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Nutzer müssen jetzt handeln!

Google Chrome lädt heimlich Datei im Hintergrund herunter

Person am Laptop hat Google Chrome geöffnet
Ein unscheinbares Chrome-Update kann mehrere Gigabyte Speicher blockieren und sorgt bei vielen Nutzern für Überraschung Foto: picture alliance / Visually | AlexPhotoStock
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Mats Pache

8. Mai 2026, 18:57 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Viele Nutzer von Google Chrome könnten aktuell feststellen, dass auf ihrem Gerät plötzlich mehrere Gigabyte Speicher fehlen. Offenbar installiert Chrome im Hintergrund ein Update, das rund 4 Gigabyte groß ist. Auffällig dabei: Der Download erfolgt automatisch und ohne aktive Zustimmung. Verantwortlich dafür ist eine neue KI-Funktion im Browser.

Update läuft im Hintergrund und dauert ungewöhnlich lange

Das Update wird laut dem IT-Blog „That Privacy Guy“ des Juristen und Informatikers Alexander Hanff dann geladen, wenn die KI-Funktionen in Chrome aktiv sind. Da diese standardmäßig eingeschaltet sind, betrifft das viele Nutzer.

Der Vorgang wirkt zunächst wie ein normales Update, fällt jedoch mit einer Dauer von etwa 15 Minuten deutlich länger aus als üblich. Eine vorherige Zustimmung wird nicht eingeholt.

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KI-Datei belegt dauerhaft Speicherplatz

Nach Abschluss des Updates befindet sich eine Datei mit dem Namen „weights.bin“ auf dem Gerät, die rund 4 Gigabyte groß ist. Sie liegt im Verzeichnis „OptGuideOnDeviceModel“ und gehört zum lokal ausgeführten KI-Modell Gemini Nano von Google. Wird diese Datei gelöscht, lädt Chrome sie automatisch erneut herunter. Um das zu verhindern, sind manuelle Änderungen an den Systemeinstellungen notwendig.

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So lässt sich der Speicher wieder freigeben:

Unter Windows:

  • Öffne die Registry.
  • Navigiere zum Eintrag „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Google\Chrome“.
  • Lege dort das DWORD „GenAILocalFoundationalModelSettings“ (ohne Anführungsstriche) an und setze den Wert auf 1.
  • Starte anschließend den PC neu.

Unter macOS:

  • Öffne im Browser die Adresse chrome://flags.
  • Deaktiviere die Option „Enables Optimization Guide On Device“.

Kritik an Datenschutz und Vorgehensweise

Alexander Hanff kritisiert nicht nur den zusätzlichen Speicherverbrauch. Er stellt auch die Rechtmäßigkeit des Vorgehens infrage, insbesondere im Hinblick auf europäische und britische Datenschutzgesetze. Seiner Einschätzung nach installiert Google die Software ohne Zustimmung und sammelt dabei Daten. Zudem stößt Chrome den Download erneut an, selbst wenn Nutzer die Datei bewusst löschen. Damit ignoriert das Unternehmen den ausdrücklichen Willen der Nutzer.

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