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„Squid Game: The Challenge“

Todesspiele aus Netflix-Hit kommen als Reality-Show

Netflix plant Reality-Show Squid Game: The Challenge
Aus Fiktion soll Realität werden – Netflix plant eine Reality-Show zu „Squid Game“.Foto: Noh Juhan | Netflix

„Squid Game“ war bei Netflix ein riesiger Erfolg. Nun möchte der Streaming-Anbieter ein richtiges Franchise aufbauen und hat eine Reality-Show mit dem Titel „Squid Game: The Challenge“ angekündigt.

Die südkoreanische Serie „Squid Game“ ist Netflix‘ bislang größter Erfolg. Grund dafür ist ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus überzeugenden Charakteren, spannenden Hintergrundgeschichten und unerwarteter Brutalität. Hauptperson Gi-hun ist aufgrund seiner Glücksspielsucht hochverschuldet, als er von einer mysteriösen Organisation zu brutalen und, wie sich dann herausstellt, tödlichen Spielen eingeladen wird. Der Sieger bekommt ein saftiges Preisgeld, die Teilnehmer kommen wie Gi-hun aus prekären Verhältnissen. Das Ergebnis dieser Prämisse ist beinahe eine fiktive Feldstudie zum sozialen Verhalten von Menschen als Gruppe. Nachdem gerade erst die 2. Staffel offiziell bestätigt wurde, will der Streaming-Anbieter das Erfolgskonzept nun ausbauen und hat eine Reality-Show angekündigt, die auf den Todesspielen basiert. Teilnehmern von „Squid Game: The Challenge“ winkt ein sattes Preisgeld.

Reality-Show „Squid Game: The Challenge“ offiziell angekündigt

Mit 1,65 Milliarden gestreamten Stunden in den ersten 28 Tagen nach Release ist die erste Staffel von „Squid Game“ die bis dato erfolgreichste Netflix-Produktion aller Zeiten. Mitte Juni 2022 kündigte Netflix nicht nur eine 2. Staffel, sondern auch die Reality-Show „Squid Game: The Challenge“ an. In dem neuen Format sollen ebenfalls 456 Personen um ein Preisgeld kämpfen. Stolze 4,56 Millionen US-Dollar wirft Netflix dafür in den Ring! Das ist laut eigenen Angaben die größte Summe, die es jemals in einem Reality-Format zu gewinnen gab. Das stimmt zwar nicht ganz, bei „X Factor“ gab es schon Verträge im Wert von 5 Millionen US-Dollar, allerdings bekommen die Teilnehmer der geplanten Netflix-Show das Geld direkt. Und so oder so handelt es sich um eine wahnsinnige Summe!

Wann wir mit der Show rechnen können, ist noch nicht bekannt. Es gibt allerdings bereits einen offiziellen Teaser zu „Squid Game: The Challenge“. Bisher sind zehn Folgen geplant – eine mehr als in der fiktiven Serie.

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Wie soll „Squid Game: The Challenge“ funktionieren?

Die entscheidende Frage ist nun natürlich, wie genau das Reality-Format aussehen soll. Im Original gibt es sechs Runden. In jeder Runde müssen sich die Teilnehmer einem anderen Spiel stellen, die an bekannte koreanische Kinderspiele angelehnt sind, bis nur noch einer übrig ist. Das ist in der südkoreanischen Serie wörtlich zu nehmen, endet die Teilnahme doch für die allermeisten Spieler tödlich.

In „Squid Game: The Challenge“ wird natürlich niemand sterben. Wahrscheinlich ist aber, dass sich die Macher sowohl optisch als auch in der Auswahl der Spiele am Original orientiert werden. Das legt auch der Teaser nahe. Darin ist vom „größten Risiko“ die Rede. Netflix scheint also Spektakuläres zu planen und ruft auch direkt zu einem großen Casting auf. Die Anmeldung ist global und nicht auf englischsprachige Länder beschränkt, allerdings ist es Voraussetzung, die englische Sprache zu können und mindestens 21 Jahre alt zu sein.

