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Gigabit-Ausbau

Neue EU-Verordnung kommt! Das ändert sich für Internet-Anschlüsse

Glasfaserausbau
Der Internetausbau soll durch neue Gesetze beschleunigt werden Foto: Getty Images
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Sandra Bültermann

5. November 2025, 16:22 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

DSL steht vor dem Aus: Mit einem neuen Gesetz will die EU den Glasfaserausbau in den kommenden Jahren deutlich beschleunigen. Die Verordnung soll europaweit für einheitliche Regeln sorgen und Hindernisse beim Ausbau beseitigen. Für Verbraucher bringt das Vorteile. Der Weg zu schnellen Internetverbindungen wird einfacher und deutlich schneller.

Ziel der neuen EU-Verordnung ist es, den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen zu vereinfachen und europaweit zu vereinheitlichen. In Deutschland sind noch immer viele Haushalte über klassische DSL-Leitungen online – das soll sich bald ändern. Die EU plant, bestehende Infrastrukturen stärker gemeinsam zu nutzen, Genehmigungsverfahren zu digitalisieren und Wegerechte zu vereinfachen. Außerdem sollen Mitgliedstaaten künftig zentrale Informationsstellen einrichten, die Bauprojekte koordinieren und beschleunigen.

Einheitliche Regeln für schnellere Netze

Verbraucher sollen in mehrfacher Hinsicht profitieren. Der Glasfaserausbau soll schneller vorankommen, weil Bauarbeiten künftig besser koordiniert werden. Netzbetreiber können dabei vorhandene Leerrohre und Leitungen gemeinsam nutzen, anstatt neue Trassen zu verlegen. Außerdem erhalten kleinere Anbieter leichteren Zugang zu bestehenden Netzen, was den Wettbewerb stärkt und langfristig für günstigere Preise sorgen dürfte. Auch bei Neubauten und umfassenden Sanierungen setzen Bauherren künftig verstärkt auf Glasfaseranschlüsse, sodass moderne Gebäude von Anfang an auf schnelles Internet ausgelegt sind.

Ein weiterer Vorteil: Wenn Straßen ohnehin geöffnet werden müssen, sollen verschiedene Versorgungsprojekte gebündelt stattfinden. Das spart Zeit, verhindert doppelte Arbeiten und verringert die Belastung für Anwohnerinnen und Anwohner.

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Deutschland passt Telekommunikationsgesetz an

Die EU-Verordnung gibt den Rahmen vor, die konkrete Umsetzung liegt bei den Mitgliedstaaten. In Deutschland führt das zu Anpassungen im Telekommunikationsgesetz (TKG). Der Ausbau von Glasfaser– und Mobilfunknetzen gilt darin bis 2030 als „überragendes öffentliches Interesse“. Das bedeutet, dass Netzausbauprojekte Vorrang vor anderen Bauvorhaben haben.

Darüber hinaus sollen Planungs- und Genehmigungsprozesse vereinfacht und digitalisiert werden. Weniger Bürokratie soll Netzbetreibern mehr Planungssicherheit geben und Investitionen in den Glasfaserausbau attraktiver machen. Langfristig soll das den Wettbewerb stärken und den Ausbau flächendeckender Hochleistungsnetze beschleunigen.

Auch interessant: So will die Telekom den Glasfaserbau endlich schneller machen

Vorteile für Verbraucher

Für Internetnutzer könnte die TKG-Novelle gleich mehrere Verbesserungen bringen: Glasfaseranschlüsse sollen künftig flächendeckender verfügbar sein, insbesondere in Neubauten oder bei umfassenden Sanierungen. Mehr Anbieter auf dem Markt bedeuten zudem mehr Auswahl und potenziell günstigere Preise.

Kurz gesagt: Wer bisher nur langsames DSL nutzen konnte, hat künftig deutlich bessere Chancen auf einen schnellen Glasfaseranschluss – und das europaweit.

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