7. Oktober 2025, 13:40 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Es geht kaum ikonischer in der Filmgeschichte als James Bond. Seit den frühen 60er-Jahren begeistern die Filme rund um Ian Flemings Schöpfung Fans weltweit und die vielen Markenzeichen des Geheimagenten sind nicht mehr aus der Marke wegzudenken, etwa „Mein Name ist Bond, James Bond“ oder „Geschüttelt, nicht gerührt“.
Auch fester Bestandteil: Eine Pistole in seiner Hand, am liebsten die Walther PPK. Genau deswegen hat sich jüngst Amazon Prime Video mit Anhängern James Bonds verkracht. Denn beim Streaming-Dienst gibt es die Filme zu sehen. Diese wurden aber bis vor kurzem mit Artworks beworben, denen ein wichtiges Detail fehlte.
Amazon Prime Video entfernte Pistole von James Bond
Freunde von 007 mussten feststellen, dass bei den vielen Filmen bei Amazon Prime Video zwar jeweils der entsprechende James-Bond-Darsteller auf einem Poster zu sehen war. Jedoch fehlten bei allen die Pistole. Auf der Fan-Seite „MI6-HQ.com“ schrieb man, dass man bereits vor einem Jahr als Aprilscherz witzelte, Zigaretten würden aus allen Filmen entfernt. Dass man tatsächlich zumindest die Waffen von Plakaten wegretuschierte, sei „ein enttäuschender Fall von Fiktion, die zur Realität wird.“
Betroffen sind etwa speziell angefertigte Poster zum 1962er-Bond „Dr. No“ mit Sean Connery oder „Goldeneye“ mit Pierce Brosnan nebst anderen. Offenbar erzielte man den Effekt auf verschiedenen Wegen. Bei Roger Moore etwa scheinen die Arme extra verlängert worden zu sein, damit die Pistole in den Bildrand verschwindet. Das Halfter bei Daniel Craig bleibt indes leer.
Besonders absurd wird es aber bei Connery und Brosnan. Denn ihnen hat Amazon die Pistolen regelrecht aus den Händen gerissen, weshalb sie auf einmal in unnatürlichen Posen zu sehen waren.
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Fans sind sauer – und haben bessere Ideen
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten und viele Fans zeigten sich empört. Der Schriftsteller Scott McCrea nennt das Vorgehen nicht weniger als „kulturellen Vandalismus“, andere sprechen von „bösartig“, „irrational“ und „das Dümmste, das ich seit Wochen gesehen habe“. Auch prangert so mancher die offenkundige Doppelmoral bei Amazon an, da bei anderen Titeln die Waffen noch zu sehen seien.
Immerhin nutzen einige die Gelegenheit, um humorvolle Alternativen vorzuschlagen:
Amazon rudert zurück
Wie unter anderem „Deadline“ berichtet, hat Amazon Prime Video wegen James Bond mittlerweile reagiert. Dem Bericht nach habe man beim Dienst die kritisierten Grafiken entfernt, ohne diese offiziell zu adressieren. Stattdessen soll es jetzt Szenenbilder direkt aus den jeweiligen Filmen geben. Allerdings zeigen sie 007 immer noch nicht mit einer Pistole, was für weitere Kritik sorgt:
Ein Statement wollte das Unternehmen zu der Sache nicht abgeben. Es ist also vollkommen unklar, warum Amazon Prime Video James Bond unbedingt ohne Schusswaffe zeigen wollte. Fans haben derweil noch andere Sorgen, allen voran: Wer und wie wird der neue Bond-Darsteller? Hierzu gibt es Neuigkeiten, die mit so ziemlich allen Gerüchten der letzten Jahre aufräumen.