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Apple als Vorbild

Microsoft führt Windows-11-Funktion ein, die macOS schon lange hat

Microsoft-Logo an Gebäude
Neue Funktionen in Windows 11 sollen Touchpads durch Vibrationen realistischer reagieren lassen Foto: picture alliance/dpa
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Mats Pache

20. April 2026, 13:41 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Microsoft arbeitet daran, ein bekanntes Bedienkonzept von MacBooks stärker in die Windows-Welt zu bringen. Im Mittelpunkt steht das sogenannte haptische Feedback bei Touchpads. Dabei wird ein Klick nicht mehr mechanisch erzeugt, sondern durch kleine Motoren simuliert. Auf vielen Windows-Laptops erfolgt dieser Klick bislang weiterhin über bewegliche Teile.

Bei Apple-Geräten hingegen bleibt die Oberfläche starr, während ein Motor das Klickgefühl erzeugt. Zudem lässt sich die Intensität dieses Feedbacks bei MacBooks anpassen. Microsoft unterstützt diese Technik grundsätzlich schon länger, doch viele Hersteller setzen sie bisher nicht ein. Das soll sich ändern. Das Unternehmen erweitert den Support in Windows 11 und will Gerätehersteller motivieren, entsprechende Technik häufiger zu verbauen.

Neue Einsatzbereiche für haptisches Feedback

In einer aktuellen Vorabversion von Windows 11 testet Microsoft mehrere neue Szenarien für haptische Rückmeldungen. Nutzer können dabei ein leichtes Vibrieren wahrnehmen, wenn sie bestimmte Aktionen ausführen. Nach Angaben des Online-Magazins „WindowsLatest“ sind bislang vier Fälle dokumentiert:

  • Objekte in PowerPoint ausrichten
  • Fenster ausrichten
  • Fenstergröße ändern
  • Mit der Maus über die Schaltfläche „Schließen“ fahren

Damit diese Funktionen genutzt werden können, sind jedoch kompatible Eingabegeräte erforderlich. Gemeint sind sehr wahrscheinlich Laptops mit entsprechend ausgestatteten Touchpads.

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Testphase läuft im Insider-Programm

Derzeit verteilt Microsoft die neuen Funktionen schrittweise an Teilnehmer des Windows-Insider-Programms. Verfügbar sind sie ab der Preview-Build 26300.8155 im Entwicklerkanal. Dieser Kanal soll bald umbenannt werden und künftig als „Experimental-Kanal“ auftreten. Der neue Name deutet darauf hin, dass sich die getesteten Funktionen noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden.

Wann die neuen Features für alle Nutzer verfügbar sind, bleibt offen. Es könnte noch einige Zeit dauern, bis Microsoft die Funktion breit ausrollt. Da sich die Neuerung vor allem an Notebooks richtet, wäre ein Release im Rahmen des Updates 26H1 für Copilot+-Geräte denkbar. Ob die Entwicklung bis dahin abgeschlossen ist, ist jedoch nicht bestätigt. Alternativ könnte die Funktion erst mit dem späteren Update 26H2 erscheinen.

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Noch wenige kompatible Geräte am Markt

Selbst bei einer Veröffentlichung bleibt die Auswahl unterstützter Geräte vorerst begrenzt. In der Windows-Welt gibt es aktuell nur wenige Laptops mit haptischem Feedback. Ein Microsoft-Manager erklärte, dass man gezielt Anreize für Hersteller schaffen möchte, diese Technik häufiger zu integrieren.

Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass künftig auch andere Gerätetypen entsprechende Funktionen erhalten. In der Dokumentation ist lediglich von „kompatiblen Geräten“ die Rede, ohne sich ausschließlich auf Touchpads festzulegen.

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