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Neue Gebühr beschlossen

Millionen Online-Shopper zahlen ab Juli mehr

Symbolbild: Smartphone mit der Temu-App im Appstore
Auf Temu-Bestellungen fällt bald eine Sonderabgabe ab Foto: picture alliance / NurPhoto | Jakub Porzycki
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Manuel Bauer

24. März 2026, 14:57 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Die EU macht Schluss mit der 150-Euro-Zollfreigrenze. Ab dem 1. Juli 2026 werden auch günstige Bestellungen aus China mit einer Pauschalgebühr belegt. Das dürfte viele Schnäppchenjäger spürbar treffen.

Bislang galt: Bleibt der Warenwert unter 150 Euro, fallen keine Zollgebühren an. Diese Regel machte Bestellungen bei Anbietern wie Temu, Shein oder AliExpress besonders attraktiv. In Kombination mit günstigen Versandkosten waren Pakete aus Fernost oft deutlich billiger als im europäischen Handel. Genau das will die EU nun jedoch ändern.

Drei Euro pro Warenkategorie

Künftig wird für Sendungen unter 150 Euro ein Pauschalzoll in Höhe von drei Euro pro Warenkategorie fällig. Wer mehrere Produkte aus derselben Kategorie bestellt, zahlt nur einmal drei Euro. Befinden sich jedoch Artikel aus unterschiedlichen Kategorien im Paket, wird die Gebühr mehrfach berechnet.

Ein Beispiel: Besteht eine Lieferung aus einer Hose und einem Kugelschreiber, fallen sechs Euro Zoll an, da es sich um zwei unterschiedliche Produktkategorien handelt. Die Händler sind aufgefordert, ihre Sendungen vorab zu verzollen. Sollte dies nicht passieren, müssen Kunden die Extragebühr bei Zoll zahlen, zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 7,50 Euro pro Paket.

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Übergangslösung bis 2028

Die neue Pauschalregelung gilt zunächst als Übergangsmodell. Ab 2028 plant die EU dann ein digitales Zollsystem, das sämtliche Einfuhren zentral erfassen und regulär verzollen soll – unabhängig vom Warenwert. Damit würde die bisherige Ausnahme für Kleinsendungen endgültig entfallen.

Nach Angaben der EU-Kommission erreichten 2024 rund 4,6 Milliarden Kleinsendungen den europäischen Markt, davon etwa 91 Prozent aus China. Die Einnahmen aus den neuen Zöllen fließen künftig sowohl in den EU-Haushalt als auch in die Budgets der Mitgliedstaaten.

Zusätzlich diskutiert die EU derzeit auch über eine mögliche Bearbeitungsgebühr für solche Sendungen. Klar ist schon jetzt: Der Preisvorteil vieler außereuropäischer Online-Shops dürfte in den kommenden Jahren deutlich schrumpfen.

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