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„Game of Thrones“-Prequel

Alle Infos zu „House of the Dragon“ – Kritik an „zu vielen Sexszenen“

House of the Dragons
„House of the Dragon“ tritt in die großen „Game of Thrones“-FußstapfenFoto: HBO/Ollie Upton

Mit „House of the Dragon” kommt 2022 das langersehnte Spin-off zur Erfolgsserie „Game of Thrones“. Doch wann genau erscheint die Serie, um was geht es und wer spielt mit?

„Game of Thrones“ ist sicherlich sehr vielen ein Begriff – auch denen, die nicht unbedingt Serien- oder Fantasy-Fans sind. Fraglos handelt es sich um eine der erfolgreichsten Serien aller Zeiten. Bei Einschaltquoten, Streaming-Zahlen, Preisen und auch sonst führte der Weg jahrelang nur über das Fantasy-Epos von HBO Max. Das Finale lief im Mai 2019 und erhitzte die Gemüter; viele waren etwas enttäuscht, wie die Westeros-Reise letztlich zu Ende ging.

Umso größer war die Freude, als ein Spin-off angekündigt wurde. Stoff dafür gibt es schließlich reichlich in der erzählten Welt, die auf George R.R. Martins Buchreihe basiert. TECHBOOK listet alle bekannten Infos über das Projekt „House of the Dragon“.

Wann soll „House of the Dragon“ erscheinen?

Nachdem lange Zeit nur eine vage Jahreszahl bekannt war, kündigte HBO im März 2022 endlich an, wann wir mit der neuen Serie rechnen können. Am 21. August 2022 soll demnach „House of the Dragon“ in den USA an den Start gehen.

Deutsche Fans müssen sich aber auch nicht viel länger gedulden. Noch in derselben Nacht vom 21. Auf den 22. August 2022 soll die Serie auch hierzulande starten. Wie schon die ursprüngliche HBO-Serie soll auch das Spin-off über Sky laufen und wird dementsprechend via Sky Q und WOW zu sehen sein. Um 20:15 Uhr zur Primetime am 22.08. läuft sie dann auch auf Sky Atlantic. Geplant sind erst einmal zehn Folgen in einer Staffel.

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Damit tritt „House of the Dragon“ direkt gegen einen anderen Fantasy-Blockbuster im Serienbereich an. Im September 2022 startet nämlich auch die „Der Herr der Ringe“-Serie von Amazon. Es wird also aller Voraussicht nach ein bombastisches Serienjahr!

Darum geht es in „House of the Dragon“

Bereits 2018 wurde ein „Game of Thrones“-Spin-off angekündigt, 2019 begannen die Dreharbeiten. Damals sickerte durch, dass die Serie tausende Jahre vor den Ereignissen in GoT spielen. Zentrum der Handlung wäre dementsprechend der Konflikt zwischen den Kindern des Waldes und den ersten Weißen Wanderern gewesen. Über eine Pilotfolge ging die Produktion jedoch nie hinaus.

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Zur Veröffentlichung schafft es jetzt dafür „House of the Dragon“ und wie der Titel schon verrät, geht es im Spin-off um Drachen. Und keines der großen Häuser von Westeros ist näher mit den majestätischen, fliegenden Biestern verbandelt als die Targaryens. In GoT lernen wir nur noch Daenerys, (ganz kurz) ihren Bruder Viserys (bevor er mit geschmolzenem Gold überzogen wird) und den alten Aemon kennen. Um Jon Schnees Stammbaum soll es an dieser Stelle mal nicht gehen.

„House of the Dragon“ soll nun circa 300 Jahre vor den Ereignissen der Hauptserie spielen und stellt somit ein Prequel dar. Aufstieg und Niedergang der Targaryens sollen dabei im Fokus stehen. Konkret bezieht sich die Serie wohl auf den sogenannten Tanz der Drachen. Demzugrunde liegt der Roman „Feuer und Blut (Band 1): Aufstieg und Fall des Hauses Targaryen“ sowie zwei Kurzgeschichten von George R.R. Martin.

House of the Dragon: Matt Smith als Daemon Targaryen
Matt Smith als Daemon Targaryen.Foto: HBO/Ollie Upton

Die Geschichte des Hauses hat viel zu bieten: Von der Eroberung Westeros‘ durch Aegon bis hin zur Rebellion unter Robert Baratheon. In der Prequel-Serie geht es aber wohl hauptsächlich um den Kampf zwischen den Halbgeschwistern Rhaenyra und Aegon II. um den Thron der sieben Königslande eine Rolle zu spielen.

