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Die Ringe der Macht

Amazons „Herr der Ringe“-Serie startet – das sollte man vorher wissen

Schriftzug Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht zu Amazons Serie
Amazons eigene „Herr der Ringe“-Serie hat großes Blockbuster-Potenzial.Foto: Amazon

Kaum eine Serie der vergangenen Jahre wird so sehnlich erwartet wie „Die Ringe der Macht“ von Prime Video. TECHBOOK hat alles Wissenswerte über Amazons „Herr der Ringe“-Serie zusammengetragen.

J.R.R. Tolkiens Fantasywelt war prägend für das gesamte Genre und nimmt bis heute einen einmaligen Platz im Herzen vieler Fans ein. Peter Jacksons erfolgreiche „Der Herr der Ringe“-Filmtrilogie, die zu Beginn der 2000er Jahre erschien, zementierte diesen Status. Als Amazon dann 2017 bekannt gab, die weltweiten Fernsehrechte an Tolkiens Werk erworben zu haben und eine Serie zu planen, brodelte die Gerüchteküche umgehend. Nun steht der Start unmittelbar bevor und obwohl inzwischen einiges Bildmaterial veröffentlicht ist, sind die Informationen über den endgültigen Inhalt immer noch erstaunlich dünn. TECHBOOK gibt einen Überblick zur „Ringe der Macht“-Serie.

Zuallererst – das sollte man vor dem Start von „Die Ringe der Macht“ wissen

Die bisher veröffentlichten Einblicke und auch der Mittelerde-Stoff an sich versprechen Großes. Da außerdem bereits mehrere Staffeln geplant sind, geht mit der „Herr der Ringe“-Serie von Amazon möglicherweise das nächste große Fantasy-Epos an den Start. Auch, wenn ein Vergleich nicht unbedingt angebracht ist, so dürfte die Hoffnung der Macher natürlich sein, einen ähnlichen Hype auszulösen wie seinerzeit „Game of Thrones“. Doch gerade bei dieser großen Fantasy-Serie fiel vielen der Einstieg nicht leicht. Direkt zu Beginn wurden viele Charaktere und ein kompliziertes Beziehungsgeflecht eingeführt. Damit es Ihnen bei „Die Ringe der Macht“ nicht so geht, beantworten wir gleich vorweg einige wichtige grundlegende Fragen. Wer tiefer eintauchen möchte, findet weiter hinten im Artikel ausführliche Informationen zur Produktion, den mythischen Hintergründen von Tolkiens Welt und vieles mehr.

Ab wann kann man die Serie wo sehen?

Es handelt sich um eine Eigenproduktion von Amazon, weswegen die Serie beim hauseigenen Streaming-Dienst Prime Video zu streamen sein wird. Ab Freitag, den 2. September 2022, um 3 Uhr morgens, stehen direkt die ersten beiden Folgen zur Verfügung. Ab dann veröffentlicht Amazon im Wochentakt eine neue Folge; jeden Freitag um 6 Uhr morgens.

Kommt die Serie auch zu anderen Streaming-Anbietern?

Sehr wahrscheinlich nicht, da das bei solch prestigeträchtigen Eigenproduktionen nicht üblich ist.

Welche Figuren kennt man schon aus Filmen und Büchern?

Die Handlung von „Die Ringe der Macht“ spielt lange vor den Ereignissen in „Der Herr der Ringe“ und der Zerstörung des Einen Rings in den Feuern des Schicksalsberges. Um genau zu sein, liegen dazwischen ungefähr 1000 Jahre. Dank der Langlebigkeit der Elben und einigen Rückblenden in den bisher erschienen Inhalten kennen wir aber vier Personen aus der Serie bereits. Allen voran die Elben Galadriel (Morfydd Clark) und Elrond (Robert Aramayo), die zu den wichtigsten Figuren gehören. Außerdem werden wir einem jungen Isildur (Maxim Baldry) begegnen; der spätere König des Menschenreichs Gondor spielt in der Schlacht des Letzten Bündnisses eine entscheidende Rolle. Diese Schlacht sehen wir unter anderem in den „Herr der Ringe“-Filmen als Rückblende. In der Serie werden diese drei Charaktere aber deutlich jünger und dementsprechend mit anderen Schauspielern besetzt sein, als in den Filmen. Und auch Bösewicht Sauron wird wohl in der einen oder anderen Form in der Serie zu sehen sein.

