11. Mai 2026, 11:46 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Der Disney-Konzern arbeitet offenbar an einer umfassenden Strategie, um seine verschiedenen Angebote enger zu verzahnen. Eine geplante „Super-App“ könnte künftig nicht nur Streaming-Inhalte bereitstellen, sondern auch Buchungen für Freizeitparks und Kreuzfahrten ermöglichen. Disney möchte damit die Nutzererfahrung vereinheitlichen – doch viele Fragen zur Umsetzung bleiben offen.
Der Streaming-Dienst Disney+ und die Disneyland-Freizeitparks stehen bislang weitgehend unabhängig nebeneinander, abgesehen von ihrem gemeinsamen Markenuniversum. Das könnte sich künftig ändern. Laut einem Insider-Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ plant Disney, beide Bereiche stärker miteinander zu verknüpfen.
Eine Plattform für mehrere Angebote
Demnach verfolgt der neue Konzernchef Josh D’Amaro die Idee, verschiedene Angebote des Unternehmens in einer einzigen Smartphone-Anwendung zusammenzuführen. Diese intern als „Super-App“ bezeichnete Plattform soll mehrere zentrale Einnahmequellen bündeln und die Nutzererfahrung vereinheitlichen.
Künftig könnten Nutzer über eine solche App nicht nur Filme und Serien bei Disney+ streamen, sondern auch Reisen in die Freizeitparks des Unternehmens planen, buchen und verwalten. Überdies sollen auch Kreuzfahrten aus dem Disney-Angebot integriert werden.
Großer Laptop-Hersteller plant offenbar Werbung auf Geräten
ÖPNV in Google Maps! Echtzeit statt Fahrplan – das ändert sich jetzt
Unterschiedliche Welten sollen zusammenwachsen
Die Kombination von Streaming-Dienst und Reiseplanung erscheint auf den ersten Blick ungewöhnlich. Während Disney+ weltweit verfügbar ist und von vielen Nutzern regelmäßig genutzt wird, betreibt Disney lediglich sechs Freizeit-Resorts. Diese befinden sich an unterschiedlichen Standorten: drei in Asien, zwei in den USA und eines in Europa.
Entsprechend unterschiedlich sind auch die Zielgruppen. Die alltägliche Nutzung eines Streaming-Dienstes lässt sich nur schwer mit der seltenen Planung von Urlaubsreisen vergleichen. Überschneidungen im Nutzungsverhalten sind daher bislang begrenzt.
Auch interessant: 17 Fragen, die nur echte Disney-Fans beantworten können
Projekt noch in der Anfangsphase
Bereits im vergangenen Quartalsbericht hatte D’Amaro laut „TechCrunch“ betont, dass Disney+ sich zum zentralen Anlaufpunkt für Fans entwickelt habe. Aufbauend darauf möchte er offenbar weitere Angebote des Konzerns integrieren und so eine umfassendere Plattform schaffen.
Ob es sich dabei bereits um konkrete Planungen oder eher um eine strategische Vision handelt, ist derzeit unklar. Sicher ist jedoch, dass sich das Projekt laut Bericht noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet.