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Paradoxes Verhältnis

Viele nutzen KI, misstrauen aber den Anbietern

Für viele User in Deutschland ist die KI der erste Kontakt in allen Lebenslagen.
Per Handy im Handumdrehen Rat gefunden: Künstliche Intelligenz wird für viele zum täglichen Ansprechpartner Foto: Getty Images

4. Oktober 2026, 13:07 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Die KI-Nutzung steigt stetig – KI-Chatbots werden immer häufiger für persönliche Gespräche genutzt. Das zeigt eine aktuelle Studie. Demnach haben 68 Prozent der befragten Nutzer bereits sensible Themen mit einer KI besprochen. Besonders oft geht es um psychische Gesundheit, aber auch um Finanzen, Beziehungen, familiäre Konflikte oder Probleme im Job.

Gründe für die steigende KI-Nutzung

Interessant ist dabei ein Widerspruch. Viele Menschen nutzen ChatGPT, Copilot oder Claude als Gesprächspartner, vertrauen den Unternehmen hinter den Diensten aber nur eingeschränkt. 40,5 Prozent der Befragten geben an, wenig oder gar kein Vertrauen in den Schutz sensibler Daten durch KI-Anbieter zu haben.

Der Hauptgrund für die Nutzung liegt laut Studie nicht im Vertrauen, sondern in der Verfügbarkeit. Chatbots sind rund um die Uhr erreichbar, reagieren sofort und urteilen nicht. Gerade bei belastenden oder unangenehmen Themen wird das als Vorteil wahrgenommen.

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Angst vor Werbung größer als vor KI-Training

Beim Datenschutz zeigt sich eine überraschende Priorität. 51 Prozent sorgen sich davor, dass ihre Gespräche für Werbe- oder Marketingprofile genutzt werden könnten. Nur 43 Prozent befürchten, dass ihre Eingaben zum Training von KI-Modellen verwendet werden.

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Datenschutz als Erfolgsfaktor

Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass bessere Datenschutzkonzepte die Akzeptanz weiter steigern könnten. 44 Prozent würden einer KI noch sensiblere Informationen anvertrauen, wenn der Schutz persönlicher Daten garantiert wäre. 71 Prozent bevorzugen einen Chatbot, der speziell auf Privatsphäre ausgelegt ist.

Die Umfrage wurde von dem schweizerischen Unternehmen Proton in Auftrag gegeben, allerdings ohne dass der Auftraggeber dabei bekannt gegeben wurde. Befragt wurden 4014 KI-Chatbot-User aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA.

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