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NudeLeaksTeens

Plattform für Nacktbilder abgeschaltet

Ein Erfolg für die Behörden! Die Plattform NudeLeaksTeens wurde abgeschaltet
Ein Erfolg für die Behörden! Die Plattform NudeLeaksTeens wurde abgeschaltet Foto: Getty Images
Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

8. Oktober 2026, 12:36 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Eine internationale Ermittlungsaktion hat einen Online-Dienst namens NudeLeaksTeens getroffen, über den Täter intime Aufnahmen ohne Zustimmung der Betroffenen verbreitet und verkauft haben sollen. Mehr als 17.000 Frauen sind offenbar betroffen, darunter Minderjährige. Französische Ermittler nahmen zwei mutmaßliche Betreiber fest und stellten Kryptowährungen im Wert von mehr als 700.000 Euro sicher.

Die französische Gendarmerie und US-amerikanische Behörden sind gemeinsam gegen den Dienst NudeLeaksTeens vorgegangen. Mehrere damit verbundene Webseiten wurden abgeschaltet beziehungsweise von den Behörden beschlagnahmt. Im französischen Verfahren stehen unter anderem Vorwürfe der organisierten Cyberkriminalität, der Verletzung der Privatsphäre, des Handels mit illegalen Inhalten und der Geldwäsche im Raum.

Plattform sammelte intime Aufnahmen und persönliche Daten

Nach Angaben der französischen Staatsanwaltschaft soll die Plattform intime Aufnahmen aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen haben. Dazu gehörten demnach gehackte Social-Media-Konten, Fälle von Cybergrooming sowie sogenannte Rachepornos. Bei Letzteren werden ursprünglich mit Zustimmung erstellte intime Aufnahmen später ohne Einverständnis der abgebildeten Person veröffentlicht.

Die Dimension des Angebots geht nach den bisherigen Ermittlungen über einzelne Bilddateien hinaus. NudeLeaksTeens führte die mehr als 17.000 Betroffenen demnach mit ihren tatsächlichen Namen und ergänzte die Datensätze um Informationen wie Alter, Wohnort und Beruf. Zusätzlich hat man die Frauen nach ihrem Aussehen bewertet.

Nutzer konnten offenbar weitere Informationen über die Betroffenen liefern und dafür virtuelle Währung erhalten. Dadurch entstand eine Kombination aus persönlichen Daten und intimen Inhalten, die über die Plattform abrufbar beziehungsweise käuflich gewesen sein soll.

Auch Minderjährige sollen betroffen sein. Nach Angaben des US-Justizministeriums umfasste das beschlagnahmte Angebot unter anderem Sammlungen mit sexuellen Darstellungen von Kindern. Die US-Behörden gingen deshalb ebenfalls gegen die Infrastruktur des Dienstes vor.

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Zwei Brüder unter Verdacht

Im Mittelpunkt der französischen Ermittlungen stehen zwei Brüder im Alter von 21 und 25 Jahren. Die beiden Männer aus Nordfrankreich wurden am 6. Oktober 2026 festgenommen. Die Ermittler verdächtigen sie, NudeLeaksTeens maßgeblich betrieben zu haben.

Bei den Maßnahmen beschlagnahmten französische Ermittler zudem digitale Vermögenswerte im Wert von mehr als 700.000 Euro. Darunter befanden sich Bitcoin, Litecoin, Ethereum und USDT. Die Verwendung von Kryptowährungen spielte bei dem Dienst offenbar eine Rolle, unter anderem bei Belohnungen für Nutzer, die Informationen zu Betroffenen lieferten.

Die Abschaltung erfolgte in Zusammenarbeit zwischen französischen und US-amerikanischen Behörden. In Frankreich ermittelt die Cybercrime-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft gemeinsam mit der Nationalen Cyber-Einheit der Gendarmerie.

Für Betroffene wurde eine Kontaktmöglichkeit bei der französischen Cyber-Einheit eingerichtet. Frauen, deren intime Inhalte ohne Zustimmung über NudeLeaksTeens verbreitet wurden, können sich unter victimesNLT@gendarmerie.interieur.gouv.fr an die Ermittler wenden. Der Aufruf richtet sich jedoch ausdrücklich auch an Betroffene außerhalb Frankreichs.

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