OpenAI erweitert ChatGPT mit mehreren Neuerungen. Besonders der kostenlose Tarif wird deutlich aufgewertet, aber auch zahlende Abonnenten erhalten neue Funktionen und ein leistungsfähigeres KI-Modell.
Gratis-Tarif wird deutlich aufgewertet
OpenAI hebt die bisherige Begrenzung für reine Text-Chats im kostenlosen ChatGPT-Tarif auf. Bislang konnten Nutzer nach einer bestimmten Anzahl von Anfragen vorübergehend nicht mehr auf das aktuelle Modell zugreifen oder wurden automatisch auf eine weniger leistungsfähige Version umgestellt. Künftig entfällt dieses Limit vollständig. Die Umstellung soll schrittweise in den kommenden Tagen erfolgen.
Zusätzlich erhalten Nutzer des Gratis- und Go-Tarifs Zugriff auf das neue Sprachmodell GPT-5.6 Luna. Ebenfalls neu ist der sogenannte „Think“-Button. Mit ihm kann ChatGPT bei komplexeren Fragen mehr Rechenzeit nutzen, um eine ausführlichere und potenziell präzisere Antwort zu erzeugen. Einschränkungen bleiben allerdings bei Funktionen wie der Bilderstellung, Datei-Uploads und weiteren Werkzeugen bestehen.
Auch Nutzer der kostenpflichtigen Plus- und Pro-Abonnements profitieren von den Änderungen. Sie erhalten Zugriff auf GPT-5.6 Sol, das laut OpenAI genauer arbeiten und seine Antworten besser an die Komplexität einer Anfrage anpassen soll. Ziel ist eine einheitlichere Nutzung, ohne zwischen verschiedenen KI-Modi wechseln zu müssen.
Neu ist außerdem ein Regler für die Denkzeit der KI. Anwender können selbst festlegen, ob ChatGPT möglichst schnell antworten oder zusätzliche Rechenzeit für anspruchsvolle Aufgaben wie Programmierung, wissenschaftliche Recherchen oder umfangreiche Analysen nutzen soll. Damit lässt sich die Balance zwischen Geschwindigkeit und Antwortqualität individuell anpassen.
Verbesserte Faktentreue und mehr Sicherheit
Nach Angaben von OpenAI arbeitet die neue Modellgeneration zuverlässiger als ihre Vorgänger. Interne Tests bescheinigen GPT-5.6 Luna eine um 62 Prozent geringere Quote faktischer Fehler gegenüber GPT-5.5 Instant. GPT-5.6 Sol soll diesen Wert sogar um 68 Prozent verbessern. Vor allem bei Themen wie Medizin, Finanzen und Recht sollen Antworten sorgfältiger mit Quellen, Zahlen und Annahmen umgehen.
Trotz dieser Fortschritte empfiehlt OpenAI weiterhin, KI-generierte Inhalte kritisch zu prüfen und wichtige Informationen mit unabhängigen Quellen zu vergleichen. Darüber hinaus verschärft das Unternehmen die Schutzmaßnahmen für minderjährige Nutzer. Dazu gehören zusätzliche Einschränkungen bei romantischen Rollenspielen sowie Mechanismen, die gefährliche oder riskante Inhalte besser erkennen und verhindern sollen.
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