Top-Bildqualität

Das sind die besten Kompaktkameras für Ihren Urlaub

Junge Frau macht Fotos
Der Digicam-Markt ist riesig, deswegen haben wir vier Modelle ausgesucht, die für tolle Bildqualität stehen und einen hohen Funktionsumfang bieten
Foto: Getty Images

Smartphone-Kameras haben kleinen Digicams den Todesstoß verpasst. Nur Kameras mit deutlich besserer Bildqualität, guten Objektiven und hervorragender Ausstattung haben eine Überlebenschance. TECHBOOK stellt vier Digicams mit besonders gutem Preis-Leistungs-Verhältnis vor, die auch auf Reisen eine gute Figur machen und das Gepäck kaum belasten.

Digitalkameras haben es schwer: Seitdem Smartphones immer bessere Knipsen haben und jetzt sogar mit bis zu drei Linsen wie das Huawei P20 Pro, gibt es kaum noch einen Grund, sich eine kleine Kompaktkamera zu kaufen. Denn gute Smartphones wie das iPhone X, ein Samsung Galaxy S9 oder ein Google Pixel 2 können hier locker mithalten, selbst bei der Bildqualität. Außerdem wollen die meisten ihre Bilder am liebsten sofort mit Freunden und Verwandten teilen.

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Das heißt, eine Digitalkamera muss einen deutlichen Mehrwert gegenüber einer Smartphone-Knipse bieten: Bessere Bildqualität, vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen, größeren Zoom-Bereich, schnellen Autofokus und am besten auch wechselbare Objektive, damit man die Kamera auch über Jahre hinweg an seine kreativen Bedürfnisse anpassen und aufwerten kann.

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Wichtig dabei ist auch eine kompakte Größe und ein geringes Gewicht, denn kaum jemand schleppt gerne eine dicke Spiegelreflex mit sich rum. Vor allem auf Reisen darf die Kamera das Gepäck nicht zu sehr belasten.

TECHBOOK hat diese Kriterien berücksichtigt und vier Kameramodelle ausgesucht, die auch noch ein herausragendes Preisleistungsverhältnis bieten.

Panasonic Lumix DMC LX15

Die Lumix LX15 hat ein schönes und hochwertiges, aber wenig griffiges Gehäuse
Foto: Panasonic

Panasonic Lumix DMC-LX15

Dass kleine Digicams auch eine sehr gute Bildqualität selbst bei schlechten Lichtverhältnissen bieten können, beweist Panasonic mit der Lumix DMC-LX15. Verantwortlich ist dafür ein relativ großer 1-Zoll-Bildsensor mit 20 Megapixel Auflösung sowie ein lichtstarkes Objektiv von Leica.

Ein dreifach Zoom mit einer Brennweite von 8,8-26,4 mm (entspricht 24-72 mm Kleinbild-Brennweite) ist optimal für eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen, hilft aber auch, um Motive etwas näher ranzuholen. Zudem kann die Lumix sehr schnell fokussieren.

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Praktisch ist der eingebaute Bildstabilisator, damit selbst bei wenig Licht scharfe Aufnahmen gelingen. Er stabilisiert zudem wirkungsvoll die 4K-Video-Aufnahmen. Die Bedienung gelingt über ein großes Touch-Display, das sich nach oben klappen lässt, um perfekte Selfies zu machen. Per WLAN können Bilder ins Internet hochgeladen werden. Und mit 310 Gramm ist sie angenehm leicht.

Panasonic Lumix DMC LX15

Das Display der Lumix lässt sich nicht nur schwenken, sondern bietet auch eine Touch-Bedienung
Foto: Panasonic

Dafür hat die Lumix leider keinen Sucher, das bedeutet, die Motivauswahl findet nur am Touchdisplay statt. Das Gehäuse ist zwar schick und hochwertig, aber nicht besonders grifffest. Dennoch: Ab etwa 530 Euro ist dieses kleine Multitalent zu haben und verdient sich eine Empfehlung von uns.

Canon Powershot G7 X Mark II

Die Powershot G7 hat ein handliches und griffiges Gehäuse sowie ein Objektiv mit vierfach Zoom
Foto: Canon

Canon PowerShot G7 X Mark II

Ein vergleichbares Rundum-Paket liefert Canon mit der PowerShot G7 X Mark II. Der sperrige Name zeigt, dass Canon schon seit Jahren diese Serie aktualisiert und optimiert. In dieser Version gibt es einen 1-Zoll-Bildsensor mit 20,1 Megapixel Auflösung, wobei das Objektiv einen Tick weniger lichtempfindlich ist als bei der Lumix DMC-LX15. Dennoch reicht es zusammen mit dem schnellen Autofokus für eine gute Bildqualität.

Auch hier sorgt ein Bildstabilisator für verwacklungsfreie Aufnahmen. Leider wird kein 4K-Video unterstützt, sondern nur Full HD. Dafür bietet die Canon einen vierfach Zoom, womit sich die Motive etwas stärker „ranholen“ lassen. Die Brennweite beträgt 8,8-36,8 mm (entspricht 24-100 mm Kleinbild-Brennweite).

