Die Verfilmung des Homer-Epos entwickelt sich zu einem der größten Kinoerfolge der vergangenen Jahre Foto: picture alliance/dpa/Universal Pictures
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Charlotte Ziesing
23. August 2026, 16:47 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Die ganze Welt redet über „Die Odyssee“ von Regisseur Christopher Nolan. jJetzt hat der Film Geschichte geschrieben. Seit dem Kinostart im Juni hat der Kassenschlager mehr als 1,34 Milliarden US-Dollar eingespielt und damit den bisherigen Spitzenreiter „Deadpool & Wolverine“ als erfolgreichsten Film mit R-Rating abgelöst.
Weltrekord trotz Einschränkungen
In Deutschland erhielt das Epos die Altersfreigabe FSK 12 und gilt damit als vergleichsweise familienfreundlich. In den USA wurde der Film dagegen mit einem R-Rating versehen. Besucher unter 17 Jahren dürfen ihn dort nur in Begleitung eines Elternteils oder Erziehungsberechtigten sehen. Das gilt an den Kinokassen üblicherweise als Nachteil, weil es das potenzielle Publikum einschränkt.
Das macht den Erfolg umso außergewöhnlicher, wie „PC Games“ berichtet. Filme mit R-Rating erreichen in den USA traditionell ein kleineres Publikum als Produktionen mit niedrigeren Altersfreigaben. Viele große Blockbuster werden gezielt so produziert, dass sie ein möglichst breites Publikum ansprechen. „Die Odyssee“ gelang das hohe Einspielergebnis also trotz dieser Einschränkung.
Der Film wurde zudem mit der „Goldenen Leinwand“ des deutschen Kinoverbands HDF KINO ausgezeichnet. Der Preis geht an Produktionen, die innerhalb von 18 Monaten mindestens drei Millionen Besucher in die Kinos locken. „Die Odyssee“ erreichte diese Marke bereits nach rund einem Monat.
Außerdem ist die Homer-Verfilmung mittlerweile Nolans erfolgreichster Film nach weltweitem Einspielergebnis. Zuvor hielt „The Dark Knight Rises“ aus dem Jahr 2012 diesen Rekord. Mit rund 264 Millionen US-Dollar weltweit am ersten Wochenende legte „Die Odyssee“ zudem den stärksten Kinostart in der Karriere des Regisseurs hin.
Erfolg dank „Oppenheimer“
Mehreren Medienberichten zufolge sieht Nolan selbst einen Zusammenhang zwischen dem Erfolg von „Die Odyssee“ und seinem vorherigen Kinohit „Oppenheimer“. In Interviews erklärte der Regisseur, der außergewöhnliche Erfolg des Oscar-prämierten Films habe ihm erst die Möglichkeit eröffnet, die aufwendige Verfilmung des Homer-Epos umzusetzen.
„Oppenheimer“ spielte weltweit rund eine Milliarde US-Dollar ein und gewann mehrere Oscars, darunter die Auszeichnung als bester Film. Laut Nolan stärkten sowohl die hohen Kinoeinnahmen als auch die zahlreichen Auszeichnungen das Vertrauen in weitere große Projekte.
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