7. Oktober 2025, 13:02 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Amazon stellte in New York neue Geräte aus den Reihen Kindle, Echo, Fire TV, Blink und Ring vor. Die Präsentationen zeigten, dass viele Neuerungen erst mit Alexa+ ihre volle Wirkung entfalten können. Kritisch ist, dass Alexa+ in Europa aufgrund von Datenschutzproblemen noch nicht verfügbar ist. Ohne KI beeindruckt der Kindle Scribe mit verbesserter Parallaxe und Farbgebung. Die neuen Echo-Geräte bieten besseren Klang, doch bleibt die KI-Integration entscheidend für die Zukunft.
Amazon präsentierte kürzlich in New York neue Produkte aus den Reihen Kindle, Echo, Fire TV, Blink und Ring. Die Veranstaltung, geleitet von Panos Panay, dem Hardware-Chef bei Amazon, zog etwa 250 Journalisten und Influencer an. Die vorgestellten Geräte sind stark von Alexa+, einer neuen KI-Assistenz, abhängig. Unser Kollege Mats Pache von COMPUTER BILD war vor Ort, um über die Neuheiten zu berichten.
Alexa+ als zentrale Innovation
Während des Events wurde klar, dass Alexa+ die eigentliche Neuerung darstellt. Die präsentierten Geräte, wie die Fire-TV-Fernseher und Fire-TV-Sticks, entfalten ihr Potenzial erst durch die Integration der KI. Funktionen wie das Springen zu bestimmten Filmszenen oder das Abrufen von Sportinformationen sind Beispiele für die Möglichkeiten, die Alexa+ bietet.
Auch bei den Überwachungskameras von Blink und Ring sorgt die KI für verbesserte Bildqualität. Diese Innovationen sind jedoch ohne Alexa+ nur eingeschränkt nutzbar, was die Vorfreude auf die Geräte in Deutschland dämpfen könnte.
Auch interessant: Amazon wird in Deutschland zum Internet-Anbieter
Lohnt sich der neue Amazon Fire TV Cube?
Amazon stellt komplett neues Echo-Modell vor
Verfügbarkeit von Alexa+ in Europa ungewiss
Eine zentrale Frage auf der Veranstaltung war die Verfügbarkeit von Alexa+ in Europa. Die Antwort der Verantwortlichen war unklar. In einer Pressemitteilung hieß es lediglich, Deutschland und Österreich würden versorgt, sobald die KI in Europa erscheint. Diese Ungewissheit könnte die Erwartungen der europäischen Kunden beeinflussen.
Der Grund dafür, dass Alexa+ hierzulande bis jetzt nicht verfügbar ist, ist nicht ganz eindeutig: In einer Stellungnahme spricht Amazon davon, dass man sich die Zeit nehmen wolle, um „Alexa+ für Kunden in Deutschland und Österreich zu lokalisieren. Dies inkludiert weit mehr als die reine Übersetzung des US-Dienstes – wir wollen sicherstellen, dass sich Alexa+ für Kunden hierzulande wie ein deutscher bzw. österreichischer Assistent anfühlt, die lokale Kultur versteht und relevante lokale Partner und Dienste integriert sind.“
Erfahrungsgemäß dürfte auch die europäische Rechtsprechung, wie beispielsweise der Digital Markets Act (DMA), eine Hürde darstellen, die es zu überwinden gilt. Denn manche Funktionen dürften hierzulande nicht ohne Weiteres und in gleicher Form wie in den USA und anderen Regionen ihren Betrieb aufnehmen.
Unabhängige Produkte und Echo-Verbesserungen
Einige Produkte funktionieren unabhängig von Alexa+ beeindruckend. Die neuen Kindle-Scribe-Modelle bieten verbesserte Hardware und eine nahezu verzögerungsfreie Eingabe per Stylus. Besonders der Kindle Scribe Colorsoft, der farbige Darstellungen unterstützt, überzeugt mit natürlicher Farbwiedergabe.
Auch die neuen Echo-Modelle können sich sehen lassen. Der Echo Dot Max und Echo Studio wurden verbessert und bieten nun satteren Klang. Der Echo Studio überzeugt mit 3D-Audio und Dolby Atmos, was für ein immersives Hörerlebnis sorgt.

