Genauere Sendungsauskünfte

Live-Tracking! Deutsche Post will Paket- und Briefversand verbessern

Künftig sollen Empfänger ganz genau wissen, wann ihr Paket kommt
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Das Versenden und Empfangen von Paketen und Briefen soll künftig noch einfacher und besser nachverfolgbar werden. Die Deutsche Post DHL Group plant dafür einen Ausbau ihrer digitalen Angebote. Noch in diesem Jahr soll beispielsweise das neue Live-Tracking starten, das Empfänger 15 Minuten vor Zustellung darüber informiert, dass ihr Paket kommt.

Wer kennt es nicht – man wartet zuhause auf ein Paket, das aber nicht ankommt. Möglicherweise ist man auch genau dann nicht im Haus, wenn der Paketbote die Lieferung zustellen möchte. Das ist ärgerlich, und zwar für beide Seiten. Mit einer noch genaueren Sendungsauskunft möchte die Deutsche Post diese Problematik künftig vermeiden – mithilfe des neuen Live-Trackings.

Sendungsverfolgung in Echtzeit

Bereits jetzt ist es möglich, bei bestimmten Sendungen zu verfolgen, wo sie sich in etwa befinden. Dazu wird meist ein ungefährer Standort des Lieferfahrzeuges in einer Umgebungskarte dargestellt. Zudem sehen Empfänger, wie viele Stopps noch vor ihrem Ziel angefahren werden müssen. Die Angaben sind aber nicht besonders genau, wodurch Nutzer nur schwer einschätzen können, wie lange sie noch auf ihr Paket warten müssen.

Das soll sich aber ändern. Künftig sollen Empfänger von DHL-Paketen in der Sendungsverfolgung auf dhl.de und in der DHL-App nahezu in Echtzeit verfolgen können, wann genau die Sendung zugestellt wird. Dafür erhalten sie bereits morgens zum Zeitpunkt der Beladung des Zustellfahrzeuges ein 60- bis 90-minütiges Zustellzeitfenster und erfahren wie bisher die Anzahl der noch verbleibenden Zustellstopps, die vor ihnen eingeplant sind. 15 Minuten vor Ankunft werden Empfänger zudem über die bevorstehende Auslieferung informiert. Sollten sie nicht zuhause sein, können sie ihr Paket auch dann noch an einen Zustellort ihrer Wahl umleiten, so die Deutsche Post.

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Mobile Paketmarken auch für Sendungen ins EU-Ausland

Viele Versender nutzen bereits die von der DHL angebotenen digitalen Paketscheine in Form von QR-Codes. Statt selbst einen Zettel mit den Absender- und Empfängerdaten auszudrucken und auf das Paket zu kleben, wird die Frankierung bei der Abgabe des Paketes in den Postfilialen oder Packstationen vorgenommen. Bislang hat die Deutsche Post diesen Service nur für innerdeutsche Paketsendungen angeboten. Doch bald soll die mobile Paketmarke auch innerhalb der EU verfügbar sein.

Mobile Briefmarken und Sendungsverfolgung von Briefen im Internet

Ressourcensparender sollen auch die neuen Briefmarken werden. Kunden können das gewünschte Porto per App anfordern und online bezahlen. Sie erhalten dann einen Zahlencode, den sie rechts oben auf die Postkarte oder ihren Brief schreiben. Das Aufkleben einer klassischen Briefmarke entfällt.

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Wer stattdessen lieber eine Briefmarke verwenden möchte, kann zu den neuen Marken mit QR-Code greifen. Dieser Code wird in den Sortierzentren am Abgangs- und Empfangsort erfasst, wodurch ein Tracking der Briefe möglich ist. Geht ein Brief verloren oder dauert die Zustellung ungewöhnlich lange, kann die Deutsche Post recherchieren, wo sich der Brief befindet. Absender wiederum erhalten im Internet genaue Informationen zum Status ihrer Sendung.

Und noch einen Vorteil haben Briefmarken mit QR-Code für die Post – sie lassen sich nicht wiederverwerten. Immer wieder kommt es vor, dass Briefmarken falsch abgestempelt und so quasi nicht entwertet sind. Nutzer können sie dann ablösen und erneut auf einen Brief kleben. Dieses Problem kommt derzeit noch recht häufig vor, so die Post.