Der chinesische Online-Shop Temu bietet weit mehr als Kleidung, Deko oder Haushaltsprodukte an. Auch elektronische Geräte gehören zum Sortiment. Doch gerade hier sollten Kunden besonders genau hinsehen, da die Qualität nicht immer dem europäischen Standard entspricht. Aktuell kommt es daher zu gleich zwei Rückrufen.
Temü hat für Sicherheitsmeldungen dieser Art eine spezielle Website eingerichtet. Hier finden Nutzer Produkte, die nicht den allgemeinen Sicherheitsstandards entsprechen und daher nicht länger verkauft und genutzt werden dürfen. Im Juni sind in der Liste gleich zwei Geräte für die Küche gelandet: ein Crêpes-Maker sowie ein Airfryer.
Während bei einem Gerät Überhitzung und Brandgefahr festgestellt wurden, ergaben Tests bei dem anderen mehrere Sicherheitsmängel. Kunden werden aufgefordert, die Nutzung der Produkte unverzüglich einzustellen.
Crêpes-Maker kann überhitzen
Der erste Rückruf betrifft einen elektrischen Pfannkuchen- und Crêpes-Maker des Verkäufers „Premium Collection Store“. Die Identifikationsnummer lautet ZY-502, die Produkt-ID 601102478131062.
Das Gerät wird als elektrischer Pfannkuchen- und Eierrollen-Maker mit Antihaftbeschichtung, einstellbaren Heizstufen und einer 30 Zentimeter großen Grillplatte beschrieben. Es ist für europäische Steckdosen mit 220 bis 240 Volt ausgelegt.
Nach Angaben von Temu wurde bei Tests ein thermisches Sicherheitsproblem festgestellt. Der gemessene Temperaturanstieg während des Betriebs überschreite den maximal zulässigen Grenzwert. Dadurch könne das Gerät überhitzen. Im schlimmsten Fall bestehe Brandgefahr. Betroffen sind Kunden, die das Produkt vor dem 7. Juni 2026 gekauft haben.
Heißluftfritteuse weist mehrere Sicherheitsmängel auf
Einen weiteren Rückruf hat Temu wenige Tage später veröffentlicht. Er betrifft eine Heißluftfritteuse mit vier Litern Fassungsvermögen des Verkäufers „ICEBOSS“. Die Identifikationsnummer des Produkts lautet 7807375237, die Produkt-ID 601099845357918. Betroffen sind Kunden, die die Heißluftfritteuse vor dem 14. Juni 2026 gekauft haben.
Laut Temu ergaben Tests, dass von dem Produkt verschiedene Verletzungsrisiken ausgehen. Genannt werden Gefahren durch direkten oder indirekten Kontakt, unzureichende Isolierung, mechanische Gefahren sowie weitere nichtelektrische Risiken.
Aus diesem Grund sollen Verbraucher die Nutzung des Geräts sofort einstellen und das Produkt sicher entsorgen. Wer die Heißluftfritteuse weitergegeben oder verkauft hat, soll andere Nutzer über den Rückruf informieren.
Für beide Rückrufe bietet Temu betroffenen Kunden die Möglichkeit, eine Rückerstattung zu beantragen. Dafür verweist das Unternehmen auf sein Support-Center. Auch Fragen oder Bedenken zu den Sicherheitsmitteilungen können dort eingereicht werden. Temu entschuldigt sich in beiden Rückrufschreiben für die entstandenen Unannehmlichkeiten.
Die aktuellen Warnungen reihen sich in eine Serie von Produktrückrufen im laufenden Jahr ein. In den vergangenen Monaten wurden unter anderem Smoothie-Maker von Media Markt und Saturn wegen möglicher Verschluckungsgefahr, ein Akku-Standmixer von Aldi aufgrund eines potenziellen Brandrisikos sowie eine Heißluftfritteuse von TEDi wegen sicherheitsrelevanter Mängel zurückgerufen. Auch für bestimmte Pendelleuchten des Herstellers Markslöjd wurde eine Sicherheitswarnung veröffentlicht, da unter bestimmten Umständen die Gefahr eines Stromschlags bestehen kann.
Verbraucher sollten Rückrufmeldungen regelmäßig beachten und betroffene Produkte nicht weiter verwenden.
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