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Neue Debitkarten können sich negativ auf den Schufa-Score auswirken

Finanzen

Neue Debitkarten können sich negativ auf Schufa-Score auswirken

Kreditkarte, Girocard, Debitkarte – Auswirkungen auf Schufa-Score
Eine Debitkarte hat Vor-und Nachteile.Foto: Getty Images

Der Schufa-Wert ist in Deutschland sehr wichtig, um etwa eine Wohnung mieten zu können. Umso ärgerlicher kann es für Millionen Bankkunden sein, wenn sich der Wechsel zur neuen Debitkarte negativ auf den Schufa-Score auswirkt.

Viele steigen aktuell auf die Debitkarte um. Das bringt einige Vorteile gegenüber Giro- und Kreditkarte, weil es die Ausgaben übersichtlicher macht und Zahlungen sowohl online als auch zukünftig im Ausland erlaubt. Allerdings kann der Wechsel zur Debitkarte negative Auswirkungen auf den in Deutschland so wichtigen Schufa-Score haben.

Viele Banken steigen auf Debitkarte um

Schon seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass viele deutsche Geld-Institute die sogenannte Debitkarte einführen. Das hat den einfachen Grund, dass man mit der hierzulande weitverbreiteten Girocard (ehemals EC-Karte) in vielen Online-Shops nicht bezahlen kann. Online-Shopping nimmt aber bei vielen Kunden einen immer höheren Stellenwert ein. Ab Sommer 2023 wird außerdem das Geldabheben und Bezahlen im Ausland schwierig, weil Mastercard angekündigt hat, seine Maestro-Funktion einzustellen – TECHBOOK berichtete.

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Unter anderem deswegen setzen immer mehr Banken – darunter etwa die ING, DKB, N26 und Comdirekt – auf die Debitkarte. Bei dieser Bankkarte handelt es sich sozusagen um eine Mischung aus Giro- und Kreditkarte. Die Beiträge werden direkt vom Konto abgezogen, was es für viele übersichtlicher macht als eine Kreditkarte mit den monatlichen Auflistungen. Ein Problem ist allerdings, dass viele Händler die Karte – zumindest noch – nicht akzeptieren. Das liegt unter anderem an den im Vergleich zur Girocard höheren Kosten. Außerdem ergibt sich mit der Umstellung für viele Nutzer noch ein ganz anderes Problem.

Mögliche Auswirkungen der Debitkarte auf Schufa-Score

Wie Finanz-Szene berichtet, könnte sich der Wechsel von der Kredit- zur Debitkarte auch auf den Schufa-Score auswirken. Das Unternehmen sammelt nämlich sogenannte Bonitätsinformationen über eine Person und bildet daraus einen Wert, der die Kreditwürdigkeit anzeigt. Ein hoher Schufa-Score steht dabei für eine hohe Vertrauenswürdigkeit, ein niedriger zeigt dementsprechend ein gewisses Risiko an. Wer einen Kredit beantragt oder auch eine Wohnung mietet, muss deshalb meist seinen aktuellen Schufa-Score vorweisen. Diesen berechnet die Schufa im Übrigen alle drei Monate neu.

Auch interessant: Schufa verrät, wie der Score ermittelt wird

Eine Schufa-Auskunft gilt als positiv ab einem Wert von 90 und höher. Ein Wert von 100 kann de facto gar nicht erreicht werden, weil immer ein gewisses Kreditrisiko besteht. Indem man bestehenden finanziellen Verpflichtungen und Verträgen nachkommt, kann man seinen Score aber verbessern oder umgekehrt natürlich auch verschlechtern. Dazu ist die Kredithistorie einer Person wichtig. Je länger man verlässlich regelmäßigen Zahlungsaufforderungen nachkommt, desto besser. Und genau hier liegt das Problem mit dem Umstieg zur Debitkarte.

Bei einem Umstieg werden die Daten nämlich nicht einfach übertragen und gehen somit verloren. Ein kleinerer Datensatz bei der Debitkarte bedeutet auch weniger Informationen für die Schufa und ihren Score – der sich somit automatisch verschlechtert. Eine gute Nachricht kann das natürlich für alle sein, deren Schufa-Score aufgrund alter Daten unter 90 liegt. Die Mehrheit dürfte allerdings eher vom negativen Effekt betroffen sein. Dann gilt es, mit der Debitkarte nochmal neu die eigene Bonität bei der Schufa zu beweisen.

Quellen

  • Finanz-Szene („Neue Debitkarten drücken die Schufa-Scores von Millionen Bankkunden“, aufgerufen am 02.11.2022)
  • Stiftung Warentest („Debitkarte: Neue Karte im Spiel“, aufgerufen am 03.11.2022)
  • Verbraucherzentrale („Kreditkarte oder Debitkarte? Das sind die Unterschiede“, aufgerufen am 03.11.2022
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