Kritik wegen „zu vieler Sexszenen“

Neben den üblichen Kritiken im Vorfeld einer solchen Mega-Produktionen, sticht eine ganz besonders hervor. Zum einen wegen der Person, die sie äußert, kommt sie doch direkt von Hauptdarsteller Matt Smith. Zum anderen wegen ihres Inhalts. Der Schauspieler sagte in einem großen Interview im Rolling Stone:

„Man fragt sich immer wieder: ‚Brauchen wir noch eine Sexszene?‘ Und sie sagen: ‚Ja, das tun wir.‘ Ich denke, man muss sich fragen: ,Was machst du? Repräsentierst du die Bücher oder verwässerst du die Bücher, um die Zeit darzustellen [in der wir leben]?‘ Und ich denke, es ist tatsächlich ihre Aufgabe, die Bücher wahrheitsgemäß und ehrlich so darzustellen, wie sie geschrieben wurden.“

Matt Smith, Rolling Stone

Für seinen Geschmack habe seine Rolle ein paar Sexszenen zu viel, sagte Smith weiter. Diese Kritik ist nicht neu; die Mutterserie „Game of Thrones“ sah sich stets mit dem Vorwurf von zu viel Nacktheit sowie sexueller Gewalt konfrontiert. Darsteller wie etwa Emilia Clark, die in GoT die Targaryen-Nachfahrin Daenarys spielt, äußerten wiederholt, dass sie sich mit der Darstellung nicht wohlfühlen würden.

Deswegen hatte HBO eigentlich angekündigt, dass es in „House of the Dragon“ weniger Nacktheit und Sex geben solle. Aber so ganz wollen die Macher dann scheinbar doch nicht auf altbewährte Erfolgsmittel verzichten. Die Begründung dürfte dieselbe sein, wie schon bei GoT: Authentizität. So sagte etwa Showrunner Miguel Sapochnik gegenüber dem Hollywood Reporter, dass „House of the Dragon“ zwar im Vergleich weniger Sex zeigen, dafür aber weiterhin sexuelle Gewalt explizit darstellen wolle. Die zugrunde liegenden Bücher würden sich an den realen Gegebenheiten des Mittelalters orientieren, argumentiert Sapochnik, deswegen seien Sex und sexuelle Gewalt ein wichtiger Teil der Erzählung. Kritische Stimmen setzen dem entgegen, dass es sich nichtsdestotrotz um Fantasy-Stoff handeln würde, der in seiner ganzen Konstruktion keinesfalls realhistorische Ansprüche habe.

Bilder und Trailer zur Serie

Inzwischen hat HBO einige Bilder zur Serie veröffentlicht. Ein erster Teaser stellte das Setting und den Cast vor.

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Im Mai gab es dann einen längeren Trailer zu sehen. Beeindruckende Bilder zeigen neue Schauplätze, sogar einen Drachen. Nacheinander schwören die uns bekannten großen Häuser von Westeros, darunter auch die Starks, Velaryons und Baratheons, dem neuen König die Treue. Der Konflikt um Kronprinzessin Rhaenyra wird ebenfalls bereits dargestellt, die die erste Frau auf dem Thron werden könnte.

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Im Juli 2022 gab es dann nochmal einen Trailer – mit 148 Sekunden den bisher längsten. Diesmal sind deutlich mehr Locations in Westeros zu sehen. Außerdem wird der ganze Konflikt um den Eisernen Thron mit allen Beteiligten deutlich herausgearbeitet. Während König Viserys I. (Paddy Considine) von einer friedlichen Machtübernahme träumt, in der seine Familie vereint ist, sieht die Realität ganz anders aus. Rhaenyra (Emma D’Arcy/Milly Alcock), die erstgeborene Tochter des Königs, Daemon (Matt Smith) und Aegon Targaryen (Tom Glynn-Carney) vertreten nämlich alle ihren Anspruch auf die Herrschaft. Jede Menge klirrender Schwerter und brüllender Drachen im Trailer geben uns einen Eindruck von den daraus resultierenden Schlachten in „House of the Dragon“.

