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In Deutschland und Österreich

Amazon startet neue Ratenzahlungsoption mit PayPal

Amazon-Logo in weißer Schrift auf dunkelblauem Hintergrund. Unter dem Schriftzug befindet sich der blaue Pfeil des Unternehmens. Im Vordergrund sind unscharfe grüne Pflanzen zu sehen.
Amazon erweitert seine Bezahlmöglichkeiten und führt die PayPal-Ratenzahlung für Kunden in Deutschland und Österreich ein Foto: picture alliance / Panama Pictures
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Przemyslaw Szymanski

2. August 2026, 8:26 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Eine defekte Waschmaschine, ein kaputtes Smartphone oder ein plötzlich ausgefallenes Notebook können schnell hohe Kosten verursachen. Wer größere Anschaffungen nicht sofort vollständig bezahlen möchte, kann bei Amazon bereits seit Längerem bestimmte Einkäufe in monatlichen Raten begleichen. Ab sofort kommt eine weitere Möglichkeit hinzu. Dann soll auch die Ratenzahlung von PayPal bei Amazon in Deutschland und Österreich zur Verfügung stehen. Vor einer Nutzung lohnt sich allerdings ein genauer Blick auf die Bedingungen und die entstehenden Kosten.

Einführung startet nicht für alle gleichzeitig

Die neue Zahlungsoption soll sowohl auf amazon.de als auch in der Amazon-App verfügbar sein. Einen konkreten Starttermin haben Amazon und PayPal bislang jedoch nicht genannt. Fest steht lediglich, dass die Einführung ab August 2026 schrittweise erfolgen soll. Dadurch kann es sein, dass nicht alle berechtigten Nutzer die Funktion zeitgleich erhalten. Voraussetzung für die Nutzung ist zudem ein deutsches oder österreichisches PayPal-Konto.

Ob ein Einkauf tatsächlich per PayPal-Ratenzahlung finanziert werden kann, zeigt sich erst im Bezahlvorgang. PayPal prüft dabei die Kreditwürdigkeit und entscheidet anschließend über die angebotene Finanzierung. Bei einer positiven Prüfung können Einkäufe zwischen 30 und 10.000 Euro finanziert werden. Neben den bereits bekannten Laufzeiten von drei, sechs, zwölf und 24 Monaten sollen bei Amazon zusätzlich Finanzierungen mit 36 und 48 Monaten möglich sein.

Laufzeit, Rate und Kosten werden direkt angezeigt

Wie hoch die monatliche Belastung ausfällt, hängt von der gewählten Laufzeit ab. Die jeweilige Monatsrate wird zusammen mit dem Zinssatz und dem insgesamt zurückzuzahlenden Betrag bereits während des Bestellvorgangs angezeigt.

Nach dem Kauf können Nutzer ihren Ratenplan im PayPal-Konto verwalten. Die monatlichen Beträge werden automatisch vom hinterlegten Bankkonto oder einer Debitkarte eingezogen. Damit ausreichend Geld für die Abbuchung vorhanden ist, verschickt PayPal nach eigenen Angaben vor jeder Zahlung Erinnerungen per E-Mail und SMS.

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Finanzierung kann deutlich teurer werden

Die tatsächlichen Kosten hängen vom jeweiligen Angebot ab. Für einzelne Produkte soll laut Anbieter eine Finanzierung mit 0 Prozent Zinsen möglich sein. Standardmäßig wird jedoch häufig ein effektiver Jahreszins von 11,49 Prozent fällig.

Laut dem Unternehmen zahlen Kunden bei einer Finanzierung von 1000 Euro über zwölf Monate insgesamt 1059,94 Euro zurück. Wer eine längere Laufzeit wählt, zahlt zwar meist niedrigere Monatsraten, erhöht aber in vielen Fällen die Gesamtkosten der Finanzierung.

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Mehrere Ratenkäufe können zur Belastung werden

Besonders kritisch kann es werden, wenn mehrere Einkäufe parallel finanziert werden. Einzelne Monatsraten wirken oft überschaubar, können sich zusammen aber zu einer erheblichen finanziellen Belastung entwickeln.

Kommen weitere Ausgaben hinzu oder sinkt das verfügbare Einkommen, laufen die monatlichen Zahlungen dennoch weiter. Deshalb sollten Interessenten vor dem Abschluss nicht nur die Höhe der Rate prüfen, sondern auch die Gesamtkosten, die Rückzahlungsdauer und ihren finanziellen Spielraum berücksichtigen.

Immerhin erlaubt PayPal laut Unternehmen zusätzliche Zahlungen sowie die vollständige vorzeitige Rückzahlung eines Ratenkaufs, ohne dass dafür weitere Kosten entstehen.

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