Spotify verschärft die Kontrolle beim Premium-Family-Abo. Eine neue QR-Code-Prüfung soll verhindern, dass sich Personen aus unterschiedlichen Haushalten einen Familientarif teilen.
Neuer QR-Code soll den Haushalt prüfen
Wer Mitglied eines Premium-Family-Abos ist, muss künftig möglicherweise nachweisen, dass er tatsächlich mit dem Plan-Manager unter einem Dach lebt. Dafür setzt Spotify auf eine QR-Code-Kontrolle. Sie soll sicherstellen, dass sich beide Personen bei der Überprüfung am selben Ort befinden.
Der Plan-Manager zeigt dazu in seiner Spotify-App einen QR-Code an, den das andere Mitglied mit der Smartphone-Kamera scannt. Der Code verändert sich alle paar Sekunden, sodass ein einfacher Screenshot nicht ausreichen soll. Nach der Aufforderung bleiben sieben Tage Zeit, die Überprüfung abzuschließen.
Lassen Nutzer die Frist verstreichen, werden sie automatisch aus dem Family-Tarif entfernt und auf die kostenlose Spotify-Version mit Werbung zurückgestuft. Damit erhöht der Streaming-Dienst den Druck auf Mitglieder, die den vergünstigten Tarif bislang außerhalb eines gemeinsamen Haushalts genutzt haben.
Zusätzlich droht eine zwölfmonatige Sperre für Family- und Duo-Abos. Während dieser Zeit können Betroffene keinem entsprechenden Tarif beitreten. Wer Spotify weiterhin ohne Werbung nutzen möchte, müsste stattdessen auf ein reguläres Individual-Abo wechseln.
Nutzer suchen bereits nach Schlupflöchern
Ganz wasserdicht scheint die neue Kontrolle allerdings nicht zu sein. In Online-Foren berichten Nutzer bereits über eine mögliche Methode, mit der sich die Überprüfung austricksen lassen könnte. Dabei kommt ein Videoanruf samt Bildschirmübertragung zum Einsatz.
Der dynamische QR-Code wird dabei auf einen zweiten Bildschirm übertragen und anschließend von dort mit dem Smartphone eingescannt. Damit könnte es möglich sein, die geforderte räumliche Nähe zum Plan-Manager vorzutäuschen. Ob Spotify gegen solche Umgehungsversuche weitere technische Maßnahmen plant, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
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