27. Oktober 2026, 16:03 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Apple stattet gleich zwei seiner Macs mit dem neuen M6-Chip aus. Sowohl das 14-Zoll-MacBook-Pro als auch der 24-Zoll-iMac erhalten mehr Leistung, schnellere Funktechnik und Verbesserungen bei KI-Anwendungen. Während beim MacBook Pro vor allem Besitzer älterer M1-Modelle profitieren sollen, fällt der Leistungssprung beim iMac gegenüber Intel-Geräten besonders groß aus.
M6 soll Grafik und KI kräftig beschleunigen
Im Zentrum der neuen Modelle steht Apples M6. Im MacBook Pro verfügt der Chip über jeweils zwölf CPU- und GPU-Kerne. Gegenüber dem M5 verspricht Apple bis zu 30 Prozent mehr Grafikleistung, ausgewählte KI-Aufgaben sollen bis zu 25 Prozent schneller laufen.
Deutlich größer fallen die von Apple genannten Unterschiede zu älteren Geräten aus. Gegenüber einem MacBook Pro mit M1 soll die Grafikleistung bis zu elfmal höher ausfallen, bei bestimmten KI-Aufgaben spricht Apple sogar vom bis zu 13-fachen Tempo. Serienmäßig sind 16 Gigabyte gemeinsamer Arbeitsspeicher verbaut, optional gibt es bis zu 32 GB.
Auch der iMac profitiert vom M6. Je nach Modell arbeitet der Chip hier mit bis zu zwölf CPU- und zwölf GPU-Kernen. Bei ausgewählten KI-Anwendungen soll der Rechner laut Apple bis zu fünfmal schneller sein als der Vorgänger mit M4. Bei anspruchsvollen Grafikaufgaben nennt der Hersteller eine bis zu doppelte Leistung.
Noch größer soll der Abstand zu älteren Intel-Modellen sein. Im Vergleich zu einem ausgewählten Intel-iMac gibt Apple eine bis zu 18-fache Performance an. Solche Maximalwerte beziehen sich allerdings auf bestimmte Tests und Programme und lassen sich nicht auf jede Anwendung übertragen. Besonders Nutzer eines älteren Intel- oder M1-iMac dürften den Leistungssprung daher stärker bemerken als Besitzer eines aktuelleren Geräts.
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Beim 14-Zoll-MacBook-Pro bleibt das bekannte Liquid-Retina-XDR-Display erhalten, das bei HDR-Inhalten bis zu 1600 Nits Spitzenhelligkeit erreicht. Zur Ausstattung gehören außerdem HDMI, MagSafe 3, drei Thunderbolt-4-Anschlüsse, ein SDXC-Kartenleser und ein Kopfhöreranschluss.
Für Videotelefonate ist eine 12-Megapixel-Kamera an Bord, die Wiedergabe übernimmt ein System aus sechs Lautsprechern. Apple gibt eine Akkulaufzeit von bis zu 24 Stunden an. Mit einem kompatiblen 96-Watt-Netzteil soll der Akku innerhalb von 30 Minuten wieder einen Ladestand von bis zu 50 Prozent erreichen.
Beim iMac lässt sich optional 2,5-Gigabit-Ethernet konfigurieren. Zudem soll die SSD bis zu doppelt so hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten erreichen. Je nach Ausstattung stehen bis zu vier Thunderbolt-4-Anschlüsse zur Verfügung. Darüber hinaus lassen sich zwei zusätzliche 6K-Monitore betreiben.
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Beim iMac bleibt das bekannte Design
Äußerlich hält Apple beim iMac am bisherigen Konzept fest. Das Display misst weiterhin 24 Zoll, bietet eine 4,5K-Auflösung und erreicht 500 Nits Helligkeit. Eine 12-Megapixel-Center-Stage-Kamera, drei Mikrofone und das integrierte Lautsprechersystem gehören ebenfalls zur Ausstattung.
Auch bei den Farben bleibt die Auswahl groß. Angeboten wird der iMac in Blau, Grün, Pink, Gelb, Violett, Orange und Silber. Das MacBook Pro erscheint dagegen in Space Schwarz und Silber.
Auf dem iMac ist macOS 27 „Golden Gate“ vorinstalliert. Damit erweitert Apple auch seine KI-Funktionen. Safari soll unter anderem Tabs automatisch nach Themen sortieren sowie auf Preisänderungen und wieder verfügbare Produkte hinweisen. KI-Anwendungen können dank M6 zudem direkt auf dem Rechner ausgeführt werden.
Preise und Verfügbarkeit
Beide neuen Macs lassen sich ab dem 28. Oktober 2026 vorbestellen, die Auslieferung beginnt am 6. November.
Das MacBook Pro mit M6 startet bei 2299 Euro. Der neue iMac kostet mit 10-Core-CPU und 10-Core-GPU mindestens 1799 Euro. Für die stärkere Variante mit jeweils zwölf CPU- und GPU-Kernen verlangt Apple mindestens 1999 Euro.
Damit richten sich die neuen M6-Macs vor allem an Nutzer älterer Geräte. Beim MacBook Pro dürfte ein Umstieg insbesondere von einem M1-Modell oder einem noch älteren Rechner interessant sein. Beim iMac verspricht der Wechsel von einem Intel- oder frühen Apple-Silicon-Modell die deutlichsten Leistungsgewinne. Wer dagegen bereits einen aktuellen Mac besitzt, bekommt zwar mehr Grafik- und KI-Leistung sowie modernere Funktechnik, aber ein wesentlich kleineres Upgrade.