Ganz neu ist die Idee, die Spiele in die Realität zu übertragen, übrigens nicht. So gibt es etwa auf YouTube bereits einige vergleichbare Formate, die aber natürlich eher als Spaßveranstaltung gedacht sind. Das bekannteste ist sicher das von YouTuber MrBeast, das bereits über 250 Millionen Aufrufe hat (Stand Juni 2022).

Auch interessant: Alle Infos zu „Squid Game“ Staffel 2

Die originalen „Squid Game“-Spiele

Sollte man sich in „Squid Game: The Challenge“ an den Spielen der fiktiven Serie orientieren, besteht in erster Linie die Schwierigkeit, dass die Spieler bereits um die Besonderheiten der Games wüssten. Etwa in Runde 2 könnten sie dann einfachere Formen wählen oder sich beim Tauziehen zu besonders starken Gruppen formieren. Ein Reiz des Originals ist unter anderem, dass niemand weiß, welche im Vorfeld getroffene Wahl sich vorteilhaft auswirken könnte.

Das sind die Spiele in der 1. Staffel von „Squid Game“:

  • 1. Runde – Rotes Licht, grünes Licht: Das wahrscheinlich ikonischste Spiel aus der Serie ist „Rotes Licht, grünes Licht“. Innerhalb von fünf Minuten müssen die Teilnehmer einen Raum durchqueren. Dabei dürfen sie sich nur bewegen, wenn das Licht grün ist beziehungsweise als solches angesagt wird. Ist das Licht rot, müssen alle still stehen.
  • 2. Runde – die Zuckerwaben: Die Spieler können aus vier Formen – Dreieck, Kreis, Stern und Regenschirm – wählen und müssen diese Form anschließend aus einer Zuckerplatte herausstanzen. Zerbricht die Platte oder bricht auch nur ein Stück der Form ab, ist das Spiel für die Person vorbei.
  • 3. Runde – Tauziehen: Mehrere Teams treten im Tauziehen gegeneinander an.
  • 4. Runde – das Murmelspiel: Jeweils zwei Spieler müssen nun gegeneinander antreten und dem jeweils anderen innerhalb von 30 Minuten dessen Murmeln abnehmen.
  • 5. Runde – das Trittsteinspiel: Im Vorfeld muss sich jeder Spieler eine Zahl bis zur Höhe der verbliebenen Teilnehmer aussuchen. In der gewählten Reihenfolge muss eine Treppe erklommen werden, von der einige Stufen allerdings nicht tragend sind. Auch hier gibt es ein Zeitlimit in der Serie.
  • 6. Runde – das Tintenfischspiel: Die verbliebenen Teilnehmer müssen nun im Kampf auf einem Spielfeld in Form eines Tintenfischs gegeneinander antreten, wobei zwischen Angreifer und Verteidiger unterschieden wird. Der/die Angreifer muss über den Körper des Tintenfischs dessen Kopf erreichen, der/die Verteidiger muss das verhindern.

Teils heftige Kritik an der Reality-Show

Die Ankündigung sorgte für ein breites mediales Echo. Während viele direkt fragen, wie sie sich für „Squid Game: The Challenge“ anmelden können, gibt es auch deutliche Kritik. Der Hauptpunkt: Die Reality-Show widerspreche der Kernaussage des Originals. Diese sei nämlich, so auch von Schöpfer Dong-hyuk Hwang vorgesehen, als Gesellschafts- und vor allem Kapitalismuskritik zu verstehen. Das Ganze nun als reguläres Spiel zu veranstalten, untergrabe den Grundgedanken. Viele machen ihrem Ärger in den sozialen Netzwerken Luft:

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Viele finden auch einfach die Idee nicht gut, ein derart brutales und blutiges Original nun als Reality-Format zu produzieren. Wie genau „Squid Game: The Challenge“ aussehen soll und ob diese Kritik am Ende berechtigt ist, muss sich zeigen. Bisher sind noch keine weiteren Infos bekannt, TECHBOOK hält Sie zur geplanten Reality-Show auf dem Laufenden.

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