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So emotional war das „The Walking Dead“-Finale

Meinung

„Eine der größten Horror-Serien aller Zeiten ist endlich (!) zu Ende“

The Walking Dead Finale Daryl und Maggie
Nach 11. Staffeln kommt „The Walking“ zu einem würdigen Ende.Foto: Disney+ / AMC

Nach Sage und Schreibe elf Staffeln ist nun das Finale der Zombie-Serie „The Walking Dead“ Geschichte. TECHBOOK-Autorin Marlene Polywka ist zum Ende dann doch nochmal emotional geworden – und trotzdem sehr froh, dass die Serie endlich zu Ende ist.

Die finale Episode von „The Walking Dead“ trägt den sehr passenden Titel „Ruhe in Frieden“. Denn das tut nicht nur die Serie in Zukunft, sondern auch viele ihrer Charaktere – im wahrsten Sinne des Wortes. Zum Ende der Blockbuster-Zombie-Produktion wurde nochmal ordentlich gestorben und sich somit in allen Ehren von der Ensemble-Serie verabschiedet.

Das passiert im Finale von „The Walking Dead“

An dieser Stelle folgt nun die obligatorische Spoiler-Warnung. Wer das Finale noch gänzlich blank sehen möchte, sollte diesen Absatz überspringen.

Über eine Stunde dauerte die finale Episode von „The Walking Dead“. Und das war auch gut so, denn es galt noch einige offene Fragen zu klären. Zentral ist natürlich die Auflösung des Konflikts im Commonwealth. Zum Abschluss einer solchen Serie wollen die Zuschauer außerdem immer gerne wissen, wie die Geschichte für die liebgewonnenen Charaktere genau ausgeht – auch das liefert das Finale mit großer emotionaler Bandbreite. Dazu gibt es nochmal episch viele Zombies, politische Intrigen, familiäres Drama und ein paar traurige Abschiede.

Im Commonwealth gelingt es den üblichen Verdächtigen, die uns nun durch so viele Staffeln begleitet haben, die korrupte Elite zu überführen. Anschließend kann man die Gemeinschaft auch noch erfolgreich gegen einen Zombie-Angriff verteidigen. Nach einem Zeitsprung von einem Jahr sehen wir dann, dass das Commonwealth mit seinen tausenden Überlebenden nun von dem Trio Carol (Melissa McBride), Ezekiel (Khary Payton) und Michael (Michael James Shaw) geführt wird. Aus dem Gefangenenlager Alexandria ist ebenfalls wieder eine florierende Siedlung geworden, genauso wie aus der einst zerstörten Hilltop-Kolonie, an deren Spitze nun Maggie steht.

Wer diesen hoffnungsvollen Ausgang leider nicht mehr erleben kann, sind Jules (Alex Sgambati) – deren Tod leider etwas zu kurz kommt –, Luke (Dan Fogler) und Rosita (Christian Serratos). Alle drei sterben mehr oder weniger direkt an den Folgen des Beißer-Angriffs. Ansonsten haben es doch überraschend viele Figuren lebend bis ans Ende von „The Walking Dead“ geschafft. Und wir sehen sogar nochmal kurzzeitig sowohl Rick (Andrew Lincoln) als auch Michonne (Danai Guira) sowie in einer Montage auch die zahlreichen Verstorbenen vergangener Staffeln.

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Auf persönlicher Ebene konnte außerdem die von Lauren Cohan verkörperte Rolle der Maggie ihren Konflikt mit Negan (Jeffrey Dean Morgan) nicht gänzlich lösen. Zwar bietet sie ihm eine Koexistenz an, stellt aber auch klar, ihm den Mord an ihrem Ehemann nicht zu vergeben. Das teast ebenfalls direkt eines der geplanten Spin-offs an.

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Jede Menge Spin-offs geplant

Tatsächlich sind bisher ganze drei Spin-offs geplant, die auch mehr oder weniger alle ihren Platz im Finale von „The Walking Dead“ finden. Mit „Fear the Walking Dead“ und „The Walking Dead: World Beyond“ gibt es ja außerdem bereits zwei Ableger der Erfolgsserie. „Tales. ofthe Walking Dead“ erschien außerdem 2020, allerdings bisher nicht in Deutschland.

Das wohl prominenteste Spin-off der Zukunft wird wohl das um Rick und Michonne sein. Wie im Finale bereits angedeutet, haben beide Charaktere überlebt. Rick wurde in Staffel 9 von der mysteriösen Civic Republic abtransportiert. Nun befindet sich seine Ehefrau Michonne samt spannender Rüstung auf der Suche nach ihm. Die Serie soll sogar bereits 2023 starten; beide Hauptdarsteller kehren dafür in ihre Rollen zurück.

Und auch Fan-Liebling Daryl bekommt wohl noch eine eigene Serie. Eigentlich sollte darin auch Carol eine wichtige Rolle spielen. Mit ihrem Abschied im „The Walking Dead“-Finale ist das nun aber – auch offiziell bestätigt – erstmal vom Tisch. Der schweigsame Kämpfer begibt sich im Spin-off offenbar nach Frankreich, um den Ursprung des Zombie-Virus zu erforschen. Außerdem will er wohl auch nach Michonne und Rick suchen – vielleicht erwartet uns da also ein Crossover?

Mit Maggie und Negan bekommen, wie bereits erwähnt, zwei weitere Hauptcharaktere einen Ableger. Die Spannung zwischen den beiden, nachdem Negan Maggies Ehemann Glenn (Steven Yeun) ist alles andere als beseitigt, auch wenn sie nun scheinbar in Hilltop zusammen arbeiten. In ihrem Spin-off „The Walking Dead: Dead City“, das ebenfalls 2023 erscheinen soll, verschlägt es die beiden aber offenbar nach New York. Dort wollen sie herausfinden, ob es noch weitere Überlebenden gibt.

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Meinung zum „The Walking Dead“-Finale

TECHBOOK meint

„Wohl kaum eine Serie polarisierte in den vergangenen Jahren so sehr wie „The Walking Dead“. Ehrlicherweise fällt es mir selbst mit jeder Staffel schwerer, eine klare Meinung zu dieser Serie zu formulieren. Es beginnt so großartig, wird dann streckenweise wirklich unerträglich, dann doch wieder gut, dann irgendwie langweilig. Das schlauchte über die Jahre ganz schön und ich muss gestehen, dass mich die Serie auch immer mal wieder verloren hat auf dem Weg. Dass mich das Finale nun emotional doch so packt, hätte ich gar nicht gedacht. Trotz der eigentlich immer gleichen Botschaft (Hoffnungsschimmer am Horizont, vielleicht mehr Überlebende, Zusammenhalt etc.). bringen die Macher viele lose Enden gekonnt zusammen. Gerade deswegen bin ich persönlich wirklich froh, dass „The Walking Dead“ endlich zu Ende ist. Mit diesem Abschluss kann ich gut leben, die Geschichten sind für mich auserzählt. Dass nun die üblichen Verdächtigen noch ihre eigenen Spin-offs bekommen, ist natürlich für die Fans toll, hätte es aber auch nicht wirklich gebraucht. “ – Marlene Polywka, Redakteurin

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