22. April 2026, 12:24 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Microsoft will Windows 11 auch in diesem Jahr weiter verbessern. Nach bisherigen Ankündigungen soll das Mai-Update erste konkrete Änderungen bringen. Ziel ist vor allem eine stabilere und zuverlässigere Nutzung. Neue Funktionen stehen dabei weniger im Vordergrund als Optimierungen im bestehenden System. Im Windows-Insider-Programm sind bereits Vorabversionen im Test, die Hinweise auf den kommenden Patch geben.
Nach Angaben des Online-Magazins „WindowsLatest“ laufen aktuell mehrere Anpassungen, die Teil des Mai-Updates werden könnten. Das Update wird intern teilweise bereits als „Reliability Update“ bezeichnet – auf Deutsch: „Zuverlässigkeits-Update“. Der Fokus liegt klar auf Leistung und Stabilität statt auf neuen Funktionen.
Verbesserungen für Datei-Explorer und Zwischenablage
Ein zentraler Bestandteil der Änderungen betrifft den Datei-Explorer. Erste Tests zeigen schnellere Reaktionen und eine flüssigere Bedienung. Microsoft hat dafür offenbar tief im Hintergrund gearbeitet und Prozesse sowie Code optimiert. Bekannte Fehler wie kurzzeitig auftauchende weiße Flächen sollen verschwinden. Auch das Zwischenablage-Menü, das per Windows- und „V“-Taste geöffnet wird, wurde überarbeitet. Es soll schneller reagieren und insgesamt stabiler funktionieren als zuvor.
Änderungen in den Windows-Einstellungen und Speichergrenzen
Auch die Einstellungen von Windows 11 werden angepasst. Die Navigation soll einfacher werden und die Benutzeroberfläche einheitlicher wirken. Ziel ist eine bessere Übersicht und leichtere Bedienbarkeit.
Eine weitere geplante Änderung betrifft das Dateisystem FAT32. Die maximale Größe von Laufwerken soll von 32 Gigabyte auf 2 Terabyte steigen. Zusätzlich soll die Speicherübersicht in Windows 11 deutlich schneller arbeiten. Lange war unklar, wann die neuen Features erscheinen – nun deutet alles auf einen Start im Rahmen des Mai-Updates hin.
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Microsoft führt lang ersehnte Update-Funktion ein
Mehr Leistung und weniger Belastung für den PC
Microsoft arbeitet außerdem an Verbesserungen beim Arbeitsspeicher-Management. Windows-Updates sollen künftig weniger Einfluss auf die Systemleistung haben. Der „Delivery Optimization Service“ wurde dafür überarbeitet. Er sorgt für die Verteilung von Updates aus dem Windows-Update und dem Microsoft Store.
Zusätzlich ist eine Optimierung des PC-Starts vorgesehen. Programme, die automatisch dabei geladen werden, sollen das System weniger stark ausbremsen. Eine genaue Umsetzung ist bisher nicht detailliert erklärt.
Mehr Sicherheit für Windows Hello
Im Bereich Sicherheit sind ebenfalls Änderungen vorgesehen. Windows Hello soll zuverlässiger funktionieren. Probleme mit Fingerabdrucksensoren nach dem Ruhezustand sollen behoben werden. Auch die Gesichtserkennung ist in Bearbeitung.
Darüber hinaus plant Microsoft Anpassungen am Systemkern sowie an der Rechtevergabe für signierte Hardware-Treiber. Systemadministratoren sollen künftig mehr Kontrolle über verwaltete Geräte erhalten.
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Der Microsoft-Patchday im Mai 2026 fällt voraussichtlich auf den 12. des Monats. Ob das Update reibungslos läuft, bleibt abzuwarten. Frühere Aktualisierungen haben teilweise neue Probleme verursacht.