Die Telekom investiert massiv in Polen Foto: Getty Images
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Przemyslaw Szymanski
18. August 2026, 14:20 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Die Deutsche Telekom will ihr Geschäft in Polen ausbauen und dafür rund eine Milliarde Euro investieren. Geplant ist die vollständige Übernahme des Glasfaserbetreibers Fiberhost sowie des Internet- und TV-Anbieters Inea.
Glasfasernetz soll Festnetzgeschäft stärken
Für die Telekom ist vor allem das Netz von Fiberhost von Bedeutung. Nach Unternehmensangaben erreicht die Infrastruktur mehr als 1,4 Millionen Haushalte in acht der 16 polnischen Regionen.
Die Glasfaserleitungen verlaufen durch mehr als 9700 Städte und Dörfer. Damit entstünde für T-Mobile Polska eine größere Grundlage, um Festnetzdienste in Polen weiter auszubauen. Derzeit nutzt die Telekom-Tochter im Festnetzbereich überwiegend die Netze anderer Anbieter. Auch Inea greift heute auf fremde Netzinfrastruktur zurück.
Die Telekom plant, ihr bestehendes Mobilfunk- und 5G-Netz stärker mit den Glasfaseranschlüssen von Fiberhost zu verknüpfen. Dadurch könnten Mobilfunk- und Internetangebote stärker aus einer Hand bereitgestellt werden.
Zugleich würde die Abhängigkeit von externen Netzbetreibern sinken. Für T-Mobile Polska wäre dies ein wichtiger Schritt zur Stärkung des eigenen Infrastrukturgeschäfts.
Eine besondere Rolle spielt dabei Fiberhost. Das Unternehmen entstand aus dem früheren Netzgeschäft von Inea, das 2021 abgespalten wurde und seitdem eigenständig betrieben wird.
Netz soll auch für Wettbewerber offen bleiben
Nach Angaben der Telekom soll sich für andere Internetanbieter trotz eines Eigentümerwechsels wenig ändern. Das Fiberhost-Netz soll weiterhin nach dem Open-Access-Prinzip betrieben werden.
Bestehende und künftige Anbieter sollen die Leitungen auch künftig zu fairen und gleichen Bedingungen nutzen können. Damit würde die Infrastruktur nicht exklusiv für T-Mobile Polska reserviert werden.
Der Kauf ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Zwar hat sich die Telekom bereits mit den bisherigen Eigentümern auf die Übernahme verständigt. Zu ihnen gehören der Infrastruktur-Fonds Macquarie sowie weitere Minderheitseigner. Bevor die Transaktion umgesetzt werden kann, müssen jedoch noch die polnischen Wettbewerbsbehörden zustimmen.
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