Canon Powershot G7 X Mark II

Auch bei der Powershot G7 ist das Display schwenkbar
Foto: Canon

Das Touch-Display ist schwenkbar und lässt sich auch für Selfies nach oben heben. Mit einem Gewicht von 319 Gramm liegt die PowerShot auf gleichem Niveau wie die Lumix von Panasonic. Doch auch hier fehlt ein Sucher zur Motivauswahl. Immerhin ist das Gehäuse schön griffig mit einer gummierten Beschichtung. Wer auf 4K-Video verzichten kann, der bekommt ab 500 Euro eine gute Reisekamera.

Sony Alpha 6300

Obwohl die Sony ein kompaktes Gehäuse hat, liegt sie dank dem stark ausgeformten Griff sehr gut in der Hand
Foto: Sony

Sony Alpha 6300

Wer bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und Lust auf ambitionierte Fotografie mit verschiedenen Objektiven hat, der sollte sich eine Systemkamera zulegen. Obwohl sie deutlich kompakter und leichter sind als klassische Spiegelreflex-Kameras, bieten sie eine vergleichbar gute Bildqualität. Der Grund dafür sind dieselben APS-C-Sensoren, die viel Licht aufnehmen können und auch Spiele mit der Schärfentiefe erlauben.

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Die Alpha 6300 von Sony ist ein Paradebeispiel für eine gelungene Systemkamera. Das hochwertige Magnesium-Gehäuse (415 Gramm) ist staub- und wassergeschützt. Obwohl es kompakt ist, liegt es durch einen großen Griff gut in der Hand. Darin wurde ein Sensor mit 24 Megapixel Auflösung verbaut. Obwohl kein Bildstabilisator im Gehäuse steckt, kann man stabilisierte Objektive dazukaufen.

Sony Alpha 6300

Die Alpha 6300 hat zwar ein schwenkbares Display, aber leider keine Touch-Funktion
Foto: Sony

Bei der Bildqualität, dem schnellen Autofokus und der 4K-Video-Aufnahme überzeugt die Alpha 6300. Das Display ist zwar schwenkbar, aber bietet leider keine Touch-Bedienung. Dennoch gehört diese Sony zu den Systemkameras mit dem besten Preisleistungsverhältnis. Das Gehäuse allein gibt es ab etwa 800 Euro, als sogenanntes Kit mit einem 16-50mm Objektiv (entspricht 24-75 mm Kleinbild-Brennweite) für rund 100 Euro mehr. Allerdings sind hochwertige Objektive, die teilweise von Zeiss stammen, relativ teuer.

Fujifilm X-T20

Die Fujifilm X-T20 sieht in ihrem Retro-Look wie eine coole Analog-Kamera aus
Foto: Fujifilm

Fujifilm X-T20

Während viele Hobby-Fotografen bei guten Kameras meistens zuerst an die Marken Nikon und Canon denken, ist Fujifilm eine Art Geheimtipp. Die Japaner haben den Trend zu kompakten, hochwertigen und bezahlbaren Systemkameras für kreative Fotografie schnell erkannt und sich auf diese Sparte fokussiert. Vor allem bei der Bildqualität und der praktischen Bedienung setzt Fujifilm innerhalb der Systemkameras Maßstäbe.

Die X-T20 ist praktisch die Essenz der Fuji-Philosophie: Das kompakte und hochwertige Magnesiumgehäuse (385 Gramm) bietet viele manuelle Einstellräder, damit man schnell die Verschlusszeit, den ISO-Wert und den Aufnahmemodus wechseln kann. Es hat eine grifffeste Gummibeschichtung und liegt gut in der Hand, nur der Haltegriff ist nicht so schön ausgeformt wie bei der Sony.

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Dafür ist das Display nicht nur verstellbar, sondern hat auch eine Touch-Funktion. So lässt sich zum Beispiel der Fokus mit einem Fingerdruck an die richtige Stelle setzen. Auch mit der Fuji lassen sich 4K-Videos aufnehmen, doch wie bei der Sony fehlt ein optischer Verwacklungsschutz. Man sollte deshalb bei Videoaufnahmen ein Objektiv mit Bildstabilisator verwenden.

Fujifilm X-T20

Die vielen Einstellräder dienen nicht nur der Retro-Optik, sondern sind sehr funktional, da man schnell Zugriff auf die wichtigsten Funktionen hat, ohne tief im Menü suchen zu müssen
Foto: Fujifilm

Wer das Maximum an Bildqualität aus der X-T20 mit ihrem 24 Megapixel Sensor rausholen will, der sollte sich ein Objektiv mit Festbrennweite zulegen. Hier bietet Fuji für jeden Geschmack und Geldbeutel das Richtige. Auch wenn die besten Fuji-Objektive zwischen 400 und 1000 Euro kosten, wird man mit erstklassiger Fotoqualität belohnt. Und wer keine Lust hat, alles selbst anzupassen, der kann natürlich den Vollautomatikmodus wählen. Das Gehäuse allein gibt es ab etwa 880 Euro, im Kit mit einem 16-50mm Objektiv (entspricht 24-76 mm Kleinbild-Brennweite) für rund 1000 Euro.