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Die Drachen in der neuen „GoT“-Serie

Während sie in den Trailers bereits in Aktion zu bestaunen sind, so sind sie auch auf dem Ende Juni veröffentlichten Bildmaterial prominent in Szene gesetzt. Die Rede ist von den beeindruckenden Drachen. Im Trailer hört man bereits Matt Smith aka Prinz Daemon: „Götter, Könige, Feuer und Blut. Träume machten uns nicht zu Königen, es waren die Drachen.“ In „Game of Thrones“ gibt es nur noch die drei Drachen, die aus Daenenrys‘ Eiern schlüpfen: Drogon, Rhaegar und Viserion. In „House of the Dragon“ wird es wohl deutlich mehr von den feuerspeienden Flugwesen geben.

Daemons Drache etwa heißt Caraxes und soll seinem Herren charakterlich ähneln sowie eine tragenden Rolle in der Serie spielen. Auch George R.R. Martin, der eng mit den Produzenten zusammenarbeitet, verspricht den Zuschauern jede Menge Drachenpower. So wissen wir etwa, dass auch Rhaenys Velaryon, die „Königin der Herzen“, eine Drachenreiterin war; ihr Drache hieß Meleys. Auch Protagonistin Rhaenyra ritt einen Drachen namens Syrax, gleiches gilt für ihren Halbbruder und erbittertsten Feind Aemon. Dessen Drache heißt Sonnfeuer und könnte, wenn sich die Serie an die Bücher hält, ebenfalls eine entscheidende Rolle im Bürgerkrieg spielen.

Neben den genannten vier Drachen dürfte es aber auch noch zahlreiche weitere in „House of the Dragon“ geben.

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Blick hinter die Kulissen

Kurz vor dem Start der Serie veröffentlichte HBO ein über dreiminütiges Video. Zu sehen – und vor allem hören – ist ein überaus interessanter Blick hinter die Kulissen von „House of the Dragon“. Serienschöpfer Ryan J. Condal sagt etwa, dass er bei dem Spin-off mit dem größten Set, den größten Locations und der größten Crew seiner Karriere zusammengearbeitet hätte. Vor allem aber wird nochmals betont, dass auch der Autor der Bücher Georg R. R. Martin, eng in die Produktion eingebunden ist. Außerdem bekommen wir noch ein paar neue Szenen und Bilder zu sehen.

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Der Cast von „House of the Dragon“

Die bekannten GoT-Gesichter kehren selbstverständlich nicht zurück, da ihre Charaktere alle noch lange nicht geboren sind. Wir wissen aber trotzdem bereits einiges über den „House of the Dragon“-Cast:

  • Paddy Considine als König Viserys I.
  • Emma D’Arcy als Rhaenyra Targaryen – Viserys‘ Erstgeborene
  • Matt Smith als Daemon Targaryen – Viserys‘ jüngerer Bruder, Rhaenyras Onkel und Ehemann
  • Olivia Cooke als Alicent Hightower – Rhaenyras Stiefmutter, Viserys’ neue Frau und Mutter von Aegon II.
  • Tom Glynn-Carney als Aegon Targaryen – Sohn von Viserys und Alicent, Halbbruder von Rhaenyra
  • Sonoya Mizuno als Mysaria – Sklavin und Daemons Vertraute
  • Fabien Frankel als Criston Cole – Ritter aus Dorne, stammt aus einer bürgerlichen Familie
  • Rhys Ifans als Otto Hightower – Alicents Vater und Hand des Königs
  • Steve Toussaint als Corlys Velaryon – berühmter Seefahrer, bekannt als „Die Seeschlange“, besitzt die größte Schiffsflotte
  • Eve Best als Rhaenys Velaryon – Corlys‘ Frau und gebürtige Targaryen, Cousine von Viserys und Daemon
  • Milly Alcock als junge Rhaenyra
  • Emily Carey als junge Alicent
House of the Dragon: Emma D'Arcy als Rhaenyra Targaryen
Emma D’Arcy als Rhaenyra TargaryenFoto: HBO/Ollie Upton

Das Konzept der Serie wurde von George R.R. Martin persönlich in Zusammenarbeit mit Ryan Condal entwickelt. Als Showrunner kommt unter anderem Miguel Sapochnik zurück, der bereits große GoT-Folgen wie „Die Schlacht der Bastarde“ inszenierte.

Quelle

  • HBO
  • Rolling Stone („Matt Smith: from Time Lord to Targaryen prince“, abgerufen am 8.8.2022)
  • The Hollywood Reporter („Inside ‘House of the Dragon’ Part 2: “It’s a Powerful, Dark, Shakespearean Tragedy”, abgerufen am 9.8.2022)

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