Um was geht es in „Die Ringe der Macht“ genau?

Die Serie liefert die Vorgeschichte zu „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“. Wie schon in J.R.R. Tolkiens Werken dreht sich dabei alles um den/die titelgebenden Ring/e. In „Die Ringe der Macht“ haben Elben und Menschen gerade erst gemeinsam Morgoth besiegt. Dieser Oberbösewicht ist eine wichtige Gestalt in der Mythologie und Geschichte Mittelerdes. Eigentlich handelt es sich bei ihm einen sogenannten Ainur; diese Wesen wurden direkt vom transzendenten Schöpfergeist Ilúvatar geschaffen und bevölkerten den Kontinent als erstes. Morgoth (damals noch Melkor) rief sich dann allerdings zum Alleinherrscher Mittelerdes aus, was zum großen Krieg des Ersten Zeitalters führte.

Sauron, der Antagonist in „Der Herr der Ringe“ und „Die Ringe der Macht“ ist eigentlich Maorgoths Heerführer und Rechte Hand. Nach dem Sieg der Elben und Menschen entkam er jedoch und erstarkt nun im Verborgenen. Die Serie zeigt dann das Schmieden der mächtigen Ringe, die Sauron für sich ausnutzt. Ob und wie der Bösewicht dann in der Produktion zu sehen ist – möglicherweise erst in späteren Staffeln – ist allerdings noch nicht bekannt.

Sollte man die Filme gesehen und/oder die Bücher gelesen haben?

„Die Ringe der Macht“ basiert, anders als die bisher erschienenen Kinofilme von Peter Jackson, nicht auf einer konkreten Buchvorlage. J.R.R. Tolkien veröffentlichte zu Lebzeiten „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“, die bereits mit Informationen über seine erzählte Welt gespickt sind. Sein Sohn Christopher fasste nach dem Tod seines Vaters dessen Notizen zu Mittelerde in mehreren Büchern zusammen. Amazons Serie basiert lose auf dieser Mythologie.

Es ist also nicht unbedingt nötig, die Bücher zu lesen, es schadet aber auch nicht, sich mit den Gegebenheiten und Völkern schon im Vorfeld etwas zu beschäftigen. Gleiches gilt für die Filme; gerade die ältere Trilogie ist ohnehin sehenswert. Voraussetzung für die Serie sind sie aber nicht, da die Handlung ohnehin deutlich später in der Chronologie angesiedelt ist.

Lange galt höchste Geheimhaltung

Wie bereits erwähnt, hat Amazon sein Bestes gegeben, um keinerlei ungewollte Informationen über die Serienproduktion nach außen dringen zu lassen. Von offizieller Seite gibt es inzwischen einen Teil des Casts mit Rollenbezeichnungen und eine vage Inhaltsangabe auf den eigenen Kanälen. Seit dem ersten Teaser im Februar 2022 veröffentlicht Amazon nun aber Stück für Stück neue Infos, darunter diverse Charakterposter und Szenebilder.

