Wer gerne Filme und Serien schaut, bekommt bei Amazon mehr als nur Prime Video. Zwar ist das Angebot bereits immens groß, doch für den ein oder anderen Geheimtipp lohnt sich vor allem ein Blick in die verschiedenen Zusatzkanäle. Diese kosten zwar extra, bieten aber oft speziell kuratierte Angebote für den besonderen Geschmack. Auch bei Apple TV gibt es derlei Kanäle. So erscheint demnächst auch der 90er-Jahre Erotikthriller „Sliver“.
Darum geht es in „Sliver“
Die Lektorin Carly Norris zieht in das exklusive Manhattaner Hochhaus „Sliver“. Erst nach ihrem Einzug erfährt sie vom rätselhaften Tod ihrer Vormieterin, die ihr auffallend ähnlich sah. Unter den Nachbarn befinden sich der schwer durchschaubare Autor Jack Lansford sowie Eigentümer Zeke Hawkins, dem Carly schon bald näherkommt.
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Doch Zeke verbirgt eine beunruhigende Leidenschaft: Mit Kameras und zahlreichen Monitoren beobachtet er heimlich die Bewohner des Hauses. Während Carly immer tiefer in seine Welt aus Kontrolle und Voyeurismus gerät, ereignen sich weitere mysteriöse Todesfälle.
Die Inhaltsangabe liest sich wie bekannte und reale Gruselgeschichten über versteckte Kameras in Ferienwohnungen. Doch nicht nur im Film selbst geht es schwierig zu – auch hinter den Kulissen hat es allerlei Probleme gegeben. Etwa dass sich die beiden Stars, Sharon Stone und William Baldwin, während der Dreharbeiten nicht ausstehen konnten.
2024 enthüllte Stone außerdem im Podcast mit Louis Theroux, dass Produzent Robert Evans während der Dreharbeiten von „Sliver“ vorschlug, sie solle mit ihrem Ko-Star Baldwin auch privat schlafen. Das würde dessen Darbietung vor der Kamera und ihre Leinwandchemie verbessern und den Film retten. Die Schauspielerin gab aber nicht nach.
Auch die Altersfreigabe sorgte vor Filmstart für Probleme. Aufgrund der Sex- und Nacktszenen drohte das Projekt mit dem NC-17 die höchste Altersfreigabe in den USA zu erhalten – das wäre von vornherein der kommerzielle Niedergang gewesen. Regisseur Philip Noyce nahm deshalb laut einer Reportage von „Entertainment Weekly“ 110 Änderungen vor, um der hohen Einstufung zu entgehen. Im Zuge dessen soll es zu gegenseitigem Angeschreie in Telefonaten mit der MPAA, der US-Freigabebehörde, gekommen sein.
„Sliver“ bei Arthaus+ streamen
Ob es geholfen hat? Zumindest kommerziell lief „Sliver“ mit einem Einspielergebnis von etwa 116 Millionen US-Dollar bei einem Budget von circa 40 Millionen ordentlich. Die Kritiken waren allerdings vernichtend, bei Rotten Tomatoes etwa sind nur grottige 21 Prozent der professionellen Kritiken positiv. Der Versuch, im Fahrwasser von „Basic Instinct“ Sharon Stone erneut in einem Erotikthriller spielen zu lassen, ist zumindest künstlerisch gescheitert.
Wer dennoch Lust auf knisternde Momente hat mit einem nostalgischen 90er-Einschlag, kann ja „Sliver“ dennoch eine Chance geben. Der Film erscheint am 19. November 2026 bei Arthaus+, einem Zusatzkanal bei Amazon Prime Video oder Apple TV. Die Zusatzkosten für das Abo betragen 3,99 Euro im Monat.
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