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Nighthawk r2

IBM-Quantencomputer löst 110-Jahre-Aufgabe in nur 19 Sekunden

IBMs Superprozessor Nighthawk r2 sorgt für Aufsehen
IBMs Superprozessor Nighthawk r2 sorgt für Aufsehen Foto: IBM

7. Oktober 2026, 11:18 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Ein neuer Quantencomputer von IBM hat eine komplexe Rechenaufgabe in nur 19 Sekunden gelöst. Ein klassischer Supercomputer würde dafür nach Berechnungen der Forscher rund 110 Jahre benötigen.

Superprozessor setzt auf Qubits

Der neue Quantenprozessor von IBM trägt den Namen „Nighthawk r2“ und funktioniert grundlegend anders als herkömmliche Computer. Klassische Rechner arbeiten mit Bits, die immer nur einen von zwei Zuständen annehmen können: 0 oder 1. Milliarden dieser Schalter verarbeiten Daten, Programme, Bilder oder Videos.

Quantencomputer setzen dagegen auf sogenannte Qubits. Diese lassen sich vereinfacht mit einer rotierenden Münze vergleichen. Während eine liegende Münze nur Kopf oder Zahl zeigt, kann eine sich drehende Münze gewissermaßen beide Zustände gleichzeitig repräsentieren. Dadurch können Quantencomputer bestimmte Rechenaufgaben parallel bearbeiten und müssen nicht jede Möglichkeit nacheinander prüfen. Besonders bei komplexen Simulationen, Optimierungsproblemen oder der Entwicklung neuer Medikamente gilt das als großer Vorteil.

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Nighthawk r2 demonstriert IBMs Leistungsfähigkeit

Wie das Wissenschaftsportal „Science Alert“ meldet, stellte IBM für einen Versuch Forschern einen „Nighthawk r2“ über die Cloud bereit. Der Prozessor verfügt über 120 Qubits, von denen für den Test 61 verwendet wurden. Diese wurden in einer Reihe immer komplizierterer und zufällig erzeugter Rechenschritte miteinander verbunden.

Anschließend wiederholte das System die Messungen sehr häufig und erzeugte daraus eine Million Ergebnisse. Nach insgesamt 36 Rechenrunden erreichte der Quantencomputer sein Ziel: Die Aufgabe war in nur 19 Sekunden abgeschlossen. Das Ergebnis zeigt, welches Potenzial moderne Quantenprozessoren inzwischen bei bestimmten Spezialaufgaben besitzen.

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Supercomputer bleiben dennoch relevant

Die Forscher berechneten anschließend, welchen Aufwand ein klassischer Rechner für dieselbe Aufgabe betreiben müsste. Ihrer Schätzung zufolge wären dafür rund 1,2 × 10²⁷ Rechenoperationen nötig. Selbst „Frontier“, einer der leistungsstärksten Supercomputer der Welt, würde dafür etwa 110 Jahre benötigen.

Trotzdem bedeutet das nicht, dass Quantencomputer klassische Hochleistungsrechner bereits verdrängt haben. Die Berechnung basiert auf einer bestimmten Methode zur Abschätzung des Aufwands. Sollte ein effizienterer Algorithmus für klassische Systeme gefunden werden, könnte sich die benötigte Rechenzeit deutlich verkürzen. Das Experiment liefert dennoch einen weiteren Hinweis darauf, wie groß der Vorsprung von Quantencomputern bei ausgewählten Aufgaben inzwischen sein kann.

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