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Nicht bekannter Anrufer?

So findet man den Besitzer einer Handynummer heraus

Ruft mal wieder eine unbekannte Nummer an? So lässt sich herausfinden, wer dahinter steckt
Ruft mal wieder eine unbekannte Nummer an? So lässt sich herausfinden, wer dahinter steckt Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

7. Mai 2026, 12:44 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wenn eine nicht bekannte Handynummer auf dem Display erscheint, werden viele erst mal stutzig. Handelt es sich um einen Spam-Call oder doch um einen legitimen Anruf? Wer im Zweifel lieber nicht rangeht, kann mit ein paar Tricks den Besitzer der Nummer herausfinden.

Vielleicht ist es ein Freund mit neuer Nummer, eine nervige Hotline oder doch sogar eine Betrugsmasche? Klar ist: Bei Anrufern, bei denen eine nicht bekannte Handynummer angezeigt wird, geht niemand gerne ran. Aber keine Sorge, denn anhand der Handynummer ist es oft möglich, nach der Identität des Anrufers zu suchen. Voraussetzung dafür ist, dass tatsächlich eine Rufnummer angezeigt wird und auf dem Display nicht bloß „Unbekannter Anrufer“ steht. TECHBOOK erklärt, welche Methoden es dafür gibt.

Handynummer im Telefonbuch rückwärts suchen

Eine gute erste Anlaufstelle ist die Telefonbuch-Rückwärtssuche beim Online-Telefonbuch: Hier kann man einfach die Handynummer eingeben und den Inhaber des entsprechenden Telefonanschlusses suchen – zumindest, wenn dieser zuvor mit einem Eintrag einverstanden war. Eine geeignete App ist beispielsweise „Das Örtliche Telefonbuch für Deutschland“. Die Anwendung ist intuitiv und die Datenbank recht umfassend. Allerdings ist sie lediglich auf deutsche Nummern begrenzt.

Unbekannte Anrufer über WhatsApp suchen

Auch der Messenger WhatsApp kann helfen, den Besitzer einer unbekannten Handynummer zu suchen. Dafür speichert man die Nummer im Telefonbuch des Smartphones ab. Sollte der Anrufer ein Konto bei WhatsApp haben, erscheint er dort automatisch unter „Kontakte“. Ein Profilbild oder der Status können vielleicht Aufschluss über die Identität des Anrufers geben.

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Mailbox anrufen

Sorgen weder die Rückwärtssuche noch WhatsApp für den gewünschten Erfolg, kann ein Anruf auf die Mailbox vielleicht Klarheit bei der Handynummer-Suche schaffen – möglicherweise hat der Anrufer eine individuelle Ansage für seine Smartphone-Mailbox eingerichtet. Es gibt einen Weg, die Mailbox direkt anzurufen, ohne dass es vorher klingelt. Jeder Anbieter hat dafür einen entsprechenden Code, der beim Wählen zwischen Vorwahl und Nummer gestellt wird. Bei Vodafone ist das etwa die 50, die Telekom hat die 13 und O2 die 33. Bei welchem Anbieter der Anrufer ist, lässt sich an den Vorwahlen ablesen, die wie folgt verteilt sind:

Telekom:

01511
01512
01514
01515
01516
01517
0160
0170
0171
0175

Vodafone:

01520
01522
01523
01525
0162
0172
0173
0174

O2:

01590
0176
0179
01570
01573
01575
01577
01578
0163
0177
0178

Wenn etwa ein Anruf mit der Nummer 01520-1234567 ankommt, kann man diesen als Nummer von Vodafone identifizieren. Um die Mailbox anzurufen, muss die Zahl 50 dazwischen eingeben werden. So ergibt sich folgende Nummer: 01520-50-1234567.

Der Trick funktioniert übrigens auch dann, wenn der Inhaber seine Nummer von einem Netzbetreiber zu einem anderen Mobilfunkanbieter mitgenommen hat. Wenn also beispielsweise die Handynummer, die gesucht wird, der Vorwahl nach zu Vodafone gehört, jetzt aber mit derselben Rufnummer einen Telekom-Vertrag nutzt, wird der Anruf an die Mailbox automatisch umgeleitet.

Auch interessant: Unbekannte Nummer niemals einfach zurückrufen

Hinweis: Vorsicht ist geboten, wenn keine der gängigen Nummern für den Anruf genutzt wurde. Wer keine Verwandten oder Freunde im Ausland hat, die den Anruf einer ausländischen Handynummer erklären und die Suche erleichtern würden, sollte ebenfalls aufpassen, dass es sich nicht eventuell um einen betrügerischen Anruf handelt.

Google für die Handynummer-Suche nutzen

Natürlich kann man die Handynummer auch einfach testweise über Google suchen – dabei sollte man allerdings ein paar Dinge beachten. Die Nummer sollte auf jeden Fall in Anführungszeichen („“) eingegeben werden, damit Google auch nur konkret diese Handynummer sucht. Vielleicht findet man so ein Unternehmen, dem die Nummer zugeordnet werden kann.

Auf Seiten wie „Tellows“ kann die Nummer ebenfalls eingegeben werden, um zu schauen, ob sich bereits andere Nutzer über Spam oder Abzocke beschwert haben, und berichten, wer hinter der Nummer steckt. Dann weiß man zumindest, dass man sich den Rückruf sparen kann.

Wer nach der Handynummer-Suche noch immer keine Klarheit hat und sich von dem unbekannten Anrufer belästigt fühlt, TECHBOOK gibt im folgenden Artikel Tipps, wie man Nervensägen einfach blockiert.

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