15. Mai 2026, 17:56 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Im Rahmen von „The Android Show“ hat Google eine neue Laptop-Generation namens Googlebooks vorgestellt. Anders als bei Chromebooks, auf denen ChromeOS läuft, sollen Googlebooks mit einem neuen Betriebssystem kommen, das in erster Linie auf die Verwendung von Android-Apps ausgelegt ist. Der Codename für das System: Aluminum OS.
Kurz vor der Googlebook-Ankündigung verbreitete der Leaker Mystic Leaks über seinen Telegram-Kanal Screenshots und ein 16-minütiges Video von Aluminium OS, das er angeblich auf einem MacBook installiert habe. Mittlerweile hat Google zwar selbst Einblicke in das neue Betriebssystem gegeben. Der Leak zeigt jedoch Details, die der Konzern bislang nicht preisgegeben hat.
Android mit Desktop-Funktionen
Wie „Android Authority“ berichtet, scheint Aluminium OS weitgehend auf Android zu basieren. Laut Mystic Leaks soll es eher an eine erweiterte Version von Samsung DeX erinnern als an ein vollwertiges Desktop-Betriebssystem. DeX ist eine von Samsung entwickelte Erweiterung der Android-Oberfläche mit Desktopumgebung, Taskleiste und Fenstern mit veränderbarer Größe. Googles Variante bietet virtuelle Desktops, Desktop-Ordner und einblendbare Schnellzugriffe. In der Taskleiste befinden sich ein App-Drawer, die Google-Suche sowie Verknüpfungen zum Play Store und weiteren Google-Diensten.
Dem Leak zufolge sind viele Anwendungen in der Desktopumgebung noch nicht speziell für Maus- und Tastatursteuerung optimiert. Selbst Google-Apps sollen derzeit lediglich als Webversionen in separaten Fenstern laufen. Dadurch entsteht zwar eine Desktop-Ansicht, die Bedienung unterscheidet sich aber offenbar nur begrenzt von Android auf Tablets.
In dem gezeigten Video taucht die komplett neue App „Link to iOS“ auf. Das Betriebssystem dürfte sich also nicht nur mit Android-Geräten, sondern auch mit iPhones verknüpfen lassen. Eine ähnliche Funktion bietet Microsoft in Windows mit „Phone Link“ zur Synchronisierung mit Android-Geräten oder iPhones an.
Tiefe Integration von Künstlicher Intelligenz
Die Einstellungen und der Sperrbildschirm ähneln stark den bekannten Ansichten von Android-Smartphones und ‑Tablets. Die Einrichtung des Systems erfolgt ebenfalls über den üblichen Google-Einrichtungsassistenten. Viele Funktionen wirken Mystic Leaks zufolge unfertig oder orientieren sich stark an bestehenden Android-Lösungen.
Im Rahmen von „The Android Show“ hat Google mehr Informationen über das Betriebssystem der Googlebooks bekannt gegeben. Gemini Intelligence steht hier künftig wie bei Android im Mittelpunkt des gesamten Nutzererlebnisses – statt nur ein separater Assistent zu sein. Die auffälligste Funktion ist der sogenannte „Magic Pointer“: Wenn man den Cursor bewegt oder kurz kreisen lässt, kann Gemini direkt Inhalte analysieren, Texte zusammenfassen, Produkte vergleichen, Daten extrahieren oder Bilder bearbeiten.
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Insgesamt wirkt das Betriebssystem Aluminium OS wie eine Mischung aus Android und Chrome OS mit einem permanenten KI-„Überzug“ über das ganze System. Google dürfte damit versuchen, den Laptop selbst zu einem proaktiven Gemini-Assistenten zu machen, statt nur zu einer Plattform zum Starten von Apps.