Dieser bekannte Netflix-Film sollte wieder verschwinden
Die Musikerin übt mehrere Monate nach Veröffentlichung deutliche Kritik an ihrer Netflix-Dokumentation Foto: picture alliance / NurPhoto
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TECHBOOK Redaktion
1. September 2026, 8:09 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Shirin David hat mit der Dokumentation „Barbara – Becoming Shirin David“ gerechnet, einen authentischen Einblick in ihr Leben zu liefern. Stattdessen spricht die Rapperin jetzt von einer verfälschten Darstellung ihrer Geschichte.
Fünf Monate nach dem Start der Netflix-Dokumentation „Barbara – Becoming Shirin David“ hat die Rapperin in einer Fragerunde auf Instagram deutliche Kritik an dem Projekt geübt. Aus ihrer Sicht vermittelt die Produktion nicht das Bild, das sie sich von einer authentischen Darstellung ihres Lebens und ihrer Karriere erhofft hatte.
Besonders störe sie die Art, wie ihre Geschichte erzählt werde. Statt Erfolge, Ehrgeiz und den Weg an die Spitze in den Mittelpunkt zu rücken, sei nach ihrer Auffassung eine Erzählung konstruiert worden, die vor allem Belastungen und persönliche Schwierigkeiten hervorhebe. Die Darstellung ihrer Person empfinde sie deshalb als wenig authentisch.
Vorwürfe gegen Netflix
Die Musikerin bezeichnete die Dokumentation als „an den Haaren herbeigezogen“. Ihrer Meinung nach werde bei erfolgreichen Frauen häufig stärker nach Krisen, Problemen und Überforderung gesucht, während männliche Künstler für vergleichbare Leistungen deutlich mehr Anerkennung erhielten.
Nach Informationen der „BILD“ (gehört wie TECHBOOK ebenfalls zu Axel Springer) soll es zudem Kritik daran gegeben haben, welche Inhalte letztlich den Weg in die Dokumentation fanden. Demnach fehlen Szenen wichtiger Karriere-Momente, darunter Aufnahmen von einem „Wetten, dass..?“-Auftritt sowie von ihrem ersten Tour-Konzert in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart. Auch Stimmen aus ihrem beruflichen Umfeld oder der Musikindustrie habe man kaum berücksichtigt.
Keine Kritik am Team
Vom Produktionsteam selbst distanziert sich die Rapperin allerdings ausdrücklich nicht. Nach eigenen Angaben habe sie sich gut mit den Beteiligten verstanden. Die Verantwortung für die inhaltliche Ausrichtung der Doku sieht sie stattdessen beim Regisseur und dem Marketing des Streaming-Anbieters.
Rückblickend bereut die Musikerin, die Kontrolle über den Schnitt abgegeben zu haben. Nach eigenen Angaben gegenüber „Hiphop.de“ war sie mit dem fertigen Film sogar so unzufrieden, dass sie die Dokumentation zurückkaufen wollte. Sie habe angeboten, die entstandenen Kosten zu übernehmen. Netflix soll dies jedoch mit Verweis auf mögliche Auswirkungen auf das Unternehmensimage abgelehnt haben. Statt eines ehrlichen Blicks hinter die Kulissen habe sie „mehr Tiefe, mehr Herkunft und weniger Geheule“ erwartet.
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