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Microsoft ändert Regeln

Alte Drucker bekommen unter Windows ein Problem

Person steht vor einem Drucker in einem Büro und berührt mit einem Finger das beleuchtete Display des Geräts. Der Drucker steht auf einem kleinen Schrank mit Schubladen. Im Hintergrund sind Holzwandpaneele, Schreibtische und Bürostühle zu sehen. Die Aufnahme zeigt hauptsächlich den Drucker, den Arm der Person und den Bedienbereich des Geräts.
Microsoft setzt bei Windows künftig stärker auf standardisierte Druckertreiber statt Hersteller-Software Foto: Getty Images
Sandra Bültermann

9. Oktober 2026, 9:00 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Microsoft baut die Drucker-Unterstützung von Windows grundlegend um. Während moderne Modelle davon profitieren sollen, könnten ältere Geräte langfristig auf der Strecke bleiben.

Drucker funktionieren unter Windows bislang oft mithilfe spezieller Treiber, die von Herstellern wie HP, Canon, Epson oder Brother bereitgestellt werden. Diese Software sorgt dafür, dass das Betriebssystem die jeweiligen Modelle erkennt und alle Funktionen nutzen kann.

Microsoft möchte sich von diesem Konzept jedoch schrittweise lösen. Stattdessen setzt das Unternehmen auf das Internet Printing Protocol, kurz IPP. Der Standard ermöglicht die Kommunikation zwischen Computer und Drucker ohne einen eigenen Treiber für jedes einzelne Gerät. Moderne Drucker unterstützen IPP in der Regel bereits ab Werk und können deshalb problemlos mit dem neuen Ansatz arbeiten.

Windows setzt zunehmend auf einen einheitlichen Standard

Die Umstellung läuft bereits. Seit dem 15. Januar 2026 verteilt Microsoft keine neuen Druckertreiber mehr über Windows Update für Windows 11 und Windows Server 2025. Seit dem 1. Juli 2026 greift das Betriebssystem bei kompatiblen Geräten zudem bevorzugt auf einen integrierten IPP-Klassentreiber zurück.

Für aktuelle Druckermodelle dürfte das meist keine spürbaren Folgen haben. Anders sieht es bei älteren Geräten aus. Vor allem Drucker, die ausschließlich auf proprietäre Treiber angewiesen sind und moderne Standards wie IPP, IPP over USB oder Mopria nicht beherrschen, könnten langfristig Probleme bekommen. In solchen Fällen lassen sich möglicherweise nicht mehr alle Funktionen nutzen.

Schutzmodus könnte alte Geräte ausbremsen

Besonders wichtig wird dabei der sogenannte „Windows Protected Print Mode“. Dieser Sicherheitsmodus erlaubt ausschließlich Drucktechnologien, die von Windows selbst unterstützt werden. Geräte, die zwingend auf herstellerspezifische Treiber angewiesen sind, können dadurch eingeschränkt werden.

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Noch lässt sich der Schutzmodus deaktivieren. Dadurch können ältere Treiber weiterhin installiert und genutzt werden. Microsoft plant jedoch, den Protected Print Mode künftig standardmäßig zu aktivieren. Mit jeder neuen Windows-Version steigt somit die Wahrscheinlichkeit, dass sehr alte Druckermodelle nicht mehr vollständig mit dem Betriebssystem zusammenarbeiten. Wer ein älteres Gerät nutzt, sollte daher prüfen, ob der Drucker moderne Standards wie IPP oder Mopria unterstützt.

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