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Gehackt. Gesperrt. Alles verloren.

Microsoft sperrt gehacktes Konto! Nutzer verliert Daten aus 25 Jahren

Eine Person sitzt in einem hellen Büro vor einem Laptop und hält beide Hände an den Kopf. Im Hintergrund sitzt eine weitere Person an einem Laptop.
Der Fall eines gesperrten Microsoft-Kontos löste in der Nutzergemeinde breite Kritik aus Foto: Getty Images
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Przemyslaw Szymanski

19. Juli 2026, 18:16 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Ein Hackerangriff auf ein Microsoft-Konto hat für den niederländischen Streamer Joshua Khane weitreichende Folgen. Nach seinen Angaben übernahmen Unbekannte den Zugang zu seinem Konto und änderten anschließend die hinterlegten Sicherheitsinformationen. Obwohl er sich danach an den Support wandte und versuchte, sich als rechtmäßiger Besitzer auszuweisen, erhielt er den Zugriff nicht zurück. Stattdessen verlor er nicht nur den Zugang zum Konto selbst, sondern auch zu den damit verbundenen Inhalten.

Sicherheitsinformationen lassen sich nicht zurücksetzen

Laut einem von Khane veröffentlichten Schreiben konnte Microsoft nachvollziehen, dass ein unbefugter Zugriff auf das Konto stattgefunden hatte. Das Unternehmen erklärte jedoch, die durch die Angreifer geänderten Sicherheitsinformationen nicht wiederherstellen zu können. Als Begründung verwies Microsoft auf seine Sicherheitsrichtlinien sowie den geltenden Servicevertrag.

Um einen weiteren Missbrauch auszuschließen, sperrte Microsoft das betroffene Konto dauerhaft. Nach Angaben des Unternehmens ist diese Entscheidung endgültig und kann nicht rückgängig gemacht werden. Für Khane bedeutete das, dass sämtliche mit dem Konto verknüpften Inhalte unerreichbar blieben.

Auch OneDrive-Inhalte sind betroffen

Von der Sperrung betroffen sind nach Angaben Microsofts auch die Daten im verknüpften OneDrive-Speicher. Das Unternehmen erklärte, dass die dort abgelegten Inhalte aufgrund der verwendeten Verschlüsselungs- und Datenschutzmechanismen nicht wiederhergestellt werden können.

Für den Streamer betrifft das Daten aus rund 25 Jahren. Dazu gehören nach seinen Angaben persönliche Bilder sowie Fotos seines Sohnes. Trotz des bestätigten Hackerangriffs blieb ihm der Zugriff auf diese Inhalte verwehrt.

Millionen verfolgen den Fall

Neben den gespeicherten Dateien verlor Khane auch den Zugriff auf digitale Käufe. Nach eigenen Angaben hatte er dafür mehrere Tausend Euro ausgegeben. Betroffen sind Spiele und weitere digitale Inhalte, die mit dem gesperrten Konto verbunden waren. Zu diesen Käufen gehört auch „Minecraft“. Laut dem Schreiben kann das Spiel nicht auf ein anderes Konto übertragen werden. Damit blieben die erworbenen Inhalte zunächst ebenfalls unerreichbar, obwohl Microsoft den unbefugten Zugriff nach eigenen Angaben nachvollziehen konnte.

Das Vorgehen des Unternehmens löste in der Nutzergemeinde deutliche Kritik aus. Viele Nutzer bemängelten, dass Khane trotz des bestätigten Hackerangriffs den Zugriff auf seine persönlichen Dateien und seine digitalen Käufe verloren hatte. Der Streamer machte den Vorfall öffentlich. Sein Beitrag erreichte innerhalb kurzer Zeit mehrere Millionen Aufrufe und sorgte dafür, dass der Fall weit über seine eigene Community hinaus bekannt wurde.

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Xbox-Support reagiert auf öffentliche Kritik

Die große Aufmerksamkeit blieb auch beim Xbox-Support nicht unbemerkt. Das Team entschuldigte sich und teilte mit, bereits an einer Lösung zu arbeiten, die Khane den Zugriff auf seine Käufe wieder ermöglichen soll.

Nach Angaben des Supports wurden die nächsten Schritte direkt mit ihm besprochen. Ob darüber hinaus auch das gesperrte Microsoft-Konto oder die verlorenen OneDrive-Inhalte erneut geprüft werden, ist derzeit offen. Eine ausführlichere Stellungnahme von Microsoft zu dem konkreten Fall lag zunächst nicht vor.

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So lässt sich das Risiko reduzieren

Microsofts Fall zeigt, welche Folgen Probleme bei einem zentralen Benutzerkonto haben können. Um ähnliche Situationen möglichst zu vermeiden, empfiehlt sich eine Absicherung mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Zusätzlich sollten wichtige Fotos und Dokumente nicht ausschließlich in der Cloud gespeichert werden. Wer regelmäßig Sicherungen auf einem externen Datenträger oder bei einem zweiten Anbieter anlegt, verfügt im Ernstfall zumindest über eine zusätzliche Kopie seiner Daten.

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