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Außerplanmäßiger

Microsoft verteilt Notfall-Update für Windows 10 und 11

Zwei aufgeklappte Laptops stehen nebeneinander auf einem Tisch. Auf dem Bildschirm im Vordergrund ist das Windows-11-Logo mit blauem Hintergrund zu sehen. Im Hintergrund zeigt ein weiterer Bildschirm den Schriftzug Windows 10 auf blauem Hintergrund. Beide Geräte sind leicht versetzt zueinander aufgenommen.
Microsoft hat nach Problemen mit einem Sicherheitsupdate eine außerplanmäßige Korrektur verteilt Foto: picture alliance / NurPhoto
Przemyslaw Szymanski

22. September 2026, 17:15 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Microsoft hat ein außerplanmäßiges Update für Windows 10 und Windows 11 veröffentlicht. Hintergrund sind Probleme, die nach einem Sicherheitsupdate vom 8. September 2026 aufgetreten sind. Der neue Patch soll mehrere Fehler beseitigen und steht für verschiedene Windows-Versionen bereit.

Probleme mit Linux-Systemen und Dateifreigaben

Einer der Fehler betrifft virtuelle Linux-Computer, die über die Windows-Funktion Hyper-V betrieben werden. Nach dem Sicherheitsupdate konnten dort freigegebene Ordner des Windows-Rechners unter Umständen nicht mehr genutzt werden. Dadurch war der Zugriff auf gemeinsam verwendete Dateien eingeschränkt.

Microsoft erklärt im Windows-Nachrichtencenter, dass die Störung im Zusammenhang mit den freigegebenen Ordnern auftritt. Nutzer konnten dadurch nicht wie gewohnt auf Inhalte zugreifen, die zwischen Windows und dem virtuellen Linux-System geteilt werden.

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Fernzugriff und Audiogeräte betroffen

Deutlich schwerwiegender war ein weiteres Problem beim Fernzugriff. Der dafür zuständige Dienst konnte in einigen Fällen nicht mehr reagieren. Neue Verbindungen ließen sich dadurch nicht aufbauen. Laut Microsoft konnte die Störung sogar verhindern, dass sich Nutzer am betroffenen Computer oder aus der Ferne anmelden. Gerade bei Systemen, die regelmäßig über eine Remote-Verbindung genutzt werden, führte der Fehler damit zu erheblichen Einschränkungen.

Auch interessant: Microsoft schließt Rekordzahl an Sicherheitslücken

Neben den Problemen mit Hyper-V und dem Fernzugriff nennt Microsoft einen weiteren Fehler. Betroffen sind einige USB-Audiogeräte, die noch den älteren Standard USB Audio 1.0 verwenden. Die Audiogeräte können ausfallen, wenn mehrere Tonkanäle gleichzeitig wiedergegeben werden. Welche Modelle konkret betroffen sind, nennt Microsoft nicht.

Notfall-Patch steht bereit

Bereits am 14. September stellte Microsoft die Korrektur in Form eines sogenannten Out-of-Band-Updates bereit. Dabei handelt es sich um ein Sonder-Update außerhalb des regulären monatlichen Update-Zyklus.

Auf Geräten mit Windows 11 in den Versionen 26H1, 25H2 und 24H2 wird das Update automatisch heruntergeladen und installiert. Der Patch soll die gemeldeten Fehler korrigieren und enthält außerdem zusätzliche Sicherheitskorrekturen. Für Windows 11 23H2 sowie Windows 10 22H2 im ESU-Programm stuft Microsoft das Update als optional und nicht sicherheitsrelevant ein. ESU steht für „Extended Security Updates“ und bezeichnet zusätzliche Sicherheitsupdates für Windows 10 nach dem regulären Supportende.

Wer das Update manuell installieren möchte, öffnet „Einstellungen“ und anschließend „Windows Update“. Dort genügt ein Klick auf „Nach Updates suchen“ sowie danach auf „Herunterladen und installieren“. Unter Windows 11 trägt das Update die Kennnummer KB5129242. Für Windows 10 lautet die entsprechende Kennung KB5129236.

Beide Pakete stehen auch im Microsoft Update-Katalog zum Download bereit. Bei den meisten unterstützten Windows-Versionen enthält der Notfall-Patch bereits sämtliche Verbesserungen des Sicherheitsupdates vom 8. September. Eine vorherige Installation des ursprünglichen Updates ist deshalb nicht erforderlich.

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