche bietet der Thermomix viel Leistung, Inspiration und Hilfestellung. Viele Rezepte Schritt-für-Schritt erklärt, eine generierte Einkaufsliste und die intuitive Bedienung haben aber ihren Preis. Sie suchen nur ein Gerät, das in der Küche unterstützt? Dann reicht der Medion MD16361 komplett aus. Er bietet zwar keine Digital-Rezepte, kann aber Zwiebeln zerkleinern, garen und viel mehr. Je nach Talent ist damit das Ergebnis bei beiden Geräten gleich.

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