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Teilweise über 1 GB

Wetter-App von Windows frisst massig Arbeitsspeicher

Windows 11 Logo auf einem Bildschirm
Die Wetter-App braucht aktuell zu viel Arbeitsspeicher Foto: SOPA Images/LightRocket via Getty Images
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Volontär

11. August 2026, 18:27 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Ein kurzer Blick auf die Wettervorhersage sollte den Rechner eigentlich kaum belasten. Doch ausgerechnet die vorinstallierte Wetter-App von Windows 11 verschlingt derzeit teils so viel Arbeitsspeicher, dass besonders ältere PCs spürbar ausgebremst werden können.

Viel Speicher für eine simple Aufgabe

Die Aufgabe der Windows-11-Wetter-App klingt überschaubar: Temperaturen anzeigen, Niederschlagswahrscheinlichkeiten berechnen und Wetterdaten übersichtlich darstellen. Umso überraschender ist, wie viele Systemressourcen die Anwendung während des Betriebs benötigt, wie „Windows Latest“ herausgefunden hat.

Messungen zeigen, dass die App zeitweise mehr als 1,2 Gigabyte Arbeitsspeicher belegen kann. In einzelnen Spitzenwerten wurden sogar rund 1,6 Gigabyte RAM registriert. Zwar sinkt die Auslastung nach einiger Zeit wieder, dennoch verbleiben häufig mehrere Hundert Megabyte im Speicher. Auf leistungsstarken PCs fällt das kaum ins Gewicht. Auf Geräten mit begrenzter Ausstattung kann das jedoch zum Problem werden.

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Die Wetter-App arbeitet im Hintergrund

Hinter dem ungewöhnlich hohen Ressourcenverbrauch steckt offenbar die Architektur der Anwendung. Die Wetter-App ist keine klassische Windows-Anwendung, sondern setzt auf Microsofts WebView2-Technologie. Diese ermöglicht es, Web-Inhalte direkt innerhalb von Programmen darzustellen.

Im Hintergrund laufen dadurch mehrere Prozesse, die auf der Chromium-Engine basieren. Dieselbe Technik kommt auch in Browsern wie Google Chrome oder Microsoft Edge zum Einsatz. Für Microsoft bietet das Vorteile bei der Entwicklung und Aktualisierung der Inhalte. Gleichzeitig steigt jedoch der Ressourcenbedarf. Für eine Anwendung, deren Hauptaufgabe in der Anzeige von Wetterinformationen besteht, wirkt ein Speicherverbrauch von deutlich über einem Gigabyte deshalb ungewöhnlich hoch.

Besonders Nutzer älterer PCs spüren die Folgen

Vor allem Rechner mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher, die noch immer weitverbreitet sind, können unter dem hohen RAM-Bedarf leiden. Wenn bereits die Wetter-App einen großen Teil der verfügbaren Ressourcen beansprucht, bleibt für andere Anwendungen entsprechend weniger Spielraum.

Wird der Arbeitsspeicher knapp, verlagert Windows Daten auf die SSD. Dieser Auslagerungsprozess kann Programme spürbar verlangsamen, insbesondere wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig geöffnet sind. Wer Speicher sparen möchte, sollte die Wetter-App nach der Nutzung vollständig schließen oder ihre Hintergrundaktivitäten einschränken. Für viele Anwender dürfte letztlich auch der schnelle Blick in einem Browser ausreichen, statt dauerhaft eine weitere App im Hintergrund laufen zu lassen.

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