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Windows-11-Probleme

Nicht Microsoft legt PCs lahm – sondern die Hersteller

Smartphone zeigt Windows-11-Schriftzug vor Hintergrund mit Microsoft-Schriftzug
Windows 11 hat weder bei PC-Herstellern noch Nutzern einen guten Ruf – aber nicht immer ist Microsoft schuld an Software-Problemen Foto: SOPA Images/LightRocket via Getty Images
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Adrian Mühlroth
Redakteur

8. Juni 2026, 17:36 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

PC-Nutzer machen mittlerweile reflexartig Windows-Updates für Probleme mit ihren Computern verantwortlich. Kein Wunder, denn Windows 11 hatte bislang eine desaströse Bilanz, was die Verlässlichkeit der Software anbelangt. Doch manchmal fährt Microsoft die Kritik zu Unrecht ein. Denn beizeiten sind Updates der PC-Hersteller selbst für Abstürze und Bootloops verantwortlich.

Windows 11 auf dem richtigen Weg

Aufgrund der anhaltenden Update-Probleme mit Windows 11 hat Microsoft in einem Blogpost im März Besserung gelobt und arbeitet nun mit Nachdruck daran, das Nutzererlebnis zu verbessern. Der Fokus liegt auf Stabilität und dem Zurückbringen von Funktionen, die Nutzer seit Windows 10 vermissen. Gute Beispiele sind etwa der Rollback von fehlerhaften Treiberupdates und die Möglichkeit, die Taskleiste wieder woanders zu platzieren.

Doch gerade die vergangenen zwei Monate waren von Abstürzen und Bootloops geplagt, die viele Nutzer schnell auf fehlerhafte Windows-Updates schoben. Dabei war nicht Microsoft, sondern Software von PC-Herstellern der Auslöser für die Probleme, wie das Online-Magazin „Windows Latest“ berichtet.

Bootloops durch HP-Updates

HP veröffentlichte im April 2026 BIOS-Updates für Unternehmensgeräte. Betroffen waren unter anderem EliteBooks, ProBooks, ZBooks und Workstations. Nach der Installation landeten viele Geräte immer wieder in der BitLocker-Wiederherstellung. Selbst nach Eingabe des korrekten Schlüssels erschien der Bildschirm beim nächsten Neustart erneut.

Hintergrund war die Umstellung von alten Secure-Boot-Zertifikaten aus dem Jahr 2011 auf eine neue Zertifikatskette von 2023. Die alten Zertifikate laufen ab Juni 2026 aus. Bei betroffenen HP-Geräten konnte kein stabiler neuer Zustand gespeichert werden, wodurch BitLocker bei jedem Neustart wieder eine Abweichung erkannte.

Das Problem lässt sich zwar händisch relativ schnell beseitigen. Da aber vor allem fernverwaltete Geräte in Unternehmen betroffen waren, bedeutete das einen gewaltigen Aufwand für die IT-Abteilungen.

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Hilfetool von Dell verursacht Abstürze

Dell brachte mit einem Update für SupportAssist ebenfalls Ende April viele Windows-Rechner zum Absturz. Die Anwendung soll eigentlich Wartung, Updates und Wiederherstellung erleichtern. Ab Anfang Mai 2026 meldeten Besitzer von XPS-, Alienware-, Latitude- und Precision-Geräten regelmäßige Bluescreens – etwa alle 30 Minuten.

Auch interessant: Windows 11 bringt schnellere Dateisuche mit Update

Dell bestätigte später, dass Version 5.5.16.0 des Dell SupportAssist Remediation Service die Ursache war. Auch die entsprechende Alienware-Version war betroffen. Dell empfahl, den fehlerhaften Dienst zu deinstallieren, bis eine Lösung bereitsteht.

Hersteller-Software bleibt ein Risiko

Beide Fälle zeigen, dass Windows 11 nicht immer die eigentliche Ursache solcher Störungen ist. Fehlerhafte BIOS-Versionen, Treiber und Herstellerprogramme können das System stark beeinträchtigen.

Microsoft kann solche Probleme nur begrenzt auffangen. Ein fehlerhaftes BIOS lässt sich nicht einfach wie ein normaler Treiber zurückrollen. Auch vorinstallierte Tools liegen oft in der Verantwortung der Hersteller.

Für Nutzer und Firmen bleibt deshalb wichtig, Firmware- und Hersteller-Updates kontrolliert auszurollen. Besonders in größeren Geräteflotten sollten neue Versionen zunächst auf wenigen Rechnern getestet werden.

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