26. Mai 2026, 14:20 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Die Deutsche Post warnt vor überteuerten Nachsendeaufträgen von Drittanbietern, die sehr teuer werden können. Diese Anbieter leiten den Auftrag lediglich weiter, was für den Verbraucher keinen Mehrwert bietet.
Immer mehr Menschen nutzen Online-Dienste für Nachsendeaufträge, um ihre Post bei Umzügen oder Reisen weiterzuleiten. Doch Verbraucherschützer und die Deutsche Post warnen vor überteuerten Angeboten von Drittanbietern. Diese verlangen oft ein Vielfaches des eigentlichen Preises und bieten keinen echten Mehrwert.
Verwechslung mit Deutscher Post droht
Ein offizieller Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post kostet für sechs Monate rund 32 Euro. Einige Drittanbieter verlangen jedoch bis zu 130 Euro, ohne den eigentlichen Service selbst zu erbringen. Stattdessen leiten sie lediglich den Auftrag an die Deutsche Post weiter und behalten die Differenz. Jährlich landen etwa 350.000 solcher Anträge bei diesen Anbietern.
Die Webseiten der Drittanbieter sind oft so gestaltet, dass sie mit der Deutschen Post verwechselt werden können. Sie nutzen gelbe Farbtöne und ähnliche Symbole, die den Eindruck eines offiziellen Angebots erwecken. Tatsächlich steht die Deutsche Post jedoch in keiner Verbindung zu diesen Firmen.
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Verbraucherschützer warnen vor Täuschung
Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor irreführenden Webseiten wie nachsendeauftrag-direkt.com und nachsendeauftrag.services. Diese Plattformen erscheinen in Suchmaschinen oft weit oben, wodurch sie seriös wirken. Sie behaupten zudem, Kunden müssten dank ihres Services nicht zur Postfiliale gehen. Dabei lässt sich ein Nachsendeauftrag auch direkt auf der Website der Deutschen Post einrichten.
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Einige Anbieter verteidigen ihr Geschäftsmodell. So erklärte die Berliner Firma DPO Postservice, dass alle Preise und Leistungen transparent seien und vor Abschluss vom Kunden bestätigt würden. Die Deutsche Post hält dem entgegen, dass Kunden die Adressänderung auch direkt bei ihr aktivieren können, ohne Zusatzkosten.
Vorsicht vor Kostenfallen
Um sich vor überteuerten Nachsendeaufträgen zu schützen, sollten Verbraucher die Internetadresse genau prüfen. Offizielle Aufträge können direkt über die Website der Deutschen Post abgeschlossen werden. Es ist ratsam, Suchanzeigen kritisch zu hinterfragen und Preise zu vergleichen, bevor persönliche Daten eingegeben oder Zahlungen geleistet werden.
Besondere Vorsicht gilt bei Webseiten, die stark an das Design der Deutschen Post erinnern oder mit Formulierungen wie „offizieller Nachsendeservice“ werben. Oftmals handelt es sich hierbei nicht um einen echten Post-Service.