23. Oktober 2026, 17:07 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Bei YouTube ändert sich gerade einiges. Die Videoplattform baut ihre Navigation sowie Startseite um und testet gleichzeitig eine Änderung bei Google Lens. Doch nicht jede dieser Neuerungen kommt bei Nutzern gut an.
Abo-Button verschwindet von gewohntem Platz
Wer regelmäßig YouTube auf dem Smartphone nutzt, dürfte längst wissen, wo die eigenen Abos zu finden sind. Seit 2017 sitzt der Bereich unten in der Menüleiste der App. Damit ist nun Schluss: Wie „9to5Google“ berichtet, nimmt YouTube „Abos“ beziehungsweise „Subscriptions“ aus dieser Leiste und verschiebt den Bereich nach oben auf die Startseite. Dort erscheint „Subs“ künftig direkt neben „Home“. Bereits Anfang 2026 hatte YouTube diese Änderung getestet. Sie betrifft die Apps für Android und iOS.
Der neue Platz ist zwar weiterhin schnell erreichbar, doch für viele Nutzer dürfte die Gewohnheit dazwischenfunken. Wer den Abos-Bereich seit Jahren automatisch unten antippt, muss sich entsprechend umstellen.
Gleichzeitig bekommt die obere Leiste weitere feste Bereiche. Dort finden sich künftig unter anderem „Live“ und „Music“. „Movies & TV“ erscheint, wenn ein passendes aktives Abo vorhanden ist.
Google Lens bekommt neuen, ungünstigen Platz
Während der neue Platz für die Abos Teil eines größeren Umbaus ist, testet YouTube noch eine weitere Änderung. Und die könnte im Alltag deutlich stören: Der Button für Google Lens kann bei einem pausierten Short plötzlich mitten im Video auftauchen. Das passiert laut „Android Authority“ sowohl bei Android als auch bei iOS. Zuvor befand sich das Symbol oben im Menü.
Das Problem ist die neue Position. Der Button verdeckt einen Teil des Videos und sitzt genau dort, wo Nutzer leicht hintippen, um ein pausiertes Short weiterlaufen zu lassen. Bislang bekommt allerdings längst nicht jeder Nutzer den neuen Button zu sehen. In den sozialen Netzwerken sorgt die neue Platzierung bereits für Beschwerden.
Eine Möglichkeit, den Button loszuwerden, ist bislang ebenfalls nicht bekannt. Der Versuch, YouTube die Kameraberechtigung zu entziehen, brachte laut „Android Authority“ keinen zuverlässigen Erfolg. Auf Bitte um eine Stellungnahme reagierte das Unternehmen bisher nicht.
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YouTube baut auch die Startseite um
Deutlich größer fällt eine weitere Änderung der YouTube-Startseite aus. Denn neu sind sogenannte „Custom Feeds“. Statt sich nur auf die üblichen Empfehlungen von YouTube zu verlassen, können Nutzer damit eigene Video-Feeds nach ihren Interessen erstellen.
Dazu können sie festlegen, welche Videos im jeweiligen Feed auftauchen sollen. Das kann beispielsweise ein bestimmtes Hobby oder Thema sein, aber auch eine gewünschte Stimmung. Der erstellte Feed landet anschließend oben auf der Startseite und lässt sich dort jederzeit wieder aufrufen. Die Vorgabe kann später verändert und ein nicht mehr benötigter Feed wieder gelöscht werden.
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Allerdings setzt YouTube Grenzen. Nutzer ohne Bezahl-Abo können bis zu drei aktive Custom Feeds speichern. Mitglieder von YouTube Premium bekommen Platz für bis zu acht. Die persönlichen Feeds werden zudem mit der Desktop-Version synchronisiert. Auf dem Smartphone ersetzen sie die bisherigen automatisch vorgeschlagenen Themenbereiche.
Persönliche Feeds gibt es vorerst nicht für alle
Die Custom Feeds starten allerdings zunächst nur eingeschränkt. Verfügbar sind sie für angemeldete Nutzer in den USA, die YouTube auf Englisch verwenden. Zusätzlich müssen Wiedergabe- und Suchverlauf aktiviert sein. Die Funktion steht sowohl auf Mobilgeräten als auch am Desktop zur Verfügung. Weitere Länder sollen laut „9to5Google“ folgen.
Damit verändert YouTube gleich an mehreren Stellen, wie Nutzer durch die Plattform navigieren. Während die Custom Feeds mehr Einfluss auf die Empfehlungen versprechen, dürfte vor allem der Umzug des Abo-Bereichs erst einmal Umgewöhnung verlangen. Der mittige Google-Lens-Button könnte dagegen schlicht stören, sofern YouTube den aktuellen Test tatsächlich breiter ausrollt.