14. September 2026, 15:41 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Während die Welt weiterhin hitzig über die Gefahren von Künstlicher Intelligenz debattiert, schreiten das Unternehmen Particle6 und ihre KI-Kreation Tilly Norwood unbeirrt weiter in Richtung Prominenz. Nächster Schritt auf der digitalen Karriereleiter hin zu realer Relevanz: Talking Tilly, die für einen kurzen Zeitraum der Öffentlichkeit für Gespräche zur Verfügung stehen wird.
Tilly Norwood wird zur Talking Tilly
Das geht aus einer neuen Pressemitteilung von Particle6 hervor, die für die Kreation der KI-Schauspielerin verantwortlich sind. Bislang trat diese nur in Videos auf, um ihre technisch überzeugende Darstellung zu illustrieren – darunter ein kontrovers aufgenommenes Musikvideo. Auch soll ein richtiger Spielfilm mit ihr in der Hauptrolle entstehen.
Bislang konnte die Öffentlichkeit jedoch nicht mit ihr interagieren. Das wird sich jetzt zeitnah ändern. Laut Particle6 können Interessenten im Rahmen eines Tests vom Mittwoch, dem 16. September, ab 13 Uhr bis zum Sonntag, dem 19. September, 9 Uhr mit Tilly Norwood als Talking Tilly auf ihrer eigenen Homepage interagieren.
Dort kann man sich via E-Mail-Adresse für ein Gespräch anmelden. Das Ganze wird als „Tillys Pressetour“ beworben, ganz so wie es bei Hollywood-Stars auch üblich ist, wenn sie ein neues Projekt bewerben.
Das ist nicht erlaubt
Um reine Chat-Gespräche wird es sich nicht handeln, sondern um Interviews von Angesicht zu digitalem Angesicht. Talking Tilly soll ihre Gesprächspartner sehen und auf sie eingehen können und etwa das Alter erraten oder das Outfit bewerten. Es gebe keine Skripte und keine vorgefertigten Antworten.
Konversationen über politische und explizite Themen sowie allzu intime Fragen zu ihrem „Privatleben“ sollen jedoch nicht fruchten. Particle6 betont, dass Tilly Norwood als Talking Tilly nicht schauspielern wird, sondern nur reden soll, da dafür eine andere zugrundeliegende Technik verwendet wird.
Tilly Norwood soll als Talking Tilly etwa 30 Sprachen sprechen können. Auf TECHBOOK‑Nachfrage bestätigte man uns, dass sie auch Deutsch sprechen wird. Nach der Konversation erhalten User einen Videodownload, auch um das Gespräch bei Social Media zu teilen.
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren gestattet und man solle sich möglichst in einem ruhigen Raum aufhalten, nach einer gestellten Frage still bleiben und sich nicht mehr als einen Meter vom Bildschirm entfernen. Videos werden bei Particle6 für 24 Stunden gespeichert, Transkriptionen von allen Gesprächen für 18 Monate.
Wer Interesse an einem Gespräch mit Tilly Norwood als Talking Tilly hat, muss sich entweder kurzfassen oder die Kreditkarte zücken. Nur die ersten zwei Minuten sind kostenfrei, anschließend werden zwei Optionen zur Verlängerung angeboten:
15 Minuten für 15 Euro
30 Minuten für 26 Euro
Während dieser Zeit soll es möglich sein, jederzeit das Gespräch zu unterbrechen und später wieder fortzusetzen.
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