Die Copilot-Super-App soll künftig alle Funktionen in einer Anwendung zusammenfassen Foto: Getty Images
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Mats Pache
4. August 2026, 7:59 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Microsoft arbeitet offenbar an einer neuen Generation von Copilot. Statt die KI-Funktionen wie bisher auf verschiedene Anwendungen zu verteilen, soll künftig eine zentrale App zahlreiche Dienste bündeln. Die neue Lösung könnte bereits im dritten Quartal 2026 erscheinen und damit früher auf den Markt kommen, als viele erwartet hatten.
Strategiewechsel bei Microsoft
In den vergangenen Jahren hat Microsoft versucht, Copilot möglichst tief in bestehende Produkte zu integrieren. Die Idee dahinter war, die KI direkt dort bereitzustellen, wo Nutzer arbeiten. Nun zeichnet sich jedoch ein Strategiewechsel ab. Künftig soll eine zentrale Anwendung unterschiedliche Copilot-Funktionen unter einem Dach vereinen.
Darauf deutete Microsoft-Chef Satya Nadella während eines Earnings Calls hin. Dem Online-Magazin „Gizmodo“ zufolge arbeitet das Unternehmen an einer umfassenden Copilot-App, die private und berufliche Anwendungsbereiche zusammenführen soll. Ein konkreter Termin wurde zwar nicht genannt, der Start wird jedoch für das dritte Quartal 2026 erwartet.
Chatbot, Coding-Assistent und KI-Agenten in einer App
Die geplante Anwendung soll mehrere bislang getrennte Werkzeuge zusammenführen. Dazu gehören der klassische KI-Chatbot, der Copilot für Entwickler sowie autonome KI-Agenten, die Aufgaben selbstständig ausführen können.
Nutzer sollen innerhalb der Anwendung zwischen privaten und geschäftlichen Profilen wechseln können. Je nach Kontext werden dann unterschiedliche Datenquellen, Berechtigungen und Funktionen genutzt. Microsoft verfolgt damit das Ziel, Copilot als zentrale Schaltstelle für möglichst viele Arbeits- und Alltagsszenarien zu etablieren.
Mit der Bündelung aller Funktionen in einer App reagiert Microsoft auch auf den zunehmenden Wettbewerb im KI-Sektor. OpenAI arbeitet beispielsweise ebenfalls an einer eigenen KI-Super-App.
Gleichzeitig wirft das Konzept Fragen auf. Je mehr Dienste innerhalb einer zentralen Plattform zusammenlaufen, desto wichtiger werden Datenschutz, Zugriffskontrolle und die klare Trennung von privaten und geschäftlichen Informationen. Genau diese Themen dürften bei der weiteren Entwicklung eine wichtige Rolle spielen.
Auch der Zeitpunkt erscheint bemerkenswert. Für die zweite Jahreshälfte 2026 wird das Windows-11-Update 26H2 erwartet. Microsoft plant dafür mehrere Neuerungen rund um künstliche Intelligenz und die Weiterentwicklung des Betriebssystems.
Daher gilt es als durchaus wahrscheinlich, dass Microsoft die neue Copilot-App gemeinsam mit dem großen Windows-Update einführt. Sollte sich das bestätigen, könnte die Anwendung zu einem der wichtigsten KI-Projekte des Unternehmens seit dem Start von Copilot werden.
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