Verbraucherzentrale schlägt Alarm

WhatsApp-Abofalle: Vorsicht vor diesem Rewe-Gutschein

Angebliche Gutscheine – wie dieser von Rewe – werden aktuell über WhatsApp verschickt. Nutzer sollten auf gar keinen Fall auf den Link klicken.
Angebliche Gutscheine – wie dieser von Rewe – werden aktuell über WhatsApp verschickt. Nutzer sollten auf gar keinen Fall auf den Link klicken.
Foto: TECHBOOK

Über WhatsApp kursiert ein Kettenbrief, der Einkaufsgutscheine für Rewe, H&M und Co. verspricht. Die Verbraucherzentrale NRW warnt Nutzer vor der dreisten Masche. TECHBOOK erklärt, wie Sie am besten darauf reagieren.

Es klingt wie ein Traum: Ohne, dass Sie groß etwas tun müssen, bekommen Sie einen Einkaufsgutschein. Wenn Sie jetzt denken, dass sei zu schön, um wahr zu sein, haben Sie recht. Damit Sie und Ihre Freunde nicht auf die neueste Betrugsmasche über WhatsApp hereinfallen, erklärt TECHBOOK, was jetzt zu tun ist.

So aktivieren Sie den geheimen Nachtmodus bei WhatsApp

Die Fake-Gutscheine gibt es in unterschiedlichen Variationen: Rewe, Amazon, Lidl oder H&M, in einigen Fällen sollen WhatsApp-Nutzer sogar ein iPhone gewinnen können. Für die Gutscheine im Wert von bis zu 250 Euro müssen Nutzer nur auf einen Link klicken – so impliziert es die Nachricht. Doch darauf sollten Nutzer auf gar keinen Fall reinfallen! Selbst die Verbraucherzentrale NRW warnt vor der Masche der Betrüger. Was die Absender wirklich wollen: Geld oder Daten.

Auf einen Gutschein können WhatsApp-Nutzer allerdings lange warten, denn wer auf den Link klickt, landet auf einer dubiosen Seite, wie Mimikama berichtet. Dort werden Sie aufgefordert, Fragen zu beantworten, um den Gutschein einlösen zu können. Im Anschluss muss der Beitrag entweder an zehn WhatsApp-Kontakte oder auf Facebook geteilt werden.

Aber auch dann gibt es keinen Gutschein: Der Nutzer muss erneut Fragen beantworten und wird anschließend zum Download einer Flirt-App weitergeleitet.

Menschen, die die gewünschten Fragen der Betrüger beantworten, werden unter anderem zum Download dieser App (im Fall des Rewe-Gutscheins) weitergeleitet.

Menschen, die die gewünschten Fragen der Betrüger beantworten, werden unter anderem zum Download dieser App weitergeleitet.
Foto: Mimikama

Verbraucherzentrale rät: Die Nachricht direkt löschen

Ein erstes Anzeichen, wie Nutzer die Fake-Gutscheine erkennen können, befindet sich in der URL. Dort steht nach dem „.de“ anstelle eines Schrägstrichs ein Bindestrich. Spätestens bei einem solchen Link sollten Nutzer skeptisch werden, da „.de“ die Länderkennung angibt und immer von einem Schrägstrich gefolgt wird, wie die Verbraucherzentrale NRW mitteilt.

„Wer so eine SMS oder Nachricht erhält, sollte nichts anklicken und die Nachricht direkt löschen. Antworten oder sich von dem Dienst ‚abmelden‘ sollte man ebenfalls nicht: Damit würde man dem Absender zeigen, dass die eigene Nummer wirklich aktiv genutzt wird“, schreibt die Verbraucherzentrale NRW. Sie rät Nutzern zu einer Drittanbietersperre für das Smartphone, dann sind Sie immer vor einer Abzocke sicher.

Nicht der erste WhatsApp-Betrug

Bereits im Januar wurden WhatsApp und Facebook für eine Betrugsmasche missbraucht. Damals wurden ebenfalls Fake-Gutscheine mit großen Namen an die Messenger-Nutzer verschickt.

Die Nachricht landete meist durch Freunde auf dem Smartphone, die auf die Masche hereingefallen waren. Hinter dem vermeintlich seriösen Link warteten auf den Nutzer angeblich Gutscheine im Wert von 100 bis 250 Euro. Doch dahinter steckte eine Falle: Wer einmal auf den Link klickte, musste Fragen beantworten und den Link an 30 Freunde weiterleiten.

Mit Lidl-, Rewe- und H&M-Gutscheinen locken Kriminelle auf ihre Betrugs-Seiten.

Mit Lidl-, Rewe- und H&M-Gutscheinen locken Kriminelle auf Betrugs-Seiten. Foto: TECHBOOK

Wer den Link tatsächlich geteilt hatte, landete dann auf einer Fake-Gewinnspielseite. Dort sollte man sein Einverständnis für die Verarbeitung seiner Daten geben. Dadurch durften Werbeunternehmen die Nutzer per Post, SMS und telefonisch kontaktieren. Die Konsequenz: Sie wurden von Werbung überhäuft. Daher schon damals unsere Empfehlung, die sich bei unseriösen Nachrichten immer empfiehlt: Öffnen Sie die Links nicht und informieren Sie den Absender, dass es sich um ein Fake handelt.

Allgemein gilt: Nie auf Links von unbekannten Absendern zu klicken! Jede Webseite könnte mit Viren infiziert sein. Lidl bestätigte damals offiziell, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt: