8. Februar 2026, 8:20 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Im vernetzten Zuhause läuft vieles automatisch. Noch im Bett wird per iPhone das Licht im Bad eingeschaltet, die Heizung fährt hoch und in der Küche startet die Kaffeemaschine. Doch plötzlich reagiert nichts mehr. Sprachbefehle bleiben ohne Wirkung, Automationen stoppen und Geräte sind in der Home-App zwar sichtbar, lassen sich aber nicht mehr steuern. Was zunächst wie ein kurzer Ausfall wirkt, kann bald zur dauerhaften Einschränkung werden. Apple warnt davor, dass Nutzer handeln müssen, um den Zugriff auf ihr Smart Home zu behalten. Ohne rechtzeitigen Umstieg können zentrale Funktionen verloren gehen.
Apple setzt eine klare Frist
Apple zieht bei seinem Smart-Home-System eine eindeutige Grenze. Wie auf der Support-Seite nachzulesen ist, stellt der Konzern die bisherige technische Grundlage der Home-App endgültig ein. Stattdessen verlangt Apple den Wechsel auf eine neue Home-Architektur. Ab dem 10. Februar müssen Nutzer, die den Umstieg nicht vollzogen haben, mit spürbaren Einschränkungen rechnen. Im schlimmsten Fall ist der Zugriff auf wichtige Funktionen des vernetzten Zuhauses nicht mehr möglich. Apple macht damit klar, dass die alte Lösung keine Zukunft mehr hat.
Die Entscheidung kommt nicht überraschend. Apple verfolgt diese Strategie bereits seit mehreren Jahren. Schon seit 2022 positioniert der Konzern Apple Home als zentralen Matter-Controller. Matter ist ein Smart-Home-Standard, der die Geräte verschiedener Hersteller miteinander verbindet. Damit öffnet Apple sein System stärker für unterschiedliche Smart-Home-Produkte. Die alte HomeKit-Architektur stammt jedoch aus einer Zeit, in der Apple vor allem auf ein eigenes, geschlossenes System setzte. Für moderne Smart-Home-Standards war diese technische Basis zunehmend ungeeignet
iOS 16.2 ist da und bringt komplett neue App aufs iPhone
Das müssen Sie jetzt über Smart Home wissen!
Zwei Architekturen parallel
Nach anfänglichen Problemen führte Apple die neue Home-Architektur Ende März 2023 dauerhaft ein. Seitdem existierten in der Home-App zwei technische Systeme parallel. Nutzer konnten den Umstieg aufschieben, etwa aus Vorsicht oder wegen nicht kompatibler Geräte und älterer Apple-Hardware. Wer bei der alten Architektur blieb, musste jedoch auf neue Funktionen verzichten. Dazu zählten Gastzugriffe, ein detaillierter Aktivitätsverlauf oder die Integration von Saugrobotern. Zudem berichteten Nutzer immer wieder, dass Matter-Produkte auf der alten Plattform nicht zuverlässig funktionierten.
Auch interessant: Apple bringt Updates für ältere Geräte
Mit dem festgelegten Enddatum endet die Übergangsphase endgültig. Wer Apple Home weiterhin nutzen möchte, muss die neue Architektur aktiv freischalten. Das Update erfolgt direkt in der Home-App. Zunächst wird die App auf iPhone, iPad oder Mac geöffnet. Anschließend wird oben die Mehr-Taste mit den drei Punkten gewählt und die Einstellungen des Zuhauses geöffnet. Bei mehreren eingerichteten Haushalten muss zuerst das richtige Zuhause ausgewählt werden. Danach folgt der Punkt „Softwareupdate“. Dort wird „Jetzt aktualisieren“ angetippt und den angezeigten Schritten gefolgt.
Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein
Für den Wechsel müssen alle Geräte, die Apple Home steuern oder darauf zugreifen, auf einem aktuellen Softwarestand sein. Auf dem iPhone ist mindestens iOS 16.2 erforderlich, beim iPad iPadOS 16.2. Auf dem Mac wird macOS 13.1 oder neuer benötigt. Auch Apple TV und Apple Watch müssen aktualisiert sein und mindestens tvOS 16.2 beziehungsweise watchOS 9.2 nutzen. Während der Umstellung kann das vernetzte Zuhause kurzzeitig eingeschränkt reagieren. Erst nach der Bestätigung in der Home-App ist die neue Architektur vollständig aktiv und Apple Home wieder uneingeschränkt nutzbar.