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Die Drehorte oblagen ebenfalls höchster Geheimhaltung. Die erste Staffel wurde in erster Linie wie auch die Filmtrilogie in Neuseeland gedreht. Um Schaulustige fernzuhalten, wurden unter anderem Fake-Teams durchs Land geschickt, um falsche Spuren zu legen. Die Autoren arbeiteten zudem in geschützten Anlagen. Laut Amazon-Studios-Chefin Jennifer Salke seien die Fenster mit Klebeband verschlossen und der Zugang nur per Fingerabdruck möglich gewesen. Dass bei Produktionen dieser Größenordnung solche Maßnahmen ergriffen werden, ist zwar an sich nichts Ungewöhnliches. Amazon fuhr diese Taktik allerdings bisher so erfolgreich, dass es vergleichsweise wenige Infos an die Öffentlichkeit geschafft haben.

Auch interessant: Diese Serien und Filme kommen diesen Monat neu zu Amazon Prime Video

Wann erscheint „Herr der Ringe“-Serie bei Amazon?

Was in jedem Fall feststeht und von Amazon öffentlich kommuniziert wurde, ist das Erscheinungsdatum. Nachdem die Dreharbeiten im Sommer 2021 endeten, steht nun der 02. September 2022 als Termin für die erste Staffel. Außerdem wissen wir, dass die erste Staffel den Titel „Die Ringe der Macht“ tragen wird.

2022 kommt die erste Staffel, eine zweite ist aber bereits in Auftrag gegeben. Insider berichten von fünf geplanten Staffeln; für alle soll es bereits ein Konzept geben. Dabei wird die erste Staffel aller Voraussicht nach acht Episoden umfassen, womit sie im aktuellen Trend großer Blockbuster-Serien liegen würde.

Außerdem ist inzwischen beinahe sicher, dass am 02. September zunächst die ersten beiden Folgen veröffentlicht werden, die allerdings jeweils so lang wie ein Spielfilm sein sollen. Alle weiteren Folgen erscheinen dann im Wochentakt – eine Taktik, die sich ebenfalls bereits bei der Konkurrenz bewährt hat.

Die Handlung von Amazons „Herr der Ringe“-Serie

Bisher wurden bereits die beiden beziehungsweise vier Romane Tolkiens verfilmt. Peter Jacksons Filme bilden die Handlung der „Der Herr der Ringe“-Bücher ab, die neueren drei Filme (2012–2014) beziehen sich auf das zuerst erschienene Buch „Der Hobbit“, das gleichzeitig auch die Vorgeschichte erzählt. Amazons Serie will nun noch deutlich früher ansetzen und sich somit auf weitere Literatur Tolkiens stützen, der unter anderem mit weiteren Erzählungen eine der detailliertesten Fantasy-Welten überhaupt entwarf, die sicherlich noch Stoff für viele weitere Blockbuster-Projekte hergeben würde.

Mittelerde-Karte von Amazon

Schon 2019 gaben Mittelerde-Karten, die auf dem Twitter-Account der Serie zu sehen sind, erste Hinweise. Auf ihnen ist unter anderem ganz Arda (die komplette erzählte Welt) inklusive der Insel Númenor und nicht nur der Kontinent zu sehen

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Inhaltsangabe von Amazon

In Amazons eigener Inhaltsangabe ist vom 2. Zeitalter (gegebenenfalls noch vom Ende des 1. Zeitalters) die Rede. Zum Verständnis: „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ spielen im 3. Zeitalter und somit ungefähr 3000 Jahre später. Zeitlich werden die Ereignisse des 2. Zeitalters dann aber in der Serie wohl deutlich gestrafft, dauert doch auch dieser Abschnitt eigentlich mehrere tausend Jahre. Laut TheOneRing.net soll die Amazon-Serie unter anderem Aufstieg und Fall des Inselkönigreichs Númenor und das Erstarken einer bösen Macht, höchstwahrscheinlich Sauron, zeigen. Amazon bestätigte das per Retweet und inzwischen gibt es eine offizielle Inhaltsangabe. Richtig tief lässt Amazon mit dieser aber immer noch nicht blicken:

„Beginnend in einer Zeit des relativen Friedens folgen wir verschiedenen Charakteren, die sich dem Wiedererstarken des Bösen in Mittelerde stellen. Von den dunkelsten Tiefen des Nebelgebirges über die majestätischen Wälder Lindons und dem Inselreich Númenor bis hin zu den entlegensten Winkeln der Karte werden diese Königreiche und Charaktere ein Vermächtnis hinterlassen, das noch lange weiterlebt.“

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Númenor als Schauplatz würde enorm viele Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Die Insel wurde größtenteils von Menschen beherrscht und die königliche Linie von Elronds Bruder Elros, der sich für ein sterbliches Leben entschied, begründet. Im Übrigen kommen auch Aragorns Vorfahren von dort, was auch der Grund für ihre enorme Langlebigkeit ist.

Erste Teaser-Trailer

Der im Februar veröffentlichte erste Teaser verrät recht wenig, gibt aber einen guten Einblick in den Look der Serie. Unter anderem sehen wir gleich zu Beginn einen Hafen, vermutlich auf der Insel Númenor (möglicherweise Rómenna?). Außerdem sehen wir erstmals die Harfüße, einen hobbitähnlichen Nomadenstamm. Für Furore sorgten aber vor allem die Bilder von Morfydd Clark als junge Galadriel. In den Filmen wird die ikonische Rolle der Elbin von Cate Blanchett verkörpert. In der Serie bekommen wir aber eine jüngere und vor allem kämpferischere Galadriel zu sehen, die Kommandantin der Nordarmeen ist.

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Inzwischen gibt es sowohl einen zweiten Teaser für Prime-Abonnenten, als auch einen richtigen Trailer. Letzteren veröffentlichte Amazon am 14. Juli. Der zuerst veröffentlichte Teaser stellt den mysteriösen Meteroiten in den Mittelpunkt, der bereits im ersten zu sehen war. Beobachtet wird sein Flug von einigen bereits vorher bekannten Figuren. Erstmals zu sehen sind aber auch einige Ents.

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Der erste richtige Trailer erzählt nun auch einiges mehr über die Geschichte von „Die Ringe der Macht“. Unter anderem hören wir ein Gespräch zwischen Galadriel und Elrond, den wohl bekanntesten Namen der Serie. Elrond fordert Galadriel auf, ihr Schwert endlich aufzugeben, nachdem sie lange gekämpft habe. Nur mag die Elbin nicht recht an den Frieden glauben: „Der Feind ist noch da draußen. Die Frage ist nur wo.“ Dazu gibt es jede Menge sehenswerter Bilder verschiedenster Königreiche und Charaktere.

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„Die Ringe der Macht“ auf dem Empire-Cover

Nach der Veröffentlichung des ersten Teasers wurde es erst wieder sehr ruhig um das Projekt. Anfang Juni lieferte dann überraschend das Magazin Empire neue Einblicke. Neben der erst im Juli erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift ist vor allem das Cover interessant. In den sozialen Netzwerken bekommen wir nämlich gleich drei davon zu sehen!

Das erste Cover zeigt Morfydd Clark als junge Galadriel, sodass wir endlich ein noch besseres Bild von der Elbin haben.

Cover Nummer zwei ist fast noch spannender, sehen wir doch ein vielversprechendes Bild des Zwergenreiches und seiner Herrscher.

Die dritte Version zeigt hingegen, wie die Hobbit-Vorfahren aussehen werden. Fast noch interessanter für „Herr der Ringe“-Fans dürfte aber die angehängte Konzeptzeichnung eines Schneetrolls sein. Bisher waren die Wesen nämlich noch nie in einem der Filme zu sehen. Da im Teaser bereits Galadriel an einem schneebedeckten Berg zu sehen war, könnte es zu einer Begegnung mit den seltenen Kreaturen kommen.

