Matt Damon in „Die Odyssee“ Foto: picture alliance / SIPA | LILO
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Andy Voß
8. August 2026, 13:55 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Rund um Christopher Nolans neuen Kinofilm „Die Odyssee“ warnen Sicherheitsexperten vor einer Malware-Kampagne. Kriminelle nutzen das Interesse am Film aus und verbreiten angebliche Download-Versionen im Internet. Nutzer, die nach kostenlosen Kopien suchen, laden dabei mitunter keine Videodatei herunter, sondern eine Schadsoftware.
Malware tarnt sich als „Die Odyssee“-Download
Nach Angaben von Bitdefender werden angebliche „Die Odyssee“-Downloads als „1080p WEBRip“ oder Blu-ray-Version angeboten. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch nicht um Videodateien, sondern um die Malware LummaStealer.
Die Angreifer verzichten offenbar weitgehend auf klassische Phishing-Mails oder Werbeanzeigen. Stattdessen setzen sie darauf, dass Nutzer selbst gezielt nach kostenlosen Filmkopien suchen und die präparierten Dateien herunterladen.
Besonders problematisch ist die Tarnung als ausführbare Windows-Datei mit der Endung .exe. Da Windows Dateiendungen standardmäßig ausblendet, erkennen viele Nutzer auf den ersten Blick nicht, dass es sich nicht um ein Video handelt. Zusätzliche Verwirrung entsteht durch ein Symbol, das dem VLC Media Player ähnelt. Dadurch wirkt die Datei wie ein gewöhnlicher Film und nicht wie ein ausführbares Programm.
LummaStealer gehört zur Gruppe der sogenannten Infostealer. Diese Schadprogramme haben das Ziel, sensible Informationen von betroffenen Systemen auszulesen und zu übertragen.
Zu den möglichen Zielen gehören gespeicherte Browser-Passwörter, Cookies sowie aktive Anmeldungen in Onlinediensten. Auch Kreditkarten- und Bezahldaten können laut den Angaben abgegriffen werden.
Darüber hinaus interessiert sich die Malware für Zugangsdaten zu Remote-Desktop-Verbindungen und für Kryptogeld-Wallets. Gelangen Angreifer an bestimmte Browser-Cookies, können sie unter Umständen sogar Sicherheitsmechanismen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung umgehen.
Hinweise zum Schutz vor der Malware
Experten raten dazu, besonders aufmerksam zu sein, wenn „Die Odyssee“-Downloads als vermeintliche Filmdatei angeboten werden. Misstrauen ist angebracht, wenn statt einer Video- oder Archivdatei eine ausführbare Datei heruntergeladen wird.
Als wichtige Schutzmaßnahme gilt, niemals eine als Film getarnte EXE-Datei zu starten. Zudem kann die Aktivierung der Anzeige von Dateiendungen in Windows helfen, verdächtige Dateien leichter zu erkennen.
Ferner empfehlen die Experten, Filme ausschließlich über legale Streaming-Dienste anzusehen und einen aktuellen Virenschutz einzusetzen. Die sichtbare Dateiendung macht schnell erkennbar, ob es sich tatsächlich um eine Videodatei oder um ein Programm handelt.
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