Unbekannter Anrufer?

So finden Sie ganz leicht den Besitzer einer unbekannten Handynummer heraus

Besorgte Frau am Smartphone
Wer regelmäßig unbekannte Anrufer hat, sollte im Netz recherchieren, wer dahinter steckt
Foto: Getty Images

Sie sind genervt von unbekannten Handynummern auf dem Smartphone? TECHBOOK zeigt, mit welchen Tricks man ganz leicht den Namen des Anrufers herausfinden kann.

Schon wieder ein unbekannter Anrufer auf dem Smartphone? Das kann ganz schön nerven: Ist es vielleicht ein Freund mit einer neuen Nummer – oder doch nur wieder der lästige Hotline-Mitarbeiter des Mobilfunkanbieters, der einen neuen Vertrag anpreisen will? Noch schlimmer: Vielleicht klingelt ein Stalker, das Finanzamt oder eine bereits verdrängte Club-Bekanntschaft. Keine Sorge: Es ist möglich, die Identität des Anrufers anhand der Handynummer herausfinden.

Telefonbuch mit Rückwärtssuche

Eine gute erste Anlaufstelle ist die Telefonbuch-Rückwärtssuche beim Online-Telefonbuch: Hier kann man einfach die Nummer eingeben und bekommt den Inhaber des entsprechenden Telefonanschlusses angezeigt – zumindest, wenn dieser zuvor mit einem Eintrag einverstanden war. Eine geeignete App ist beispielsweise „Das Örtliche Telefonbuch für Deutschland“. Die Anwendung ist intuitiv und die Datenbank recht umfassend – zumindest, wenn es sich um eine deutsche Nummer handelt.

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Personen über WhatsApp finden

Auch der Messenger WhatsApp kann helfen, eine unbekannte Handynummer zuzuordnen: Speichern Sie die unbekannte Nummer einfach ins Telefonbuch Ihres Smartphones ein. Sollte der Anrufer ein Konto bei WhatsApp haben, finden Sie ihn dort automatisch unter „Kontakte“. Ein Profilbild oder der Status können vielleicht Aufschluss über die Identität geben.

Mailbox anrufen

Bringt das noch immer keinen Erfolg, kann ein Anruf auf die Mailbox vielleicht Klarheit schaffen – möglicherweise hat der Anrufer ja eine individuelle Ansage für seine Smartphone-Mailbox eingerichtet. Es gibt einen Weg, die Mailbox direkt anzurufen, ohne dass es vorher klingelt. Jeder Anbieter hat dafür einen entsprechenden Code, der beim Wählen zwischen Vorwahl und Nummer gestellt wird. Bei Vodafone ist das etwa die 50, T-Mobile hat die 13 und O2 die 33. Bei welchem Anbieter der Anrufer ist, können Sie an den Vorwahlen ablesen, die wie folgt verteilt sind:

Telekom:

01511
01512
01514
01515
01516
01517
0160
0170
0171
0175

Vodafone:

01520
01522
01523
01525
0162
0172
0173
0174

O2 (und E-Plus):

01590
0176
0179
01570
01573
01575
01577
01578
0163
0177
0178

Wenn nun ein Anruf mit der Nummer 01520-1234567 reinkommt, wissen Sie, er ist ein Kunde von Vodafone. Wenn Sie die Mailbox anrufen wollen, schalten Sie die Zahl 50 dazwischen und rufen folgende Nummer an: 01520-50-1234567. Das funktioniert auch, wenn der Inhaber seine Nummer von einem Anbieter zu einem anderen mitgenommen hat. Wenn also beispielsweise die Handynummer, die Sie überprüfen wollen, der Vorwahl nach zu Vodafone gehört, jetzt aber mit derselben Rufnummer einen Telekom-Vertrag nutzt, wird der Anruf an die Mailbox automatisch umgeleitet.

Hinweis: Vorsicht ist geboten, wenn keine der gängigen Nummern für den Anruf genutzt wurde. Wenn Sie keine lieben Verwandten oder Freunde im Ausland haben – was eine ausländische Nummer erklären und die Identifizierung erleichtern würde –, sollten Sie aufpassen, dass es sich nicht eventuell um eine Bezahlfalle handelt.

Nutzen Sie die Google-Suche

Natürlich können Sie die Nummer auch einfach testweise bei Google eingeben – sollten dabei allerdings ein paar Dinge beachten. Geben Sie die Nummer auf jeden Fall in Anführungszeichen („“) ein, damit Google auch nur konkret diese Nummernfolge sucht. Vielleicht finden Sie so ein Unternehmen, dem Sie die Nummer zuordnen können. Auf Seiten wie „Tellows“ können Sie die Nummer auch eingeben und schauen, ob sich bereits andere Nutzer über Spam oder Abzocke beschwert haben und erzählen, wer hinter der Nummer steckt. Dann wissen Sie zumindest, dass Sie sich den Rückruf sparen können.

CallerID-Seiten wie „Opencnam“ mit Vorsicht genießen

Eine weitere Anlaufstelle sind CallerID-Seiten wie Opencnam: Geben Sie hier eine Telefonnummer ein, spuckt die Seite im besten Fall tatsächlich einen Namen dazu aus. TECHBOOK hat es in der Vergangenheit mit mehreren Nummern getestet – und war überrascht: Zwar gab es nicht bei jeder Nummer ein Ergebnis, bei manchen funktionierte es aber tatsächlich, sowohl Vor- als auch Nachname waren korrekt. Irgendwie gruselig – aber auch nützlich.

Allerdings ist das Ganze mit Vorsicht zu genießen! Portale wie t3n oder bento berichten von Fällen, in denen die Seite sogar Spitznamen und Wohnort der Leute ausspuckte. Das liegt daran, dass der Betreiber der Seite auf die Daten von Telefonanbietern zurückgreift.

Wer nun noch immer keine Klarheit hat und sich vom Anrufer belästigt fühlt – TECHBOOK gibt im folgenden Artikel Tipps, wie Sie Nervensägen einfach blockieren.