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Die Völker in der „Herr der Ringe“-Serie von Amazon

Mittelerde ist für seinen vielen verschiedenen Völker bekannt, genau wie Tolkien dafür, ebendiese mit detaillierten Traditionen und Historien auszustatten. Und obwohl Amazon nach wie vor an seiner Geheimhaltungsstrategie festhält, hat es uns doch inzwischen mit neuem Bildmaterial versorgt, das unter anderem Rückschlüsse auf die wichtigsten Völker in „Die Ringe der Macht“ zulässt.

Der Hobbit-Stamm der Harfüße

Auch wenn Amazon die ganze Zeit die Geheimhaltungsstrategie hochhält, gibt es immer mehr Bilder auch von offizieller Seite. So gibt es inzwischen etwa auch Bildmaterial zum Hobbit-Stamm der Harfüße, gewissermaßen Vorfahren der uns bereits bestens bekannten Hobbits um Bilbo, Frodo und Sam. Diese scheinen eine zunehmend wichtige Rolle für die Handlung zu spielen, wobei sie sich teils deutlich von dem beliebten kleinen Mittelerde-Volks unterscheidet. So sind die Harfüße etwa Nomaden, wohingegen die Hobbits bekanntermaßen der Inbegriff der Sesshaftigkeit sind. Gemeinsam haben die beiden Völker aber eine ausgeprägte Skepsis vor anderen Rassen.

Elben werden eine zentrale Rolle spielen

Wichtig in der Serie werden natürlich auch die Elben sein. Nach allem, was wir bisher über die Handlung wissen, werden sie sogar eine Schlüsselrolle einnehmen, zumindest legt das die bisher bekannte Cast-Liste sowie der Teaser nahe. Die Serie soll außerdem neue Einblicke in elbische Städte und Lebensweisen geben. Tolkiens Vorlage liefert zudem ungemein viel Stoff zu den Traditionen und der Mythologie dieses langlebigen Volkes. Die prominentesten Vertreter der Elben in der Serie sind sicherlich Galadriel und Elrond.

Herr der Ringe Serie Amazon
Foto: Amazon

Bisher kaum gezeigte Zwergenreiche

Zwar haben wir in den neueren „Hobbit“-Filmen die Pracht der untergegangenen Zwergenhochburg im Erebor erahnen können, die Serie will diesem Volk aber ebenfalls eine bildgewaltige Plattform bieten. Spannend wird vor allem, dass erstmals explizit Zwergenfrauen zu sehen sein werden, von denen Gimli in „Der Herr der Ringe und die zwei Türme“ noch sagt, dass sie den Zwergenmännern optisch sehr ähneln würden. Die bisher bekannten Bilder zeigen auf jeden Fall eine unbärtige Zwergenprinzessin mit jeder Menge Gold. Außerdem könnte laut Gerüchten ein Handlungsort das in den Filmen bereits untergegangene Königreich Moria zeigen – wir sind gespannt!

Kein „Herr der Ringe“ ohne Menschen

Auch wenn die Völker in Mittelerde vielfältig und zuweilen exotisch sind, so dürfen doch auch die Menschen in keinem Fantasy-Epos fehlen. Waren es in den bisher erschienenen Filmen Helden wie Aragorn, Boromir, Eowin oder Bard, so bekommen wir in „Die Ringe der Macht“ wieder einige wichtige menschliche Figuren und Königreiche. Der diverse Cast könnte auch ein Hinweis auf bisher nicht gezeigte menschliche Gebiete sein. Mit Númenor bekommen wir etwa ein bisher noch nicht cineastisch gezeigtes Menschenreich, das sich aber doch deutlich von Gondor, Rohan und Co. unterscheidet, wobei ersteres von überlebenden Númenorern gegründet wurde.

Erste Bilder zeigen die neuen Orks

Die furchterregend aussehenden Orks sind die Handlanger des Bösen. In „Der Herr der Ringe“ verfolgen sie Frodo und seine Gefährten und stellen einen Großteil der feindlichen Armee, gegen die die anderen Völker Mittelerdes immer wieder kämpfen müssen. Und auch in „Der Hobbit“ spielen die düsteren Kreaturen eine unrühmliche Rolle. Dass Orks also auch Teil von „Die Ringe der Macht“ sein würden, galt von vornherein als gesetzt. Nun können sich Fans sogar über offizielle Bilder freuen!

