22. Oktober 2025, 11:54 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Originäre Stoffe haben es in der Film- und Serienlandschaft so schwer wie noch nie. Um ein möglichst großes Publikum zu erreichen, setzen Filmstudios wie Streaming-Dienste immer stärker auf etablierte Marken aus verschiedenen Bereichen, um sie für die große Leinwand oder die kleinen Bildschirme zu adaptieren. Comic- oder Videospielverfilmungen sind bereits gang und gäbe. Mit „Die Siedler von Catan“ setzt Netflix nun auch auf ein Brettspiel.
Netflix mit umfassenden Plänen für „Die Siedler von Catan“
Wie unter anderem das US-Branchenmagazin „Variety“ berichtet, hat sich Netflix umfassende Rechte an „Die Siedler von Catan“ gesichert. Im Zuge dessen soll der Streaming-Gigant bereits mehrere Projekte in Entwicklung haben.
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Stand jetzt sind die Pläne vielfältig und umfangreich: Wie es heißt, sollen bei Netflix zu „Die Siedler von Catan“ Filme als auch Serien entstehen. Speziell für Serien und fürs Fernsehen fasst man außerdem sowohl fiktionale („scripted“) als auch nicht-fiktionale („unscripted“) Formate ins Auge. Zudem sind Projekte in Realfilm- oder Animationsform angedacht.
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Spieleschmiede Asmodee mit an Bord
Erste Personalien in Form der Produzentenriege sind bereits bekannt. Unter anderem werden Darren Kyman des Spielverlages Asmodee, Pete Fenlon der Catan Studios (gehört ebenfalls zu Asmodee) und die Brüder Guido und Benjamin Teuber alle Projekte produzieren. Letztere zwei sind übrigens die Söhne von Klaus Teuber – dem Schöpfer von „Die Siedler von Catan“.
Das Spiel erschien ursprünglich 1995 und hat sich seitdem zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Brettspiele überhaupt entwickelt. Mehr als 45 Millionen Einheiten wurden weltweit verkauft, zudem wurde „Catan“ in mehr als 40 Sprachen übersetzt.
Worum könnte es in „Die Siedler von Catan“ bei Netflix gehen?
Inhaltliche Details sind aktuell noch Mangelware. Auch dürften sich einige jetzt fragen, worum es überhaupt gehen könnte. Hinweise könnte aber der historische Roman „Die Siedler von Catan“ von Rebecca Gablé aus dem Jahre 2003 liefern, der auf dem Spiel basiert und den Klaus Teuber selbst angestoßen hatte.
Darin geht es zur Wikingerzeit um eine fiktive Dorfgemeinschaft, die nach einem Hungerwinter und einem Überfall durch Invasoren beschließt, nach einer Insel zu suchen, wo alles besser sein soll. Nach einigen Stürmen landen sie dann auf der sagenumwobenen Insel Catan, die der Gott Odin selbst erschaffen haben soll. Zunächst läuft es für die Menschen gut. Doch dann bricht ein Machtkampf aus, der aus Freunden Feinde macht und die Gemeinde in Lager aufspaltet.
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Bestätigt ist bislang nichts, aber es ist naheliegend, dass sich Netflix für die eigenen „Die Siedler von Catan“-Adaptionen davon inspirieren lassen wird. Darüber hinaus ist nichts bekannt. Auch dürfte interessant werden, was man sich für die nicht-fiktionalen-Formate ausdenken wird. Eine Doku-Reihe über das Spiel selbst ist vorstellbar. Oder eine Reality-Show, in der Teilnehmer wie im Spiel auf einer Insel überleben und Ressourcen untereinander handeln müssen.
Auch ist denkbar, dass im Laufe der Zeit, mehrere der jetzt geplanten Projekte wieder eingestellt werden.