Optisch hat man sich sehr klar an den Filmen von Peter Jackson orientiert. Generell wirken die Wesen aber etwas frischer – und das ist auch gewollt. Auch wenn der Ursprung der Orks innerhalb des Kosmos‘ etwas umstritten ist – in den Filmen und dem Simarillion handelt es sich um gefolterte und mutierte Elben, Tolkien selbst änderte ihre Herkunft innerhalb des Kanons mehrmals –, so ist es doch ein Fakt, dass auch die Orks innerhalb der Jahrtausende eine Entwicklung erfahren. Dementsprechend sehen die Orks im zweiten Zeitalter auch etwas anders aus als die im dritten. Sie sollen beispielsweise etwas blasser sein, weil sie lange Zeit ausschließlich unter der Erde lebten.

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Dass schon damals unter den furchterregenden Masken teilweise auch weibliche Schauspielerinnen steckten, ist bekannt – auch, wenn man es auf den ersten Blick wohl nicht vermuten würde. In der Amazon-Serie sollen Frauen nun nicht nur Orks spielen. Es soll auch explizit Raum für weibliche Orks geben. Im Interview mit IGN verriet etwa die ausführende Produzentin Lindsay Weber, dass es gleich mehrere Ork-Frauen gebe, die sie wirklich lieben würde. Sie deutet unter anderem an, dass eine davon auch eine größere Rolle spielen und anderem einen tollen Kampf gegen einen Elbencharakter haben könnte.

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Der Cast

Gesichert ist, dass es ein Wiedersehen mit den bereits bekannten Figuren Galadriel und Elrond geben wird. Die beiden unsterblichen Elbenfürsten spielen auch in „Der Herr der Ringe“ noch eine zentrale Rolle. Theoretisch könnte die Amazon-Serie sogar neun Figuren zurückbringen, die bereits 3000 Jahre zuvor gelebt haben. Folgende Schauspieler und ihre Rollen sind bereits bestätigt:

  • Morfydd Clark als Galadriel
  • Robert Aramayo als Elrond
  • Owain Arthur als Durin IV., Zwergenprinz
  • Sophia Nomwete als Disa, Zwergenprinzessin
  • Markella Kavenagh als Harfuß Eleanor „Nori“ Brandyfoot
  • Joseph Mawle als Adar, „verdorbener Elb“
  • Maxim Baldry als Isildur
  • Ema Horvath als Carine, Isildurs Schwester oder Geliebte
  • Lloyd Owen als Elendil, Isildurs Vater
  • Nazanin Boniadi als Bronwyn, Dorfheilerin der Menschen
  • Ismael Cruz Cordova als Arondir, ein Elb, der ein Verhältnis mit Bronwyn hat
  • Charlie Vickers als Halbrand
  • Daniel Weyman als „der Fremde“/ „Meteor Man“
  • Trystan Gravelle als Ar-Pharazôn, der letzte König Númenors
  • Cynthia Addai-Robinson als Miriel, Numénors Königin-Regentin
  • Benjamin Walker als Gil-galad
  • Tyroe Muhafidin als Theo
  • Charles Edwards als Celebrimbor, Ringschmied und Saurons unfreiwilliger Gehilfe
  • Will Fletcher als Finrod, Gladriels Bruder
  • Lenny Henry, als Harfuß Sadoc Burrows
  • Megan Richards, als Harfuß Poppy Proudfellow
  • Dylan Smith, als Harfuß Largo Brandyfoot
  • Sara Zwangobani, als Harfuß Marigold Brandyfoot
  • Anthony Crum als Nolion, ein Freund Isildurs
  • Alex Tarrant als Valandil, ein Freund Isildurs (im Kanon allerdings sein Sohn)

Weitere Darstellerinnen und Darsteller sind zwar bekannt, allerdings ohne Rollenbezeichnung. Auffällig ist, dass größtenteils unbekannte Schauspieler zum Einsatz kommen.

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Was uns die Besetzung über die Handlung verrät

Neben Galadriel und Elrond macht vor allem Maxim Baldry als Isildur stutzig. Zur Erinnerung: Isildur schneidet Sauron in der großen Schlacht, die das 2. Zeitalter beendet, den einen Ring vom Finger und verhindert dann, unter dessen Bann, seine Vernichtung. Benjamin Walker wurde außerdem als Gil-galad, dem letzten Hochkönig der Noldor-Elben, besetzt, dem ersten Träger eines der drei Elbenringe. Ein weiterer großer Rollenname ist der von Zwergenkönig Durin IV, gespielt von Owain Arthur. Dieser regierte das große Königreich Moria, dessen Ruinen die Gefährten im ersten „Der Herr der Ringe“-Film durchqueren. All diese Rollen geben uns also weitere Hinweise auf die geplante Handlung.

Je näher der Veröffentlichungstermin rückt, desto mehr Einblicke gewährt Amazon nicht nur in die Besetzungsliste, sondern auch in das konkrete Charakterdesign. So tauchten im Frühjahr auf dem Twitter-Account der Serie erste Bilder von der Heilerin Bronwyn und dem jungen Theo auf:

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Im Rahmen der Strecke im Empire Magazine wurde außerdem im Juni ein Bild des von Charles Edwards verkörperten Elben Celebrimbor veröffentlicht. „Herr der Ringe“-Fans ist der Charakter sicherlich ein Begriff. Celebrimbor ist nämlich nicht nur zeitweise ein Begleiter Galadriels und Celeborns, er ist vor allem ein talentierter Schmied. Unfreiwillig wird er so zu Saurons Werkzeug bei dessen Kriegszug, hilft er ihm doch, die Ringe der Macht zu schmieden. Diese Thematik ist auch bereits Gegenstand des Videospiels „Shadow of Mordor“. Berücksichtigt man den Titel der Amazon-Serie, „Die Ringe der Macht“, so könnte Celebrimbor eine entscheidende Rolle spielen. Er ist es nämlich auch, der heimlich die drei Elben-Ringe schmiedet und sie vor Sauron versteckt.

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Personen hinter der Kamera – ohne Peter Jackson

Als Serien-Entwickler standen früh John D. Payne und Patrick McKay fest, die vor allem für den Film „Star Trek Beyond“ bekannt sein dürften. J. A. Bayona („Jurassic World: Das gefallene Königreich“) führt die Regie der ersten beiden überlangen Folgen. Weitere bekannte Namen aus der Regie sind Charlotte Brändström und Wayne Yip. Brandström arbeitete zuletzt an großen Projekten wie etwa Netflix‘ „The Witcher“ mit, Yip war unter anderem an der anderen großen Amazon-Fantasy-Serie „Das Rad der Zeit“ beteiligt, die 2021 erschien.

Als Berater steht außerdem Bryan Cogman, ehemaliger „Game of Thrones“-Drehbuchautor, zur Verfügung. Und noch eine gute Nachricht für Fans der Peter-Jackson-Filme: Howard Shore wird wieder für die Musik verantwortlich sein, zusammen mit Bear McCreary („The Walking Dead“).

Peter Jackson selbst ist allerdings entgegen der sich hartnäckig haltenden Gerüchte in keiner Funktion an Bord. Nachdem über die Gründe dafür lange nur spekuliert worden war, gab der Regisseur im „Awards Chatter“-Podcast des US-Magazins „The Hollywood Reporter“ bekannt, dass das nur bedingt an ihm liegen würde. Amazon habe durchaus Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt, ihm dann aber trotz gegenteiliger Ankündigungen nie die Drehbücher geschickt. Er freue sich dennoch sehr darauf, die „Herr der Ringe“-Serie – nun als neutraler Beobachter – zu sehen, beteuerte Jackson.

Amazon selbst bezog nach den Aussagen des Oscar-Preisträgers Stellung. Man wolle „Die Ringe der Macht“ bewusst von den bisherigen Filmen trennen. Gerüchteweise sprachen sich außerdem die Nachlassverwalter J.R.R. Tolkiens gegen eine Beteiligung Peter Jacksons aus. Diese waren an keinem der Filme beteiligt, an der Amazon-Serie hingegen schon. Tolkiens Sohn Christopher äußerte sich in der Vergangenheit mehrfach negativ über Jacksons Filme und bezeichnete sie als „Ausschlachtung des Werks seines Vaters“.

Spannende Gerüchte und lustige Fakten

Die Kosten der „Herr der Ringe“-Serie von Amazon werden bisher auf 1 Milliarde Dollar geschätzt. Davon entfallen allein 650 Millionen auf Staffel eins, dazu kommen 250 Millionen Dollar für die Rechte. Das macht aber auch Hoffnung auf ein detailliertes und authentisches Worldbuilding. Angeblich hat Amazon-Chef Jeff Bezos die Rechte persönlich verhandelt, weil er ein riesiger Tolkien-Fan ist.

Laut Amazon wird die Altersfreigabe bei 16 Jahren (USA 14) liegen, wobei die Serie auch für ein jüngeres Publikum geeignet sein soll, das die Folgen gemeinsam mit den Eltern anschauen möchte.

Einige Casting-Aufrufe sorgten für Unterhaltung der etwas anderen Art: Besonders große oder kleine Personen, außergewöhnliche Gesichter und „wundervolle Nasen“ wurden unter anderem gesucht. Außerdem gab es als Folge auf einen dieser Aufrufe eine große Debatte um eventuelle Nacktszenen zwischen Hobbits, die sogar eine Petition nach sich zog.

Heiß diskutiert wurde auch über ein Bild des jungen Elrond. Darauf ist der spätere Elbenfürst nämlich mit vergleichsweise kurzen Haaren zu sehen: Ein offensichtliches No-Go für Fans der Filmtrilogie.

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Der erste Teaser zur Amazon Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ wurde beim Super Bowl 2022 im Februar gezeigt. Bei dieser riesigen Sportveranstaltung laufen bekanntlich nur die größten Werbeclips und wer sich dort platzieren möchte, muss ordentlich dafür zahlen. Für Amazon scheint sich der Aufwand allerdings gelohnt zu haben: Der Teaser ist einer der erfolgreichsten Super-Bowl-Clips aller Zeiten.

Quellen

  • Amazon Newsroom
  • The Hollywood Reporter („Amazon Chief Jennifer Salke Unveils Film Plan to Battle Netflix: 30 Movies a Year (Q&A)“, abgerufen am 21.5.2022)
  • Vanity Fair („Amazon’s Lord of the Rings Series Rises: Inside The Rings of Power“, abgerufen am 21.5.2022)
  • TheOneRing.net (abgerufen am 29.6.2022)
  • IGN („Lord of the Rings: Rings Of Power Will Have Female Orcs“, abgerufen am 14.7.2022)
  • Reddit („Where did Orcs come from?“, abgerufen am 14.7.2022)
  • Vanity Fair („Secrets of The Lord of the Rings: The Rings of Power Teaser Trailer“, abgerufen am 16.7.2022)
  • The Hollywood Reporter („Peter Jackson Says Amazon’s ‘Lord of the Rings’ TV Series Ghosted Him“, abgerufen am 8.8.2022)
  • Le Monde („Tolkien, l’anneau de la discorde“, abgerufen am 8.8.2022)
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